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Windpark Reher III: Fast 500.000 Euro weniger Schulden – doch Gesellschafterforderungen und kurzfristige Verpflichtungen steigen
Vorläufige Insolvenzverwaltung bei BiMa GmbH in Stein angeordnet

Windpark Reher III: Fast 500.000 Euro weniger Schulden – doch Gesellschafterforderungen und kurzfristige Verpflichtungen steigen

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Bilanzsumme sinkt um rund 491.000 Euro

Die Windpark Reher III GmbH & Co. KG mit Sitz in Reher hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 offengelegt.

Die Bilanzsumme verringerte sich von 5.899.722,93 Euro Ende 2024 auf 5.408.286,01 Euro zum 31. Dezember 2025.

Das entspricht einem Rückgang um 491.436,92 Euro beziehungsweise rund 8,3 Prozent.

Die Vermögensbasis der Gesellschaft ist damit innerhalb eines Jahres deutlich geschrumpft.

Der Rückgang betrifft insbesondere die Sachanlagen und die Forderungen.

Auf der Finanzierungsseite gingen die gesamten Verbindlichkeiten zurück. Das Eigenkapital blieb dagegen unverändert.

Diese Entwicklung kann auf eine fortschreitende Rückführung bestehender Finanzierungen hindeuten. Welche Zahlungsströme und Geschäftsvorgänge im Einzelnen dahinterstehen, lässt sich aus dem veröffentlichten Abschluss jedoch nicht vollständig nachvollziehen.

Sachanlagen verlieren mehr als 406.000 Euro an Buchwert

Das Anlagevermögen sank von 4.712.427,19 Euro auf 4.306.073,19 Euro.

Die Verringerung beträgt 406.354 Euro.

Der Rückgang entfällt vollständig auf die Sachanlagen. Deren Bilanzwert ging von 4.696.100,83 Euro auf 4.289.746,83 Euro zurück.

Die Finanzanlagen blieben mit 16.326,36 Euro unverändert.

Im Anhang erläutert die Gesellschaft, dass abnutzbare Sachanlagen über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden.

Der Rückgang des Sachanlagevermögens ist daher grundsätzlich mit planmäßigen Abschreibungen vereinbar.

Allerdings enthält der vorliegende Abschluss keinen detaillierten Anlagenspiegel.

Deshalb lässt sich nicht feststellen, ob die Veränderung ausschließlich auf Abschreibungen zurückgeht oder ob auch Anlagenzugänge beziehungsweise Anlagenabgänge eine Rolle spielten.

Ein sinkender Buchwert bedeutet nicht automatisch, dass die Windkraftanlagen technisch schlechter geworden sind oder im gleichen Umfang an Marktwert verloren haben.

Für eine solche Beurteilung wären weitere Informationen erforderlich.

Forderungen gehen um mehr als 70.000 Euro zurück

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich von 281.429,86 Euro auf 210.811,57 Euro.

Das entspricht einem Rückgang um 70.618,29 Euro beziehungsweise rund 25,1 Prozent.

Ob dieser Rückgang auf Zahlungseingänge, geringere offene Abrechnungen oder andere Vorgänge zurückzuführen ist, wird nicht erläutert.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens blieben unverändert bei 162.000 Euro.

Auch die Bankguthaben entwickelten sich weitgehend stabil.

Sie stiegen geringfügig von 429.691,08 Euro auf 430.948,34 Euro.

Der Zuwachs beträgt lediglich 1.257,26 Euro.

Damit ist der Bestand an liquiden Mitteln praktisch auf dem Vorjahresniveau geblieben.

Insgesamt sank das Umlaufvermögen von 873.120,94 Euro auf 803.759,91 Euro.

Das entspricht einem Rückgang um rund 7,9 Prozent.

Knapp 431.000 Euro auf Bankkonten

Mit einem Bankguthaben von rund 431.000 Euro verfügt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag über einen nennenswerten Bestand an liquiden Mitteln.

Zusätzlich weist sie Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 162.000 Euro aus.

Zusammen ergeben beide Positionen einen bilanziellen Wert von 592.948,34 Euro.

