Windpark Löhne legt Jahresabschluss für 2025/2026 vor
Die Windpark Löhne A/S & Co. KG aus Harrislee hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026 veröffentlicht.
Der Abschluss wurde am 12. September 2026 festgestellt beziehungsweise gebilligt. Die Veröffentlichung datiert vom 7. Oktober 2026.
Die Unterlagen enthalten neben der Bilanz auch eine Gewinn- und Verlustrechnung, Angaben zur Ergebnisverwendung sowie einen Anhang.
Damit lässt sich die wirtschaftliche Entwicklung genauer beurteilen als bei Gesellschaften, die lediglich eine verkürzte Bilanz veröffentlichen.
Allerdings bleiben auch hier wichtige Fragen offen.
Insbesondere enthält der Abschluss keine näheren Erläuterungen zu den Ursachen des Umsatzrückgangs, zur Zusammensetzung der betrieblichen Aufwendungen oder zur Werthaltigkeit der hohen Forderungen gegenüber Gesellschaftern.
Umsatzerlöse sinken um fast 64.000 Euro
Die Umsatzerlöse der Windpark Löhne A/S & Co. KG beliefen sich im Geschäftsjahr 2025/2026 auf 241.806,89 Euro.
Im vorangegangenen Geschäftsjahr waren es noch 305.733,93 Euro gewesen.
Damit gingen die Erlöse um 63.927,04 Euro beziehungsweise rund 20,9 Prozent zurück.
Für eine Windparkgesellschaft ist diese Entwicklung wirtschaftlich bedeutsam.
Die Umsatzerlöse bilden eine wesentliche Grundlage für die Finanzierung laufender Betriebskosten und anderer Verpflichtungen.
Welche Ursachen hinter dem Rückgang stehen, geht aus dem Jahresabschluss jedoch nicht hervor.
Denkbar wären beispielsweise Veränderungen der Stromproduktion, unterschiedliche Windverhältnisse, technische Stillstandszeiten oder Veränderungen bei der Vergütung beziehungsweise Vermarktung des erzeugten Stroms.
Ob einer dieser Faktoren tatsächlich eine Rolle gespielt hat, lässt sich aus den vorliegenden Unterlagen nicht feststellen.
Eine seriöse Bewertung muss deshalb zwischen der nachgewiesenen Umsatzentwicklung und möglichen Erklärungen unterscheiden.
Fest steht: Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2025/2026 rund ein Fünftel weniger Umsatz als im Vorjahr.
Jahresüberschuss schrumpft auf 759 Euro
Noch deutlicher als die Umsatzerlöse ging das Jahresergebnis zurück.
Im Geschäftsjahr 2024/2025 hatte die Windpark Löhne A/S & Co. KG einen Jahresüberschuss von 10.537,99 Euro erzielt.
Für 2025/2026 weist die Gesellschaft lediglich 759,19 Euro aus.
Das entspricht einer Verringerung um 9.778,80 Euro beziehungsweise rund 92,8 Prozent.
Damit blieb von dem ohnehin überschaubaren Vorjahresgewinn nur ein kleiner Betrag übrig.
Gemessen am Umsatz lag die Jahresüberschussmarge im Geschäftsjahr 2025/2026 bei rund 0,31 Prozent.
Im Vorjahr hatte sie noch rund 3,45 Prozent betragen.
Das bedeutet, dass von jeweils 100 Euro Umsatz rechnerisch nur noch rund 31 Cent als Jahresüberschuss verblieben.
Die Gesellschaft arbeitete damit zwar weiterhin mit einem positiven Jahresergebnis, verfügte aber nur über einen sehr geringen bilanziellen Ergebnispuffer.
Bereits vergleichsweise kleine zusätzliche Belastungen könnten bei unveränderten Rahmenbedingungen ausreichen, um ein solches Ergebnis ins Negative zu drehen.
Daraus folgt jedoch nicht, dass für das nächste Geschäftsjahr tatsächlich ein Verlust zu erwarten ist.
Eine entsprechende Prognose wäre ohne weitere Informationen nicht belastbar.
