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Amnesty International enthüllt rechtswidrige Angriffe Israels in Gaza

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Pexels (CC0), Pixabay

Neue Erkenntnisse von Amnesty International (AI) legen nahe, dass im besetzten Gazastreifen rechtswidrige und tödliche Angriffe verübt wurden. Eine Untersuchung von vier Fällen zeigt, wie die israelischen Streitkräfte das humanitäre Völkerrecht missachteten und dabei ganze Familien ungestraft auslöschten.

Amnesty hat vier Angriffe des israelischen Militärs auf Rafah im Süden des Gazastreifens untersucht. Drei dieser Angriffe fanden im Dezember 2023 nach dem Ende der humanitären Feuerpause statt, während der vierte Angriff im Januar 2024 verübt wurde.

Zivile Opfer bei direkten Angriffen

In diesen Angriffen wurden mindestens 95 Zivilisten getötet, wobei fast die Hälfte von ihnen Kinder waren. Laut Amnesty handelte es sich bei allen vier Angriffen wahrscheinlich um direkte Angriffe auf Zivilisten und zivile Objekte, was sie potenziell als Kriegsverbrechen kennzeichnet.

Die Untersuchung von Amnesty ergab, dass es in keinem der vier Fälle Hinweise darauf gab, dass die angegriffenen Wohngebäude als legitime militärische Ziele betrachtet werden konnten oder dass die Personen in den Gebäuden militärische Ziele waren.

Die gesammelten Beweise legen nahe, dass das israelische Militär es versäumt hat, vor Beginn der Angriffe eine wirksame Warnung auszugeben, insbesondere an die Bewohner der angegriffenen Orte. Drei der Angriffe erfolgten nachts, während sich die Zivilbevölkerung in ihren Häusern und Betten befand.

Amnesty fordert alle Staaten dringend auf, sich für einen sofortigen Waffenstillstand einzusetzen, um weitere Opfer unter der Zivilbevölkerung zu verhindern und den Menschen im Gazastreifen den Zugang zu lebensrettenden Hilfsgütern zu gewährleisten.

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