Allerdings sind Wertpapiere nicht ohne Weiteres mit frei verfügbaren Bankguthaben gleichzusetzen.

Ihre tatsächliche Liquidierbarkeit hängt unter anderem von der Art der Anlagen und möglichen Verfügungsbeschränkungen ab.

Welche Wertpapiere die Gesellschaft hält, wird nicht angegeben.

Auch bleibt offen, ob Teile der Bankguthaben oder Wertpapiere für bestimmte Zwecke gebunden sind.

Deshalb lässt sich aus der Addition dieser Positionen nicht unmittelbar ableiten, wie viel Geld jederzeit für laufende Zahlungen verfügbar wäre.

Gesamtverbindlichkeiten sinken um knapp zwölf Prozent

Auf der Passivseite zeigt sich zunächst eine positive Entwicklung.

Die Verbindlichkeiten verringerten sich von 4.162.978,60 Euro auf 3.663.992,68 Euro.

Das entspricht einem Rückgang um 498.985,92 Euro beziehungsweise rund zwölf Prozent.

Eine geringere Gesamtverschuldung kann die langfristige finanzielle Belastung reduzieren.

Entscheidend ist jedoch, welche Verbindlichkeiten zurückgeführt wurden und welche Zahlungen in den kommenden Jahren anstehen.

Hier zeigt der Abschluss ein differenziertes Bild.

Während die Gesamtverschuldung sinkt, steigen die Verpflichtungen gegenüber Gesellschaftern.

Auch die im Anhang genannten kurzfristigen Verbindlichkeiten nehmen zu.

Allerdings enthalten die Angaben zu den Restlaufzeiten eine rechnerische Unstimmigkeit, die bei der Bewertung berücksichtigt werden muss.

Auffällige Unstimmigkeit bei den Restlaufzeiten

Im Anhang werden Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 1.295.392,68 Euro ausgewiesen.

Für Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr nennt der Anhang 2.960.760 Euro.

Zusammen ergeben diese Beträge 4.256.152,68 Euro.

In der Bilanz stehen jedoch gesamte Verbindlichkeiten von lediglich 3.663.992,68 Euro.

Die beiden Restlaufzeitangaben übersteigen die ausgewiesenen Gesamtverbindlichkeiten damit um 592.160 Euro.

Das ist eine erhebliche rechnerische Abweichung.

Auch die Vorjahreswerte passen nicht zur Bilanzsumme der Verbindlichkeiten.

Für 2024 nennt der Anhang kurzfristige Verbindlichkeiten von 1.202.218,60 Euro und längerfristige Verpflichtungen von 3.552.920 Euro.

Zusammen sind das 4.755.138,60 Euro.

Die Bilanz weist dagegen nur 4.162.978,60 Euro aus.

Die Differenz beträgt ebenfalls 592.160 Euro.

Bemerkenswert ist, dass die Abweichung in beiden Jahren exakt gleich hoch ausfällt.

Ob es sich um einen Übertragungsfehler, eine fehlerhafte Zuordnung oder eine andere Ursache handelt, geht aus den Unterlagen nicht hervor.

Ohne eine Klarstellung durch die Gesellschaft lässt sich die tatsächliche Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten deshalb nicht verlässlich bestimmen.

Kurzfristige Schulden laut Anhang gestiegen

Ungeachtet dieser Unstimmigkeit zeigt der Vergleich der im Anhang genannten kurzfristigen Verbindlichkeiten einen Anstieg.

Sie erhöhten sich von 1.202.218,60 Euro auf 1.295.392,68 Euro.

Das entspricht einem Zuwachs um 93.174,08 Euro beziehungsweise rund 7,8 Prozent.

Gleichzeitig sank das Umlaufvermögen auf 803.759,91 Euro.

Legt man die im Anhang ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten zugrunde, übersteigen diese das Umlaufvermögen um 491.632,77 Euro.

Im Vorjahr hätte die entsprechende Differenz 329.097,66 Euro betragen.

Die rechnerische Deckung kurzfristiger Verpflichtungen hätte sich damit verschlechtert.

