Auch wenn die nächste US-Präsidentschaftswahl erst 2028 ansteht, bringen sich viele demokratische Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträger schon jetzt in Stellung – mit Reden in frühen Vorwahlstaaten, Interviews, Spendentreffen und strategischen PR-Auftritten. Eine Art inoffizielle Vorauswahl ist längst in vollem Gange.
🌍 Frühstarter auf Tour: Wer wo auftaucht, meint es ernst
Gouverneur Gavin Newsom (Kalifornien) tourte durch South Carolina, Pete Buttigieg (ehem. Verkehrsminister) war in Iowa, JB Pritzker (Illinois) sprach in New Hampshire. Auch Kentuckys demokratischer Gouverneur Andy Beshear nutzt republikanisches Terrain, um sich als gemäßigter, wählbarer Kandidat zu profilieren. Klar ist: Wer früh in traditionellen Vorwahlstaaten auftritt, will Aufmerksamkeit – und wohl mehr.
🔥 Gretchen Whitmer, Kamala Harris, Wes Moore – wer zieht durch?
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Gretchen Whitmer (Michigan): Beliebt im Swing State, offiziell ohne Ambitionen – inoffiziell „niemals sagen, niemals“. Ihre Kooperation mit Trump sorgt bei der Parteibasis für gemischte Gefühle.
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Kamala Harris: Die ehemalige Vizepräsidentin denkt laut Insidern über eine Gouverneurskandidatur in Kalifornien nach – ein Karriereweg, der sie auch wieder präsidiabel machen könnte. Entweder oder, sagen ihre Berater.
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Wes Moore (Maryland): Charismatisch, neu im Amt, bei Parteieliten beliebt – aber ohne legislative Schlagkraft bislang.
💰 Pritzker, der Milliardär mit sozialem Gewissen?
Der wohlhabende Gouverneur von Illinois will seinen Reichtum nicht verstecken, sondern als Werkzeug für progressive Politik verstanden wissen. Er finanziert Kampagnen, Parteiarbeit und setzt im eigenen Bundesstaat auf „Trump-Resistenz“ mit sozialliberalem Kurs.
🎙️ Und die Linke? AOC oder Khanna als Erben von Bernie Sanders?
Bernie Sanders wird 2028 87 Jahre alt – aller Wahrscheinlichkeit nach zu alt für eine weitere Kandidatur. Als mögliche Nachfolgerin seiner progressiven Bewegung gilt Alexandria Ocasio-Cortez (AOC), die 2028 auch für den US-Senat kandidieren könnte – entweder für einen freien Sitz oder gegen Amtsinhaber Chuck Schumer.
Alternativ bringt sich Ro Khanna (Kalifornien), Ex-Co-Vorsitzender von Sanders‘ Kampagne, in Position – noch ohne größere nationale Bekanntheit, aber mit klarer Agenda.
🎭 Die Außenseiter: ESPN-Star oder Actionheld?
Mit Donald Trump als Präzedenzfall ist auch ein Sprung aus der Popkultur ins Weiße Haus denkbar. Namen wie Stephen A. Smith, Sportmoderator, kursieren ebenso wie frühere Gedankenspiele um Disney-CEO Bob Iger oder gar The Rock. Und in Hollywood spielt John Cena bereits den Präsidenten – auf der Leinwand.
📅 Wann wird’s ernst?
Spätestens 2027 starten ernsthafte Kampagnen. Bis dahin lohnt es sich, auf staatliche Besuche, vermehrte mediale Präsenz, nationale Aussagen und Spendensammlungen zu achten. Wer sich zu nationaler Politik äußert, sucht die Bühne – und testet die Resonanz.
Fazit: Das demokratische Bewerberfeld für 2028 ist breit, divers und strategisch wachsend. Während Trump die Agenda im Hier und Jetzt bestimmt, bereitet sich die Partei im Hintergrund bereits auf das politische Morgen vor – mit neuen Gesichtern, alten Ambitionen und einer gehörigen Portion Spannung.