Die geplante Übernahme der Commerzbank durch die italienische UniCredit hat eine weitere wichtige Hürde genommen.
Die Europäische Zentralbank hat UniCredit erlaubt, ihre Beteiligung an der Commerzbank über die Schwelle von 30 Prozent hinaus zu erhöhen.
Damit kann die italienische Bank ihre Beteiligung weiter ausbauen und möglicherweise noch in diesem Jahr die Kontrolle über das Frankfurter Geldhaus erlangen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil berichtete am 16. Oktober von konstruktiven Gesprächen mit UniCredit-Chef Andrea Orcel.
Die Bundesregierung stellt dabei insbesondere drei Forderungen in den Mittelpunkt: den Erhalt des Standorts Frankfurt, den Schutz der Beschäftigten und die Sicherung der Finanzierung mittelständischer Unternehmen.
Der Bund hält weiterhin eine bedeutende Beteiligung an der Commerzbank.
Eine vollständige Übernahme ist allerdings noch nicht abgeschlossen.
Unter anderem steht die wettbewerbsrechtliche Entscheidung der Europäischen Kommission aus.
Für Bankkunden ergeben sich aus der bisherigen Genehmigung zunächst keine unmittelbaren Änderungen bestehender Konten oder Kreditverträge.
Für Beschäftigte und Unternehmen bleibt jedoch die Frage wichtig, wie sich eine spätere Integration auf Filialen, Arbeitsplätze und die Kreditvergabe auswirken würde.
Die Entscheidung der EZB ist ein bedeutender Schritt, stellt aber noch keinen abgeschlossenen Unternehmenszusammenschluss dar.