Wegen der widersprüchlichen Restlaufzeitangaben ist diese Kennzahl jedoch nur eingeschränkt belastbar.

Zudem sagt eine solche Stichtagsrechnung allein nichts darüber aus, ob das Unternehmen seine tatsächlich fälligen Zahlungen leisten kann.

Dafür wären Informationen zu laufenden Stromerlösen, Zahlungsterminen und verfügbaren Finanzierungsmöglichkeiten erforderlich.

Gesellschafterverbindlichkeiten steigen um mehr als 109.000 Euro

Besonders auffällig ist die Entwicklung der Verpflichtungen gegenüber Gesellschaftern.

Diese stiegen von 551.511,78 Euro auf 660.628,66 Euro.

Das entspricht einem Zuwachs um 109.116,88 Euro beziehungsweise rund 19,8 Prozent.

Damit entfallen rechnerisch etwa 18 Prozent der gesamten bilanzierten Verbindlichkeiten auf Gesellschafter.

Im Anhang werden diese Beträge den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten zugeordnet.

Die entsprechenden Verbindlichkeiten belaufen sich insgesamt auf 703.232,68 Euro.

Davon betreffen 660.628,66 Euro die Gesellschafter.

Damit machen Gesellschafterverbindlichkeiten rund 94 Prozent dieser zusammengefassten Position aus.

Welche konkreten Vereinbarungen den Verpflichtungen zugrunde liegen, wird nicht erläutert.

Offen ist insbesondere, ob es sich um Darlehen, Abrechnungsverbindlichkeiten oder andere Ansprüche handelt.

Auch die Fälligkeiten und mögliche Zinsbedingungen werden nicht genannt.

Der deutliche Anstieg ist deshalb ein wichtiger Punkt für die weitere wirtschaftliche Bewertung.

Keine Verbindlichkeiten mit mehr als fünf Jahren Restlaufzeit

Nach Angaben des Anhangs bestanden Ende 2025 keine Verbindlichkeiten mehr mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Im Vorjahr waren dafür noch 592.120 Euro ausgewiesen worden.

Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass entsprechende Schulden vollständig zurückgezahlt wurden.

Restlaufzeiten verändern sich auch durch den Zeitablauf.

Eine Verbindlichkeit, die Ende 2024 noch länger als fünf Jahre lief, kann Ende 2025 in eine kürzere Restlaufzeitklasse fallen.

Im Anhang wird außerdem erklärt, dass die Verbindlichkeiten bis auf übliche Eigentumsvorbehalte unbesichert sind.

Damit nennt die Gesellschaft keine darüber hinausgehenden besonderen Sicherungsrechte.

Die tatsächliche Fälligkeitsstruktur bleibt jedoch wegen der beschriebenen rechnerischen Abweichungen klärungsbedürftig.

Eigenkapital bleibt bei 1,2 Millionen Euro

Das Eigenkapital beträgt unverändert 1.201.000 Euro.

Es besteht vollständig aus Kapitalanteilen der Kommanditisten.

Ein gesonderter Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wird für beide Geschäftsjahre mit null Euro ausgewiesen.

Daraus lässt sich allerdings nicht schließen, dass die Gesellschaft 2025 weder Gewinn noch Verlust erwirtschaftet hat.

Bei einer Kommanditgesellschaft können Ergebnisse über Gesellschafterkonten erfasst und verteilt werden.

Ohne Gewinn- und Verlustrechnung sowie weitere Angaben zur Ergebnisverwendung lässt sich das tatsächliche Jahresergebnis nicht bestimmen.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich rechnerisch von rund 20,4 Prozent Ende 2024 auf rund 22,2 Prozent Ende 2025.

Dieser Anstieg ist allerdings allein durch die gesunkene Bilanzsumme erklärbar, da das ausgewiesene Eigenkapital unverändert blieb.

Rückstellungen und latente Steuern steigen

Die Rückstellungen erhöhten sich von 105.561 Euro auf 119.710 Euro.

Das entspricht einem Zuwachs um 14.149 Euro beziehungsweise rund 13,4 Prozent.

Der Anhang erläutert allgemein die Bildung von Steuer- und sonstigen Rückstellungen.

