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Trump widerspricht UN-Angaben zu Iran-Schlägen: „Das ganze Ding wurde zerstört“

padrinan (CC0), Pixabay

Während der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, warnt, dass der Iran sein Atomprogramm in wenigen Monaten wieder hochfahren könnte, hält Ex-Präsident Donald Trump an seiner Darstellung fest: Die US-Luftangriffe hätten Teherans Nuklearambitionen „ausgelöscht“.

„Dort sind jetzt Tausende Tonnen Gestein – der ganze Ort wurde zerstört“, sagte Trump am Sonntag in einem Interview mit Fox News.

Die Angriffe auf drei iranische Nuklearanlagen – durchgeführt im Rahmen der US-Militäraktion „Operation Midnight Hammer“ – waren Teil der militärischen Eskalation nach dem israelischen Angriff vom 13. Juni. Israel hatte damals eine Serie von Bombardements gegen iranische Infrastruktur begonnen, mit dem Ziel, das Atomprogramm zu stoppen.

IAEA warnt: Iran könnte Programm bald reaktivieren

IAEA-Chef Grossi widerspricht Trumps Schilderung. In der CBS-Sendung „Face the Nation“ erklärte er:

„Man kann nicht behaupten, dass alles verschwunden sei. Iran verfügt weiterhin über industrielle und technologische Kapazitäten.“

Grossi zufolge könnten bereits in wenigen Monaten Zentrifugen wieder Uran anreichern. Zwar sei der Schaden erheblich, aber nicht total.

Auch die Washington Post berichtet unter Berufung auf Geheimdienstkreise, dass iranische Regierungsvertreter intern die Auswirkungen der Angriffe als „weniger schwerwiegend als erwartet“ bezeichnet haben.

Streit um Uranbestände

Ein weiterer Streitpunkt: Wurde angereichertes Uran vor dem Angriff versteckt oder zerstört? Grossi hält es für möglich, dass Teile ausgelagert wurden. Trump hingegen bezweifelt das:

„Dieses Zeug ist sehr schwer und gefährlich zu transportieren. Sie wussten nicht, dass wir kommen.“

Grossi beschreibt Iran als „hochentwickelte Nation mit tiefem Know-how in Nukleartechnologie“ und betont: „Wissen lässt sich nicht ungeschehen machen.“

Politik versus Realität

Trump erklärte, Ziel der Operation sei es gewesen, Iran von der Atombombe abzuhalten, und das sei gelungen:

„Sie wollten das seit Jahren und waren nur Wochen davon entfernt. Jetzt wollen sie gar nicht mehr daran denken.“

Doch aus Sicht der IAEA ist das Atomprogramm nicht erledigt, sondern müsse künftig durch neue Verhandlungen mit glaubwürdiger Überwachung dauerhaft kontrolliert werden.

Iran bleibt bei Forderung auf Urananreicherung

Die iranische Regierung beharrt weiterhin auf ihrem Recht zur Urananreicherung, wie die regierungsnahe Tehran Times meldet. Erst wenn dies anerkannt werde, könne man über neue Vereinbarungen sprechen.

Fazit: Uneinigkeit über Wirkung der Luftangriffe

Ob die Angriffe langfristig wirksam waren, bleibt umstritten. Während Trump von einem vollständigen Erfolg spricht, warnen internationale Beobachter vor einer schnellen Reaktivierung des iranischen Atomprogramms – und sehen den Bedarf für neue diplomatische Lösungen.

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