Nach den schweren Überschwemmungen in Texas steigt die Zahl der Todesopfer dramatisch: Mindestens 80 Menschen kamen infolge der Sturzfluten ums Leben, darunter 28 Kinder. Besonders betroffen ist der Landkreis Kerr County, wo der Fluss Guadalupe River nach extremen Regenfällen binnen einer Stunde über 8 Meter anstieg.
Tragödie in Camp Mystic
Besonders erschütternd ist das Schicksal des christlichen Mädchencamps Camp Mystic, das fast vollständig zerstört wurde. Noch immer gelten 10 Kinder und eine Betreuerin als vermisst. Insgesamt hielten sich zum Zeitpunkt der Flut rund 700 Mädchen im Camp auf.
Rettungseinsatz rund um die Uhr
Die Behörden arbeiten mit Hochdruck daran, Vermisste zu finden. Bislang wurden über 650 Menschen gerettet. Luftrettung, Wasserrettung, Suchhunde und hunderte Einsatzkräfte sind ununterbrochen im Einsatz. Doch weitere Regenfälle verschärfen die Lage, insbesondere im sogenannten „Hill Country“, einer für Überschwemmungen bekannten Region.
Trump kündigt Besuch an – Katastrophenhilfe gestartet
US-Präsident Donald Trump hat für Kerr County den Katastrophenfall ausgerufen. Die Katastrophenschutzbehörde FEMA stellt Hilfen für Notunterkünfte, Reparaturen und Kredite bereit. Trump kündigte einen Besuch für Ende der Woche an.
Fehlende Warnungen und schwierige Prognosen
Die Meteorologen räumen ein, dass die Warnungen vor der Flut zu spät kamen, obwohl sie nach eigenen Angaben so schnell wie möglich herausgegeben wurden. Die unvorhersehbare Dynamik der Sturzfluten im hügeligen Terrain erschwert präzise Frühwarnsysteme.
Berührende Einzelschicksale
Zahlreiche Familien wurden durch die Flut auseinandergerissen. Unter den Opfern sind auch ein beliebter Fußballtrainer und seine Ehefrau – ihre Kinder werden noch vermisst. Eine Überlebende berichtete, wie sie in ihrem Haus vom Wasser überrascht wurde: „Alles war innerhalb von Minuten unter Wasser.“
Auch Papst Leo XIV., der erste US-amerikanische Papst, sprach den Familien sein Mitgefühl aus. Der frühere Präsident George W. Bush zeigte sich „zutiefst erschüttert“ über den Verlust so vieler Kinder.
🌧️ Weitere Gefahr droht
Die Wetterdienste warnen vor neuen Regenfällen und möglichen weiteren Überschwemmungen in den nächsten 24 bis 48 Stunden. Besonders betroffen sind die Regionen um Kerrville, San Angelo und Austin.
Fazit:
Texas erlebt eine der schlimmsten Flutkatastrophen seiner Geschichte. Die Lage bleibt angespannt, die Suche nach Vermissten dauert an. Die Hilfsbereitschaft ist groß – doch die betroffenen Familien stehen vor einem unermesslichen Verlust.