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Phishing-Warnung für comdirect-Kunden: Gefälschte E-Mail fordert zur Kontoaktualisierung auf

FuchZ23 (CC0), Pixabay

Die Masche setzt gezielt auf die Sorge vieler Bankkunden um die Sicherheit ihres Kontos. Ausgerechnet mit dem Hinweis auf angeblich zunehmende Betrugsversuche versuchen die Absender, Vertrauen zu schaffen und Empfänger zu einer vermeintlichen Sicherheitsmaßnahme zu bewegen.

Die Nachricht erweckt den Eindruck, von comdirect zu stammen. Tatsächlich weisen mehrere Merkmale auf einen Phishing-Versuch hin.

Angebliche Sicherheitsmaßnahme soll Kunden zum Handeln bewegen

Im Mittelpunkt der betrügerischen Nachricht steht die Aufforderung, das eigene Konto im geschützten Kundenbereich zu aktualisieren.

Als Begründung wird eine angebliche Zunahme von Betrugsversuchen genannt. Deshalb sei es erforderlich, die Kontoinformationen zu überprüfen beziehungsweise zu aktualisieren.

Die Absender behaupten zudem, dass die Maßnahme notwendig sei, um den uneingeschränkten Zugriff auf sämtliche Funktionen und Dienste des Kontos zu gewährleisten.

Damit wird indirekt die Befürchtung geweckt, dass Bankkunden ohne die geforderte Aktualisierung möglicherweise Einschränkungen bei der Kontonutzung hinnehmen müssten.

Für die angebliche Überprüfung enthält die Nachricht einen Link mit der Aufschrift „Verifizierung durchführen“.

Genau hier liegt die Gefahr: Wer diesem Link folgt, könnte auf eine manipulierte Internetseite gelangen, die dem tatsächlichen Onlinebanking der comdirect ähnelt und zur Eingabe vertraulicher Informationen auffordert.

Mehrere Merkmale deuten auf einen Phishing-Versuch hin

Bereits bei genauerer Betrachtung der E-Mail fallen mehrere Warnsignale auf.

Besonders auffällig ist die unseriöse Absenderadresse. Bei betrügerischen Banknachrichten stimmt die tatsächliche Absenderdomain häufig nicht mit der offiziellen Internetadresse des angeblichen Kreditinstituts überein.

Ein weiteres Indiz ist die fehlende persönliche Anrede. Statt den Kunden individuell anzusprechen, bleibt die Nachricht allgemein gehalten.

Auch die Begründung wirkt wenig konkret. Zwar ist von zunehmenden Betrugsversuchen die Rede, doch es werden keine nachvollziehbaren Einzelheiten genannt, die eine Aktualisierung über den mitgeschickten Link erklären würden.

Hinzu kommt die direkte Aufforderung, eine sicherheitsrelevante Kontoüberprüfung über einen Link in der E-Mail vorzunehmen.

Die Kombination dieser Merkmale spricht deutlich für einen Phishing-Versuch.

Betrüger nutzen das Sicherheitsbedürfnis von Bankkunden aus

Die Vorgehensweise ist besonders perfide, weil die Nachricht nicht mit einer ungewöhnlichen Gewinnchance oder einer offensichtlichen Geldforderung arbeitet.

Stattdessen wird eine angebliche Schutzmaßnahme vorgeschoben.

Bankkunden sollen glauben, sie müssten ihre Daten aktualisieren, um ihr Konto vor Betrugsversuchen zu schützen und weiterhin uneingeschränkt nutzen zu können.

Solche Formulierungen können insbesondere dann Wirkung entfalten, wenn Empfänger ohnehin verunsichert sind oder befürchten, den Zugang zu ihrem Onlinebanking zu verlieren.

Die Aufforderung zur Verifizierung vermittelt zudem den Eindruck eines üblichen administrativen Vorgangs.

