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USA: Trump spricht von „Zerstörung“ iranischer Atomanlagen – unabhängige Bestätigung fehlt

Conmongt (CC0), Pixabay

Nach den US-Luftangriffen auf die iranischen Nuklearstandorte Fordow, Natanz und Isfahan am 21. Juni hat Präsident Donald Trump erklärt, die Anlagen seien „vollständig und total zerstört“ worden. Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth lobte die Operation als „spektakulären Erfolg“ und erklärte, das iranische Atomprogramm sei „ausgelöscht“.

Doch bislang fehlt eine unabhängige Überprüfung dieser Aussagen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), zuständig für die Überwachung nuklearer Programme, teilte mit, dass sie ihre Inspektionen aufgrund der anhaltenden Kampfhandlungen vorerst nicht fortsetzen könne. Eine Sondersitzung der IAEA wurde für den 23. Juni angesetzt.

Generalstabschef Dan Caine äußerte sich zurückhaltender. Es sei „zu früh“, um genaue Aussagen über den Zustand der iranischen Nuklearinfrastruktur zu treffen. Erste Bewertungen deuteten zwar auf „sehr schwere Zerstörungen“ hin, doch ein vollständiges Schadensbild liege noch nicht vor. Besonders Fordow sei ein primäres Ziel gewesen.

Auch Vizepräsident JD Vance sprach von einem „erheblichen Rückschlag“ für Irans Atomprogramm, ohne Details zu nennen. Wie lange die Anlagen außer Betrieb seien, sei unklar.

Iran hingegen behauptet, seine Vorräte an angereichertem Uran seien vor dem Angriff aus den betroffenen Anlagen evakuiert worden. Diese Aussage konnte bislang nicht unabhängig bestätigt werden. Der russische Sicherheitsrat erklärte, es gebe Hinweise, dass Irans kritische Nuklearinfrastruktur entweder nicht getroffen oder nur leicht beschädigt worden sei.

Demokratische Senatoren wie Jack Reed und Jeanne Shaheen fordern nun vertrauliche Briefings und eine umfassende Bewertung der tatsächlichen Schäden. „Es gibt noch viel, das wir nicht wissen“, erklärte Shaheen und rief Präsident Trump zur Deeskalation auf.

Experten weisen darauf hin, dass nur eine unabhängige Untersuchung durch die IAEA verlässlich feststellen kann, ob Irans Atomprogramm langfristig beschädigt wurde. Frühere Regierungsvertreter betonen jedoch, dass die eingesetzten bunkerbrechenden Waffen eine erhebliche Wirkung haben könnten – insbesondere in Fordow, das tief unterirdisch liegt.

Ob die Angriffe tatsächlich das Atomprogramm zerstört oder nur verzögert haben, bleibt vorerst unklar.

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