Am 1. Juni hat offiziell die Hurrikansaison 2025 begonnen, und der Direktor des National Hurricane Center (NHC), Michael Brennan, hat eine klare Botschaft an die amerikanische Bevölkerung: Wer in einem Risikogebiet lebt, sollte sich jetzt vorbereiten – nicht erst, wenn ein Sturm naht.
Nach der Katastrophe durch Hurrikan Helene im vergangenen Jahr, bei dem 248 Menschen ums Leben kamen und rund 80 Milliarden Dollar Schaden entstanden, betont Brennan eindringlich: „Man muss sein eigenes Risiko kennen – egal, wie weit man vom Meer entfernt lebt.“ Denn Sturmfluten, Starkregen, Überschwemmungen, Tornados und sogar Rückströme können weit ins Landesinnere reichen.
Acht wichtige Punkte, die Sie laut NHC-Direktor Brennan beachten sollten:
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Kennen Sie Ihr Risiko – vor allem durch Sturmfluten und Überschwemmungen.
Prüfen Sie, ob Sie in einer Evakuierungszone wohnen. Oft reicht es, nur einige Dutzend Kilometer zu fahren, um sich in Sicherheit zu bringen. -
Planen Sie jetzt – nicht erst, wenn der Sturm kommt.
Sorgen Sie für Unterkunftsmöglichkeiten bei Freunden oder in einem Hotel außerhalb der Gefahrenzone. Denken Sie auch an Haustiere, ältere Angehörige oder Personen mit medizinischen Bedürfnissen. -
Verstehen Sie Ihr Überschwemmungsrisiko.
„Es muss nicht einmal bei Ihnen regnen“, sagt Brennan. „Regen kann flussaufwärts fallen, aber der Wasserstand bei Ihnen steigt.“ Frischwasser-Überschwemmungen sind laut Statistik die häufigste Todesursache bei tropischen Stürmen. -
Vergleichen Sie keine Stürme miteinander.
„Nur weil Sie einen früheren Sturm überstanden haben, heißt das nicht, dass der nächste harmlos ist“, warnt Brennan. Ein Sturm unter ähnlichen Bedingungen kann völlig andere Auswirkungen haben. -
Hurrikane entwickeln sich schnell.
Hurrikan Helene entwickelte sich innerhalb von drei Tagen aus einem schwachen Tiefdrucksystem. Wer zu lange wartet, hat keine Zeit mehr zur Vorbereitung. -
Saisonprognosen sagen nichts über Ihr persönliches Risiko aus.
Ob die Saison stark oder schwach wird, spielt keine Rolle. Jeder, der in einem Hurrikan-Gebiet lebt, muss jedes Jahr vorbereitet sein. -
Schauen Sie auf die Gefahren – nicht auf die Kategorie.
Ein Sturm der Kategorie 1 kann tödlicher sein als einer der Kategorie 4, wenn er langsam zieht und Überschwemmungen verursacht. Die Kombination aus Wind, Regen und Sturmflut ist entscheidend – nicht die Windgeschwindigkeit allein. -
Planen Sie auch für die Zeit nach dem Sturm.
Nachwirkungen wie Stromausfall, Hitze, eingeschränkte medizinische Versorgung oder gefährliche Straßenverhältnisse führen oft zu Todesfällen – fast ebenso viele wie die Stürme selbst. „Wenn man zur Evakuierung aufgefordert wird, geht es auch darum, nach dem Sturm sicher zu sein“, sagt Brennan.
Fazit: Vorbereitung ist Selbstschutz
Das National Hurricane Center ruft eindringlich dazu auf, sich regelmäßig über lokale Behörden, Wetterdienste und verlässliche Medien zu informieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte wichtige Dokumente, Medikamente, Wasser, Batterien und ein Notfallradio bereithalten – und vor allem nicht zögern, wenn eine Evakuierung empfohlen wird.