Ein heftiges Winter- und Unwetterchaos hat Teile der Schweiz, Frankreichs und Norditaliens am Osterwochenende fest im Griff. Schneemassen, Stromausfälle und Hochwasser setzen der Region zu. In Italien kam es dabei sogar zu einem tragischen Todesfall: Ein 92-jähriger Mann ertrank, als Wassermassen sein Grundstück überfluteten.
Zermatt von der Außenwelt abgeschnitten
Besonders dramatisch ist die Lage im bekannten Schweizer Skiort Zermatt. Aufgrund starker Schneefälle und Lawinengefahr ist der Ort derzeit weder mit dem Auto noch mit der Bahn erreichbar. Zeitweise waren Strom- und Mobilfunkverbindungen unterbrochen, wie die Behörden mitteilten. Die Versorgung der Gäste und Einwohner sei jedoch sichergestellt, hieß es.
Die Lawinengefahr in den Alpen wurde in mehreren Regionen auf Stufe 4 von 5 hochgestuft – spontane Abgänge seien jederzeit möglich, warnte das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF.
Frankreich: Tausende Haushalte ohne Strom
Auch in Teilen Frankreichs hat das Unwetter schwere Schäden verursacht. In den Alpenregionen im Südosten des Landes waren am Wochenende rund 4.000 Haushalte zeitweise ohne Strom. Einsatzkräfte arbeiteten unter schwierigen Bedingungen daran, die Stromversorgung wiederherzustellen.
Italien kämpft mit Dauerregen und Hochwasser
Während im Hochgebirge Schnee das Problem ist, sorgt in Norditalien anhaltender Regen für Sorgenfalten. Die Pegel mehrerer Flüsse, darunter Po und Ticino, stiegen innerhalb weniger Stunden bedrohlich an. Besonders betroffen war die Region um Lombardei und Piemont, wo es zu Überschwemmungen kam.
Tragischerweise verlor ein 92-jähriger Mann in der Nähe von Alessandria sein Leben. Er sei beim Versuch, Wasser aus seinem überfluteten Keller zu pumpen, gestürzt und im Wasser ertrunken, berichten italienische Medien.
Behörden rufen zur Vorsicht auf
Meteorologen warnen, dass sich die Lage in einigen Gebieten auch in den kommenden Tagen nur langsam entspannen dürfte. In den Alpenregionen gilt weiterhin: Wälder und Hänge meiden, auf unnötige Reisen verzichten, so die Empfehlungen der Behörden.