Eine genaue Aufschlüsselung der Beträge fehlt jedoch.

Zusätzlich weist die Gesellschaft passive latente Steuern in Höhe von 176.800 Euro aus.

Im Vorjahr betrugen sie 170.000 Euro.

Damit stieg diese Position um 6.800 Euro.

Passive latente Steuern können entstehen, wenn handelsrechtliche und steuerliche Wertansätze voneinander abweichen und sich daraus künftige steuerliche Belastungen ergeben.

Die Gesellschaft bestätigt im Anhang ausdrücklich, dass entsprechende Unterschiede berücksichtigt wurden.

Welche Bilanzpositionen die latenten Steuern im Einzelnen verursachen, wird nicht angegeben.

Die Position ist daher nicht mit einer unmittelbar fälligen Steuerzahlung gleichzusetzen.

Rechnungsabgrenzungsposten fallen ins Gewicht

Auf der Aktivseite weist die Gesellschaft Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 298.452,91 Euro aus.

Im Vorjahr waren es 314.174,80 Euro.

Auf der Passivseite stehen Rechnungsabgrenzungsposten von 246.783,33 Euro.

Diese lagen 2024 noch bei 260.183,33 Euro.

Beide Positionen sind damit leicht zurückgegangen.

Rechnungsabgrenzungsposten dienen dazu, Zahlungen wirtschaftlich den richtigen Geschäftsjahren zuzuordnen.

Welche konkreten Verträge oder Geschäftsvorgänge dahinterstehen, geht aus den veröffentlichten Angaben nicht hervor.

Angesichts der Größenordnung wären nähere Erläuterungen für eine umfassende wirtschaftliche Analyse hilfreich.

Windpark beschäftigt keine eigenen Arbeitnehmer

Nach dem Jahresabschluss beschäftigte die Windpark Reher III GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2025 durchschnittlich keine eigenen Arbeitnehmer.

Bei projektbezogenen Windparkgesellschaften ist dies nicht ungewöhnlich.

Technische Wartung, Betriebsführung, kaufmännische Verwaltung und weitere Aufgaben können von externen Dienstleistern übernommen werden.

Welche Unternehmen diese Leistungen erbringen, wird im vorliegenden Anhang nicht genannt.

Die Beschäftigtenzahl von null lässt daher keine Aussage über den tatsächlichen Betreuungs- oder Betriebsaufwand des Windparks zu.

Gewinn- und Verlustrechnung fehlt in den veröffentlichten Angaben

Eine wesentliche Einschränkung bei der wirtschaftlichen Bewertung besteht darin, dass keine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung vorliegt.

Damit fehlen Angaben zu Umsatzerlösen, Stromproduktion, Betriebskosten, Abschreibungen, Zinsaufwendungen und Jahresergebnis.

Auch die Entwicklung der tatsächlich erwirtschafteten Zahlungsmittel ist nicht ersichtlich.

Gerade bei einer Windparkgesellschaft sind diese Informationen entscheidend.

Denn die Fähigkeit, Verbindlichkeiten zu bedienen, hängt wesentlich davon ab, welche Einnahmen die Anlagen erzielen und welche Kosten ihnen gegenüberstehen.

Die Bilanz zeigt zwar einen Rückgang der Gesamtverschuldung.

Sie erklärt jedoch nicht, wie dieser finanziert wurde.

Ebenso bleibt offen, ob die Gesellschaft 2025 Ausschüttungen an Gesellschafter vorgenommen hat.

Jahresabschluss im Juni festgestellt

Der Jahresabschluss wurde am 30. Juni 2026 in Reher unterzeichnet.

Als Unterzeichner ist Günter Hartmann genannt.

Nach den veröffentlichten Angaben wurde der Abschluss am selben Tag festgestellt.

Die Veröffentlichung trägt das Datum 15. Oktober 2026.

Die Gesellschaft ist beim Registergericht Pinneberg unter der Registernummer 7327 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen für kleine Personengesellschaften aufgestellt.

Ein gesonderter Bestätigungsvermerk eines Abschlussprüfers ist in den bereitgestellten Unterlagen nicht enthalten.

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