Materialaufwand steigt trotz rückläufiger Umsätze
Besonders auffällig ist die Entwicklung des Materialaufwands.
Dieser erhöhte sich von 11.689,11 Euro im Geschäftsjahr 2024/2025 auf 31.748,57 Euro im Geschäftsjahr 2025/2026.
Das entspricht einem Anstieg um 20.059,46 Euro beziehungsweise rund 171,6 Prozent.
Die Kosten haben sich damit mehr als verdoppelt, obwohl die Umsatzerlöse deutlich zurückgingen.
Der Anstieg entfällt nahezu vollständig auf bezogene Leistungen.
Diese erhöhten sich von 2.728 Euro auf 22.860,04 Euro.
Damit stiegen die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 20.132,04 Euro.
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren blieben dagegen nahezu unverändert.
Sie lagen im aktuellen Geschäftsjahr bei 8.888,53 Euro gegenüber 8.961,11 Euro im Vorjahr.
Die deutliche Zunahme der bezogenen Leistungen ist daher einer der wichtigsten erklärungsbedürftigen Punkte des Jahresabschlusses.
Welche konkreten Dienstleistungen oder betrieblichen Vorgänge dahinterstehen, wird nicht erläutert.
Es lässt sich deshalb nicht feststellen, ob beispielsweise zusätzliche Wartungsarbeiten, technische Dienstleistungen oder andere betriebliche Leistungen die höheren Kosten verursacht haben.
Sonstige betriebliche Aufwendungen sinken deutlich
Während der Materialaufwand erheblich stieg, gingen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurück.
Im Geschäftsjahr 2024/2025 beliefen sie sich auf 287.787,99 Euro.
Für 2025/2026 wurden noch 209.299,13 Euro ausgewiesen.
Das entspricht einer Verringerung um 78.488,86 Euro beziehungsweise rund 27,3 Prozent.
Diese Entlastung war für das Jahresergebnis von großer Bedeutung.
Denn ohne den deutlichen Rückgang dieser Aufwendungen hätte der niedrigere Umsatz bei gleichzeitig gestiegenem Materialaufwand rechnerisch zu einem wesentlich ungünstigeren Ergebnis geführt.
Allerdings fehlt im vorliegenden Abschluss eine detaillierte Aufschlüsselung dieser Kostenposition.
Damit bleibt offen, welche konkreten Ausgaben zurückgegangen sind.
Auch ist nicht ersichtlich, ob es sich um dauerhaft niedrigere Kosten oder um Veränderungen handelt, die nur das betreffende Geschäftsjahr beeinflusst haben.
Für eine Beurteilung der nachhaltigen Ertragskraft wäre diese Unterscheidung wichtig.
Kostenstruktur lässt kaum noch Spielraum
Die Kombination aus sinkenden Umsätzen und veränderten Aufwendungen verdeutlicht, wie eng die wirtschaftlichen Spielräume im Geschäftsjahr 2025/2026 waren.
Den Umsatzerlösen von 241.806,89 Euro standen Materialaufwendungen von 31.748,57 Euro und sonstige betriebliche Aufwendungen von 209.299,13 Euro gegenüber.
Zusammen ergeben diese beiden Aufwandspositionen 241.047,70 Euro.
Damit verblieben rechnerisch nur 759,19 Euro.
Dieser Betrag entspricht dem ausgewiesenen Jahresüberschuss.
Im Vorjahr hatte die Gesellschaft zusätzlich sonstige betriebliche Erträge von 4.281,16 Euro ausgewiesen.
Für 2025/2026 enthält die entsprechende Position im bereitgestellten Abschluss keinen Betrag.
Die ausgewiesenen Umsatzerlöse und Aufwendungen erklären das aktuelle Jahresergebnis bereits vollständig.
Der Abschluss zeigt damit eine Gesellschaft, deren laufende Erträge die ausgewiesenen Aufwendungen nur knapp überstiegen.
Bilanzsumme wächst trotz schwächerer Ertragslage
Während Umsatz und Gewinn zurückgingen, erhöhte sich die Bilanzsumme.
