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Beinahe-Zusammenstoß mit B-52-Bomber: Delta-Pilot entschuldigt sich für „aggressives Ausweichmanöver“

kalhh (CC0), Pixabay

Auf einem Inlandsflug von Minneapolis nach Minot mussten Passagiere einer Delta-Regionalmaschine am Freitag kurz den Atem anhalten: Der Pilot von SkyWest-Flug 3788, der als Delta-Connection-Flug unterwegs war, legte eine abrupte Kurve ein – um einem US-Militärbomber vom Typ B-52 Stratofortress auszuweichen, der unerwartet seinen Flugpfad kreuzte.

🎙️ „Das war… überraschend“ – Pilot gibt ehrliches Statement ab

In einer Tonaufnahme, die von einem Passagier auf TikTok veröffentlicht wurde, erklärt der Pilot die Situation mit bewundernswerter Offenheit: „Das Flugzeug kam irgendwie, so halbwegs, direkt auf uns zu – und niemand hat uns gewarnt.“ Erst sollte er laut Tower rechts abdrehen – „aber da war schon das Flugzeug“. Der Pilot entschied sich dann blitzschnell für eine Linkskurve hinter den Bomber: „Die waren deutlich schneller als wir – also erschien es mir sicherer, hinter ihnen zu drehen.“

Zum Schluss entschuldigte sich der Pilot bei den Fluggästen: „Lange Rede, kurzer Sinn: Es war nicht schön. Es hat mich überrascht. Und ich entschuldige mich dafür.“ Der spontane Applaus der Passagiere zeigt: Ehrlichkeit kann Turbulenzen glätten.

✈️ Knappe Kiste – aber keine Katastrophe

Der Flug landete später sicher in Minot, North Dakota. SkyWest erklärte in einer Stellungnahme, das Flugzeug sei vom Tower für den Landeanflug freigegeben worden, habe aber wegen eines plötzlich sichtbaren anderen Luftfahrzeugs ein sogenanntes „Go-Around“-Manöver geflogen. Der Vorfall wird intern untersucht.

Brisant: Der betroffene Tower war kein Kontrollturm der US-Luftfahrtbehörde FAA, was erklärt, warum bislang kein offizieller Bericht vorliegt. Die FAA sammelt derzeit Informationen zum Vorfall.

🎖️ Das andere Flugzeug: ein strategischer Riese

Die B-52 Stratofortress, die hier beinahe zur Überraschung aller als „Überraschungsgast“ auftauchte, ist ein strategischer Langstreckenbomber der US Air Force. Mit einer Flughöhe von bis zu 15.000 Metern und der Fähigkeit, sowohl Atombomben als auch hochpräzise konventionelle Waffen zu transportieren, gehört sie nicht unbedingt zu den Fliegern, denen man spontan begegnen möchte – besonders nicht im Landeanflug.

👩‍✈️ Passagierin lobt Transparenz

Passagierin Monica Green, die beruflich viel fliegt, berichtete CNN: „Plötzlich machte das Flugzeug gefühlt eine Art U-Turn – das war heftig.“ Die transparente Erklärung des Piloten habe ihr jedoch Vertrauen gegeben: „Ich fand es super, dass er ehrlich war. Das hat mir Sicherheit gegeben.“

Fazit: Hollywood hätte es nicht spannender inszenieren können – aber in der Realität gilt: Manchmal ist ein cooler Kopf und ein ehrliches Mikrofon das beste Mittel gegen Panik.

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