Der Jahresabschluss 2023 der Windpark GmbH & Co. Feldheim IX KG zeigt auf den ersten Blick eine solide Entwicklung, wirft aber bei genauer Betrachtung Fragen zur langfristigen Finanzierung auf.
1. Bilanzsumme leicht rückläufig
Die Bilanzsumme sank von 5,39 Mio. € (2022) auf 4,95 Mio. € (2023), was einem Rückgang um rund 8 % entspricht. Haupttreiber ist eine Abnahme des Anlagevermögens um 411.000 €, was auf laufende Abschreibungen und keine nennenswerten Investitionen hindeutet.
2. Eigenkapitalquote verbessert, aber auf niedrigem Niveau
Das Eigenkapital liegt bei 1,19 Mio. €, gegenüber 1,12 Mio. € im Vorjahr. Damit hat sich die Eigenkapitalquote von rund 21 % auf 24 % leicht verbessert. Für einen Windpark dieser Größenordnung ist das solide, aber nicht überdurchschnittlich hoch. Anleger können positiv werten, dass die Gesellschaft – anders als viele andere Projekte – kein Null-Eigenkapital-Risiko hat.
3. Hohe langfristige Verbindlichkeiten dominieren die Bilanz
Die Schulden belaufen sich auf 3,66 Mio. €, wovon über 3,24 Mio. € langfristig sind. Besonders auffällig: Rund 1,6 Mio. € haben eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Das deutet auf eine klare Abhängigkeit von Fremdfinanzierungen hin. Solange die Stromerlöse stabil bleiben, ist das beherrschbar, aber steigende Zinsen oder niedrigere EEG-Vergütungen könnten die Tilgung belasten.
4. Kurzfristige Liquidität und stabile Rücklagen
Der Kassenbestand beträgt 1,23 Mio. € und liegt damit nur geringfügig unter dem Vorjahreswert. Das ist ein Pluspunkt, weil es kurzfristige Zahlungsfähigkeit sichert. Rückstellungen sind mit 101.722 € überschaubar, was auf geringe außerplanmäßige Risiken schließen lässt.
5. Langfristige Perspektive und Risiken
Die Gesellschaft weist keine Mitarbeiter aus, die operative Verwaltung liegt bei der Komplementärin Windpark Brandung Verwaltungs GmbH. Damit sind Anleger vollständig von der Kompetenz des Managements abhängig. Positiv: Es gibt keine nicht bilanzierten Verpflichtungen oder versteckte Risiken im Anhang.
Risiken ergeben sich vor allem aus:
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Abhängigkeit von langfristiger Finanzierung
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Schwankungen im Ertrag (Windaufkommen, Wartungskosten)
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Anstehende Kreditrückzahlungen nach Ende der EEG-Vergütung
Fazit für Anleger:
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Stärken: Solide Eigenkapitalbasis, hohe Liquidität, transparente Bilanzierung.
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Schwächen: Hohe langfristige Verschuldung, geringe Investitionen in Werterhalt, starke Abhängigkeit vom EEG und Finanzierungskonditionen.
Bewertung: Für sicherheitsorientierte Anleger nur bedingt geeignet, für Investoren mit Risikobereitschaft und Vertrauen in die Windkraftbranche moderat interessant – vor allem wegen der positiven Liquiditätslage.