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Argatroban: US-weiter Rückruf von Blutgerinnungshemmer wegen Fremdpartikeln – schwere Komplikationen möglich

Peggy_Marco (CC0), Pixabay

Weltweite Medikamentenwarnungen – USA

Argatroban: US-weiter Rückruf von Blutgerinnungshemmer wegen Fremdpartikeln – schwere Komplikationen möglich

Argatroban-Injektionslösung – Produktabbildung zur Orientierung.FDA-Veröffentlichung vom 14. Oktober 2026

In den Vereinigten Staaten hat das Pharmaunternehmen Par Health USA LLC einen landesweiten Rückruf von 22 Chargen des Arzneimittels Argatroban Injection 250 mg/2,5 ml eingeleitet.

Anlass sind festgestellte Fremdpartikel in bestimmten Chargen. Nach Unternehmensangaben wurden unter anderem Zellulose, Polystyrol, Polyethylenterephthalat, Bestandteile von Verschlüssen und möglicherweise Edelstahl identifiziert.

Argatroban ist ein Gerinnungshemmer, der insbesondere bei bestimmten Patienten mit heparininduzierter Thrombozytopenie eingesetzt wird.

Die Verabreichung einer verunreinigten Injektionslösung kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Das Unternehmen weist unter anderem auf mögliche Gefäßverschlüsse, Lungenembolien und Entzündungen von Venen hin. Solche Komplikationen können lebensbedrohlich sein.

Zum Zeitpunkt der veröffentlichten Rückrufmitteilung lagen dem Unternehmen nach eigenen Angaben keine Berichte über unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit dem Rückruf vor.

Die betroffenen Chargen wurden zwischen Dezember 2024 und Mai 2026 an Großhändler und Krankenhäuser in den USA ausgeliefert. Medizinische Einrichtungen wurden aufgefordert, die Verwendung und Weitergabe betroffener Bestände einzustellen.

Die Warnung betrifft konkret bezeichnete Chargen auf dem US-amerikanischen Markt. Ein entsprechender Rückruf sämtlicher Argatroban-Präparate in Deutschland lässt sich daraus nicht ableiten.

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