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Mainfranken Strategiekonzept: Solide Aktienrendite, aber hohe Liquidität und spürbare Kosten schmälern den Ertrag

Die Deka Investment GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main legt als herausgebende und verwaltende Gesellschaft des Fonds Mainfranken Strategiekonzept den Jahresbericht zum 30. Juni 2026 vor. Der Fonds erwirtschaftete im Berichtsjahr eine Wertentwicklung von 7,5 Prozent und kam zum Stichtag auf ein Fondsvermögen von 678,9 Millionen Euro bei einem Anteilwert von 213,55 Euro. Aus Anlegersicht auffällig ist vor allem die Mischung aus ordentlicher Aktienrendite, hoher Kassenquote und einer im Verhältnis dazu nicht niedrigen Kostenbelastung.

Vermögen und Wertentwicklung

Der Fonds verfolgt einen aktiven, globalen Aktienansatz mit Risikoausschlagung über die Steuerung des Investitionsgrades und mit nahezu vollständiger Währungssicherung. Im Berichtszeitraum wurde der Investitionsgrad zeitweise deutlich auf rund 50 Prozent reduziert, später aber wieder schrittweise aufgebaut. Zum Stichtag waren 75,0 Prozent des Fondsvermögens in weltweiten Aktienwerten angelegt, verglichen mit 87,9 Prozent im Vorjahr. Hinzu kamen Futures, die den wirtschaftlichen Investitionsgrad zuletzt um 24,5 Prozentpunkte erhöhten. Für Anleger heißt das: Der Fonds war nicht durchgehend voll investiert, sondern hielt in schwankungsreicheren Phasen bewusst mehr Zurückhaltung.

Die Performance von 7,5 Prozent ist vor dem Hintergrund eines aktiven Risikomanagements ordentlich. Der Bericht nennt keine direkte Benchmark für die Wertentwicklung, verweist aber darauf, dass auf einen Referenzindex bewusst verzichtet wird, weil die Allokation nicht mit einem Index vergleichbar sei. Das Ergebnis stammt vor allem aus Aktien- und Derivatebeiträgen: Realisierte Gewinne aus Aktien beliefen sich auf 73,3 Millionen Euro, aus Futures auf 10,9 Millionen Euro und aus Devisentermingeschäften auf 23,3 Millionen Euro. Dem standen realisierte Verluste von 15,6 Millionen Euro aus Aktien, 3,8 Millionen Euro aus Futures und 23,0 Millionen Euro aus Devisentermingeschäften gegenüber. Unterm Strich zeigt das: Die Rendite wurde nicht nur über Kursgewinne am Aktienmarkt erzielt, sondern auch durch aktives Währungs- und Derivatemanagement beeinflusst.

Kosten

Die laufenden Kosten wurden mit einer Gesamtkostenquote von 1,93 Prozent ausgewiesen. Für einen Fonds mit aktivem Management und Währungsabsicherung ist das keine Überraschung, aus Sicht privater Anleger bleibt aber wichtig: Ein spürbarer Teil der Erträge fließt in die Kostenstruktur. Der Bericht nennt keine separate Verwaltungsvergütung, keine konkrete Verwahrstellenvergütung und auch keine Beratervergütung als Einzelposten; ausgewiesen sind jedoch sonstige Aufwendungen von zusammen mehreren Positionen, darunter Fremde Depotgebühren von 23.804,62 Euro, Kosten für die Bereitstellung von Analysematerial oder -dienstleistungen von 19.646,97 Euro, EMIR-Kosten von 7.969,89 Euro sowie Indexkosten von 742,61 Euro. Die Transaktionskosten lagen bei 410.184,04 Euro.

Dem standen sonstige Erträge von insgesamt rund 366.639 Euro gegenüber, vor allem aus einer Quellensteuerrückvergütung auf Dividenden in Höhe von 349.809,30 Euro. Aus Anlegersicht ist das wichtig, weil die Kostenquote zwar nicht allein das Nettoergebnis erklärt, aber doch deutlich macht, dass ein nennenswerter Teil der laufenden Ertragsbasis für den Betrieb des Fonds verwendet wird. Positiv ist, dass der Bericht keine Hinweise auf außergewöhnliche Kostenexplosionen oder ungewöhnliche Belastungen liefert.

