Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt nachdrücklich vor einer Vielzahl betrügerischer Online-Plattformen, die mit verlockenden Versprechen wie „Ihr Tor zu informierten Handelsentscheidungen“ oder „Ihr Zugang zu den besten AI Trading Bots“ auftreten. Hinter diesen vermeintlich modernen Angeboten verbergen sich Betreiber ohne Zulassung, die in Deutschland unerlaubt Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten.
Laut Erkenntnissen der BaFin gleichen sich die Websites in Struktur, Sprache und Gestaltung auffallend. Trotz ihres professionellen Auftretens handelt es sich nicht um seriöse Finanzdienstleister. Eine Anschrift oder die Identität der Betreiber ist auf den Seiten nicht ersichtlich, was ein typisches Warnsignal für betrügerische Angebote ist.
Zu den konkret benannten Seiten gehören unter anderem aibotiplex.co, bitcoineerai.co, immediatezenithapp.co, quantixprimeai.co und quantixprimeai.online, gptdefinity.mobi, tradeavapro.online, zolavextraderai.co, safetrustcapital.co sowie bitcoinprismpro.online. Insgesamt hat die BaFin mehr als 40 Domains identifiziert, die diese Masche verfolgen. Sie nutzen nahezu identische Slogans, Designs und Inhalte – oft nur mit kleinen Abweichungen im Namen oder der Domainendung.
Die Betreiber dieser Plattformen werben häufig mit Begriffen wie künstlicher Intelligenz, automatisierten Trading-Bots oder bahnbrechenden Technologien zur Geldvermehrung. Die Realität ist jedoch eine andere: Weder verfügen sie über eine Erlaubnis der BaFin noch über eine glaubhafte Regulierung. Es besteht der Verdacht auf Identitätsmissbrauch und gezielte Täuschung. Laut BaFin liegt hierin ein klarer Verstoß gegen § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes sowie gegen § 10 Absatz 7 des Kryptomärkteaufsichtsgesetzes.
Die BaFin, das Bundeskriminalamt sowie Landeskriminalämter raten eindringlich zur Vorsicht bei Online-Investments. Verdächtig sind insbesondere Plattformen, die keine Adresse oder Ansprechpartner nennen, mit unrealistisch hohen Renditeversprechen werben oder ausschließlich über E-Mail und Chat kommunizieren. Auch scheinbar offizielle Logos oder Aussagen über internationale Zulassungen sollten stets kritisch hinterfragt und unabhängig überprüft werden.
Anlegerinnen und Anleger sollten zur eigenen Sicherheit stets die Unternehmensdatenbank der BaFin nutzen, um die Zulassung eines Anbieters zu prüfen. Darüber hinaus bietet der BaFin-Podcast „Vorsicht, Betrug“ wichtige Hinweise, wie sich Verbraucherinnen und Verbraucher vor unseriösen Angeboten schützen können.
Die BaFin weist mit Nachdruck darauf hin, dass es sich bei den genannten Plattformen um ein strukturiertes Betrugssystem handelt. Die Täuschung zielt darauf ab, das Vertrauen in neue Technologien wie KI auszunutzen und Kapital von gutgläubigen Investoren abzufangen. Ein Investment auf diesen Seiten bedeutet ein erhebliches Risiko für einen Totalverlust.
Verbraucherinnen und Verbraucher sollten ihre Geldanlagen mit Bedacht und auf Basis transparenter, regulierter Informationen treffen. Vertrauen Sie nur Anbietern mit nachweislicher Zulassung und klarem Impressum. Ein gesundes Maß an Skepsis kann im Zweifelsfall viel Geld sparen.