Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre im Mai 2024 eingeleiteten Ermittlungen gegen den Robotaxi-Dienst Waymo, eine Tochter der Google-Mutter Alphabet, beendet. Nach Angaben der Behörde werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen, da Waymo zwei Rückrufaktionen durchgeführt und zusätzliche Sicherheitsverbesserungen implementiert hat.
Hintergrund der Untersuchung
Auslöser für die Ermittlungen waren 22 gemeldete Vorfälle, bei denen Waymo-Fahrzeuge möglicherweise gegen Verkehrsregeln verstoßen oder sich in anderer Form unerwartet verhalten hatten. Dazu zählten 17 kleinere Zusammenstöße, einige davon mit „deutlich sichtbaren Objekten“, die nach Einschätzung der NHTSA von einem menschlichen Fahrer hätten vermieden werden können.
Im Zuge der Untersuchung führte Waymo mehrere Software-Updates durch und rief über 1.200 Fahrzeuge zurück, um die Erkennung bestimmter Hindernisse wie Tore und Schranken zu verbessern.
Waymo zeigt sich erleichtert
Das Unternehmen begrüßte die Entscheidung:
„Wir legen größten Wert auf Sicherheit und freuen uns, dass die NHTSA ihre Untersuchung abgeschlossen und den Fall zu den Akten gelegt hat“, erklärte Waymo.
Wachstum und Expansion
Waymo betreibt derzeit über 1.500 autonome Fahrzeuge in Städten wie San Francisco, Los Angeles, Phoenix und Austin. Pro Woche absolviert der Dienst mehr als 250.000 bezahlte Fahrten ohne Fahrer. Das Unternehmen plant, sein Angebot auf New York, Miami und Washington, D.C. auszuweiten.
Zusätzlich startete Waymo kürzlich eine Kooperation mit Uber in Atlanta, um den Robotaxi-Service für noch mehr Kunden zugänglich zu machen.
Autonomes Fahren in der Kritik und im Aufschwung
Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen bei der Regulierung autonomer Fahrzeuge: Sicherheitsbedenken treffen auf ambitionierte Expansionspläne der Hersteller. Experten gehen davon aus, dass der Druck auf die Unternehmen steigt, nicht nur Innovation, sondern auch maximale Verkehrssicherheit zu gewährleisten.