Portfolio und größte Positionen

Das Portfolio ist klar aktienlastig und geografisch breit gestreut. Nach Regionen entfielen 34,0 Prozent auf die USA, 8,8 Prozent auf Kanada, 6,2 Prozent auf Japan, 3,5 Prozent auf die Schweiz und 3,1 Prozent auf Großbritannien; 19,4 Prozent waren Sonstige Länder, und 25,0 Prozent lagen in Barreserve bzw. Sonstigem. Diese hohe Liquiditätsquote ist aus Anlegersicht ein zentrales Merkmal des Berichtsjahres: Sie dämpft zwar das Risiko, drückt aber auch die Marktchancen, wenn Aktienmärkte steigen.

Branchenseitig wurden Versicherungen und Versorger bevorzugt, letztere wurden spürbar ausgebaut und lagen zuletzt hinter Versicherungen auf Platz zwei. Dahinter folgten Investitionsgüter und Pharma. Unterrepräsentiert waren dagegen etwa Halbleiter und Software. Auf Einzeltitelebene nennt der Bericht unter anderem Cranswick, Electronic Arts und Snap-on als favorisierte Positionen; absolut betrachtet war Cisco die größte Einzelwertposition. Zugleich wurden Titel wie Tesla, NVIDIA und Amazon nicht berücksichtigt. Das signalisiert einen selektiven, eher risikoärmeren Stil innerhalb des Aktienuniversums.

Zu den größten Positionen zählen in der Vermögensaufstellung unter anderem Royal Bank of Canada, Loblaw Companies, Novartis, Zurich Insurance Group, Cranswick, NEXT, KDDI und NTT. Die größten Länderblöcke und Einzeltitel zeigen, dass der Fonds nicht auf wenige Mega-Tech-Werte setzt, sondern eher auf defensivere Geschäftsmodelle und stabile Cashflows aus verschiedenen Regionen.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt die üblichen Marktpreisrisiken, Fremdwährungsrisiken, Derivate- und Kontrahentenrisiken. Wichtig für Anleger: Die Währungsrisiken waren laut Bericht über Devisentermingeschäfte weitgehend abgesichert. Liquiditätsrisiken traten nicht wesentlich auf, operationelle Risiken ebenfalls nicht. Auffällig ist allerdings die Kombination aus einem hohen Liquiditätspuffer und einem zwischenzeitlich deutlich reduzierten Investitionsgrad. Das schützt zwar in Stressphasen, kann aber in freundlichen Marktphasen Rendite kosten.

Die Derivate wurden sowohl zur Investition als auch zur Absicherung eingesetzt. Das zugrunde liegende Exposure aus Derivaten betrug 606,9 Millionen Euro, der Leverage nach Brutto-Methode lag bei 200,47 Prozent. Der potenzielle Risikobetrag für das Marktrisiko bewegte sich zwischen 1,69 Prozent und 7,38 Prozent, im Durchschnitt bei 5,00 Prozent. Aus Anlegersicht ist das kein Hinweis auf ein exzessives Risiko, aber doch auf eine aktive und nicht rein passive Steuerung. Nachhaltigkeitsbezogen verweist der Bericht darauf, dass die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten nicht berücksichtigt werden.

Fazit für Anleger

Unterm Strich zeigt der Bericht einen Fonds, der 2025/26 trotz zeitweise defensiver Positionierung eine ordentliche Rendite erzielt hat. Die Wertentwicklung von 7,5 Prozent, der Anteilwert von 213,55 Euro und das Fondsvermögen von 678,9 Millionen Euro sprechen für ein stabiles Produkt mit breiter internationaler Aktienbasis. Gleichzeitig bleiben die hohe Barreserve, die Kostenquote von 1,93 Prozent und die deutliche Abhängigkeit von aktivem Management die zentralen Punkte, die Anleger im Blick behalten sollten.

Die Ausschüttungspolitik wird im vorliegenden Textausschnitt nicht ausdrücklich als Ausschüttung oder Thesaurierung bezeichnet; das Prüfungsurteil des unabhängigen Abschlussprüfers lautet, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften des KAGB und den einschlägigen europäischen Verordnungen entspricht.

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