Tatsächlich sollten Bankkunden bei unerwarteten Aufforderungen zur Eingabe persönlicher oder finanzieller Daten grundsätzlich misstrauisch sein.

Welche Daten könnten bei einem Phishing-Angriff gefährdet sein?

Bei vergleichbaren Phishing-Angriffen versuchen Täter häufig, Zugangsdaten für das Onlinebanking abzugreifen.

Dazu können beispielsweise Benutzerkennungen, Passwörter oder andere vertrauliche Informationen gehören.

In manchen Fällen versuchen Kriminelle außerdem, zusätzliche Sicherheitsfreigaben zu erschleichen oder Betroffene dazu zu bringen, Transaktionen zu bestätigen.

Welche Daten über den Link der aktuell beschriebenen comdirect-Phishing-Mail konkret abgefragt werden, ist anhand der vorliegenden Informationen nicht bekannt.

Fest steht jedoch: Bankkunden sollten keine vertraulichen Zugangsdaten auf Internetseiten eingeben, die sie über einen unerwarteten E-Mail-Link erreicht haben.

So sollten comdirect-Kunden auf die Nachricht reagieren

Wer eine E-Mail mit dem Betreff „comdirect: Konto im Kundenbereich aktualisieren“ erhält, sollte den darin enthaltenen Link nicht anklicken.

Auch auf eine Antwort an den Absender sollte verzichtet werden.

Am sichersten ist es, die verdächtige Nachricht als Spam beziehungsweise Phishing zu markieren und anschließend zu löschen.

Wer tatsächlich ein Konto bei comdirect führt und überprüfen möchte, ob eine wichtige Mitteilung vorliegt, sollte dafür ausschließlich die offizielle Banking-App oder die selbst aufgerufene, bekannte Internetseite der Bank verwenden.

Entscheidend ist, den Zugang zum Onlinebanking unabhängig von der verdächtigen Nachricht herzustellen.

Auch eine telefonische Rückfrage kann sinnvoll sein. Dafür sollten allerdings ausschließlich Kontaktdaten genutzt werden, die über offizielle Bankunterlagen oder die bekannte Webseite erhältlich sind.

Was tun, wenn der Link bereits angeklickt wurde?

Wer den Link lediglich geöffnet, aber keine Daten eingegeben und keine Dateien heruntergeladen hat, sollte die Seite sofort schließen.

Wurden hingegen Zugangsdaten, Passwörter oder andere sensible Informationen übermittelt, besteht dringender Handlungsbedarf.

Betroffene sollten sich unverzüglich über einen vertrauenswürdigen Weg mit ihrer Bank in Verbindung setzen und den Vorfall schildern.

Gegebenenfalls müssen Zugangsdaten geändert, Onlinebanking-Zugänge gesperrt oder weitere Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet werden.

Wurden bereits unbekannte Überweisungen oder sonstige verdächtige Kontobewegungen festgestellt, sollte dies der Bank sofort gemeldet werden.

Bei konkretem Betrugsverdacht kann außerdem eine Strafanzeige sinnvoll sein.

Wichtig ist, verdächtige Nachrichten und mögliche Zahlungsbelege als Nachweise zu sichern.

Auch professionell gestaltete E-Mails können gefälscht sein

Bankkunden sollten sich nicht allein auf Logos, Farben oder eine professionell wirkende Gestaltung verlassen.

Betrüger können das Erscheinungsbild bekannter Banken nachahmen und dadurch einen offiziellen Eindruck erzeugen.

Auch eine Nachricht, die scheinbar von einer vertrauten Institution stammt, kann manipuliert sein.

Besonders aufmerksam sollten Empfänger werden, wenn eine E-Mail unerwartet zu einer Kontoüberprüfung auffordert und dafür einen direkten Link bereitstellt.

Eine echte Sicherheitsprüfung sollte grundsätzlich über die bekannten und selbst aufgerufenen Kommunikationswege der Bank nachvollzogen werden.

 

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