Das landesweite Anti-Mobbing-Projekt an sächsischen Schulen entwickelt sich zu einer festen Größe im Kampf gegen Ausgrenzung und Gewalt im Schulalltag. Nach Einschätzung der Organisatoren zeigt das Programm inzwischen spürbare Wirkung. Eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) belegt, dass sich teilnehmende Schülerinnen und Schüler besser in der Lage fühlen, aktiv gegen Mobbing vorzugehen und Mitschülerinnen oder Mitschüler in schwierigen Situationen zu unterstützen. Auch Lehrkräfte und ganze Klassenverbände berichten von einem spürbar harmonischeren und respektvolleren Miteinander.
Gestartet wurde das Projekt vor zwei Jahren als Kooperation zwischen der TK und dem Landesamt für Schule und Bildung. Inzwischen beteiligen sich 48 Schulen aus verschiedenen Regionen Sachsens – von Grund- und Oberschulen bis hin zu Gymnasien.
Kernelement des Programms ist eine speziell entwickelte Online-Plattform. Dort finden sich kurze Filme, Fallbeispiele und interaktive Übungen, die in mehreren Schwierigkeitsstufen angeboten werden. Die Inhalte sind so gestaltet, dass sie nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch praktische Handlungsstrategien trainieren. Schülerinnen und Schüler lernen etwa, wie sie Mobbing erkennen, angemessen reagieren und Unterstützung organisieren können, ohne selbst in Gefahr zu geraten.
Besonders im Fokus stehen dabei die Klassenstufen fünf bis sieben – eine Altersgruppe, in der das soziale Gefüge innerhalb der Klassen oft neu entsteht und Konflikte schnell eskalieren können. Neben der Arbeit mit den Kindern sind auch Lehrkräfte in das Programm eingebunden, um Prävention dauerhaft in den Schulalltag zu integrieren.
Die Organisatoren sehen das wachsende Interesse am Projekt als Beleg für seinen Erfolg. Ziel ist es, das Angebot in den kommenden Jahren auf weitere Schulen auszuweiten und so langfristig ein flächendeckendes Präventionsnetzwerk in Sachsen zu schaffen.