Zum 30. Juni 2026 betrug das Gesamtvermögen 329.642,42 Euro.
Ein Jahr zuvor waren es 309.515,54 Euro gewesen.
Die Bilanzsumme stieg damit um 20.126,88 Euro beziehungsweise rund 6,5 Prozent.
Auf den ersten Blick könnte diese Entwicklung positiv erscheinen.
Allerdings zeigt die Zusammensetzung der Aktivseite, dass der Vermögenszuwachs nicht auf höhere Bankguthaben oder neue Sachanlagen zurückzuführen ist.
Vielmehr liegt der größte Teil des Vermögens in Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen.
Das ist für die Bewertung der finanziellen Stabilität entscheidend.
Denn Forderungen sind nicht mit bereits verfügbaren Zahlungsmitteln gleichzusetzen.
Technische Anlagen stehen nur noch mit zwei Euro in der Bilanz
Eine Besonderheit des Jahresabschlusses betrifft das Anlagevermögen.
Die technischen Anlagen und Maschinen werden sowohl zum 30. Juni 2025 als auch zum 30. Juni 2026 mit lediglich 2 Euro ausgewiesen.
Damit besitzt die Gesellschaft bilanziell praktisch kein nennenswertes Sachanlagevermögen mehr.
Dieser geringe Buchwert bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die betreffenden Anlagen technisch wertlos oder außer Betrieb sind.
Ein Vermögensgegenstand kann handelsrechtlich weitgehend abgeschrieben sein und dennoch weiterhin wirtschaftlich genutzt werden.
Auch lässt sich aus dem Buchwert allein kein aktueller Marktwert ableiten.
Der Jahresabschluss enthält keine näheren Angaben zum Alter, zur technischen Leistungsfähigkeit oder zum Zustand der Anlagen.
Für die wirtschaftliche Bewertung wäre deshalb interessant, ob und in welchem Umfang die technischen Einrichtungen weiterhin genutzt werden und welche zukünftigen Investitionen erforderlich sein könnten.
Forderungen gegen Gesellschafter erreichen mehr als 282.000 Euro
Der mit Abstand größte Vermögensposten der Gesellschaft sind die Forderungen gegen Gesellschafter.
Sie beliefen sich zum 30. Juni 2026 auf 282.342,23 Euro.
Im Vorjahr waren es 248.996,02 Euro.
Damit stiegen diese Forderungen um 33.346,21 Euro beziehungsweise rund 13,4 Prozent.
Gemessen an der Bilanzsumme machen die Gesellschafterforderungen inzwischen rund 85,7 Prozent des gesamten ausgewiesenen Vermögens aus.
Das ist eine auffällige Konzentration.
Der überwiegende Teil der Aktivseite besteht somit aus Ansprüchen gegenüber Gesellschaftern und nicht aus Bankguthaben oder Sachanlagen.
Solche Forderungen sind nicht grundsätzlich problematisch.
Entscheidend ist jedoch, welche Vereinbarungen ihnen zugrunde liegen, wann sie fällig werden und ob sie vollständig realisiert werden können.
Der Jahresabschluss enthält dazu keine näheren Informationen.
Insbesondere bleibt offen, ob es sich um Darlehen, Verrechnungskonten oder andere Ansprüche handelt.
Auch die Bonität der jeweiligen Schuldner lässt sich aus dem Abschluss nicht beurteilen.
Für Anleger und Gläubiger ist deshalb die Frage nach der Werthaltigkeit und Fälligkeit dieser Forderungen besonders wichtig.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gehen zurück
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken deutlich.
Zum 30. Juni 2025 waren noch 33.890,82 Euro ausgewiesen worden.
Ein Jahr später betrug die Position nur noch 10.073,71 Euro.
Das entspricht einem Rückgang um 23.817,11 Euro beziehungsweise rund 70,3 Prozent.
Diese Entwicklung kann unterschiedliche Ursachen haben.
Denkbar sind beispielsweise geringere offene Abrechnungsbeträge oder ein veränderter Zeitpunkt der Zahlungseingänge.
