Das Insolvenzgericht Wiesbaden hat den Insolvenzantrag über das Vermögen der Norsk Development GmbH vert.d.d.Gf.Thomas Schulze Wischeler mit Sitz in Wiesbaden abgewiesen. Nach der amtlichen Bekanntmachung unter dem Aktenzeichen 10 IN 79/26 wurde der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 12.10.2026 mangels Masse abgewiesen. Veröffentlicht wurde die Mitteilung am 14.10.2026.
Was „mangels Masse“ bedeutet
Die Abweisung mangels Masse heißt für Laien: Das Gericht eröffnet kein Insolvenzverfahren, weil das vorhandene Vermögen des Unternehmens voraussichtlich nicht einmal ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu bezahlen. Es kommt damit nicht zu einem regulären Insolvenzverfahren mit einem Insolvenzverwalter.
Für Gläubiger bedeutet das in der Regel: Es gibt keine geordnete Verteilung von Vermögenswerten im Rahmen eines eröffneten Verfahrens. Forderungen müssen grundsätzlich selbst weiterverfolgt werden; die Aussichten auf eine Zahlung sind meist gering. Die amtliche Bekanntmachung nennt außerdem, dass der vollständige Beschluss in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts eingesehen werden kann.
Folgen für das Unternehmen und die Gläubiger
Wird ein Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen, ist das für das Unternehmen ein besonders schwerer Schritt. Es gibt keinen Insolvenzverwalter, der das Vermögen sichert und verteilt. Nach der üblichen rechtlichen Folge kann das zu einer Eintragung ins Handelsregister und in der Regel zur Auflösung der Gesellschaft sowie später zur Löschung führen. Für Betroffene ist wichtig: Offene Forderungen, etwa aus Lieferungen, Leistungen, Anzahlungen oder Gutscheinen, sind damit nicht automatisch erledigt, müssen aber außerhalb eines Insolvenzverfahrens verfolgt werden.
Die vorliegende Bekanntmachung enthält keine Angaben dazu, warum die Mittel nicht ausreichen, wie hoch mögliche Forderungen sind oder wie viele Gläubiger betroffen sein könnten. Solche Punkte lassen sich aus der Mitteilung nicht entnehmen.
Was Betroffene jetzt tun können
Betroffene sollten ihre Unterlagen sorgfältig sichern. Dazu gehören Verträge, Rechnungen, Zahlungsbelege, E-Mails und sonstige Nachweise über offene Ansprüche. Wer noch Forderungen gegen die Gesellschaft hat, sollte prüfen, ob rechtliche Schritte außerhalb des Insolvenzverfahrens sinnvoll sind. In schwierigen Fällen kann es hilfreich sein, frühzeitig Rechtsrat einzuholen, um Fristen und Möglichkeiten richtig einzuschätzen.
Für Verbraucher gilt: Wenn noch offene Leistungen, Anzahlungen oder Gutscheine im Raum stehen, sollten alle Belege geordnet aufbewahrt werden. So lassen sich Ansprüche später besser nachweisen.