Aus dem Abschluss geht jedoch nicht hervor, welche Faktoren tatsächlich maßgeblich waren.
Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen gleichzeitig von 2.694,89 Euro auf 13.060,04 Euro.
Damit erhöhte sich auch diese Position deutlich.
Eine nähere Erläuterung ihrer Zusammensetzung fehlt.
Bankguthaben betragen lediglich 1.920 Euro
Besonders aufmerksam macht die geringe Höhe der liquiden Mittel.
Zum 30. Juni 2026 verfügte die Gesellschaft über Kassenbestand und Bankguthaben von insgesamt 1.920,44 Euro.
Im Vorjahr waren es 1.278,70 Euro.
Damit stieg der Zahlungsmittelbestand zwar um 641,74 Euro.
Absolut betrachtet bleibt er jedoch sehr niedrig.
Gemessen an der Bilanzsumme entsprechen die liquiden Mittel lediglich rund 0,6 Prozent.
Das bedeutet, dass nahezu das gesamte bilanzierte Vermögen in anderen Positionen gebunden ist.
Für die kurzfristige Zahlungsfähigkeit ist diese Struktur relevant.
Denn laufende Rechnungen und andere fällige Verpflichtungen können nicht unmittelbar mit bilanziellen Forderungen beglichen werden, solange diese noch nicht bezahlt wurden.
Allerdings zeigt eine Bilanz immer nur die Situation zu einem bestimmten Stichtag.
Ob kurz nach dem 30. Juni 2026 größere Zahlungseingänge erfolgten, ist nicht bekannt.
Auch mögliche Finanzierungsmöglichkeiten oder Zahlungsvereinbarungen gehen aus den vorliegenden Unterlagen nicht hervor.
Der geringe Bankbestand ist deshalb ein Hinweis auf eine knappe Stichtagsliquidität, aber kein Beweis für Zahlungsunfähigkeit.
Verbindlichkeiten steigen von 8.704 Euro auf fast 52.000 Euro
Eine der auffälligsten Entwicklungen zeigt sich auf der Passivseite.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von 8.704,02 Euro auf 51.947,31 Euro.
Das entspricht einem Anstieg um 43.243,29 Euro beziehungsweise rund 496,8 Prozent.
Damit lagen die gesamten Verbindlichkeiten fast sechsmal so hoch wie im Vorjahr.
Besonders stark stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Sie erhöhten sich von 6.678,14 Euro auf 49.571,52 Euro.
Das ist ein Zuwachs um 42.893,38 Euro.
Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen dagegen nur leicht von 2.025,88 Euro auf 2.375,79 Euro.
Der Anstieg der Gesamtverbindlichkeiten ist somit fast vollständig auf höhere offene Lieferanten- und Leistungsrechnungen zurückzuführen.
Welche konkreten Verpflichtungen dahinterstehen, erläutert der Abschluss nicht.
Sämtliche Verbindlichkeiten sind kurzfristig
Im Anhang weist die Gesellschaft ausdrücklich darauf hin, dass sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr haben.
Damit sind die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen 51.947,31 Euro innerhalb von zwölf Monaten fällig.
Dem standen lediglich 1.920,44 Euro an unmittelbar verfügbaren liquiden Mitteln gegenüber.
Die Bankguthaben deckten damit rechnerisch nur rund 3,7 Prozent der ausgewiesenen Verbindlichkeiten ab.
Anders ausgedrückt: Die kurzfristigen Verbindlichkeiten waren etwa 27-mal so hoch wie der vorhandene Zahlungsmittelbestand.
Diese Gegenüberstellung ist für die Liquiditätsanalyse bedeutsam.
Sie darf allerdings nicht isoliert betrachtet werden.
Denn zusätzlich verfügt die Gesellschaft über Forderungen von insgesamt 305.475,98 Euro.
Sollten diese fristgerecht und vollständig eingehen, könnten daraus Mittel zur Begleichung offener Verpflichtungen entstehen.
Gerade deshalb kommt der Frage nach der Einbringlichkeit der Gesellschafterforderungen eine zentrale Bedeutung zu.
Ohne Angaben zu deren Fälligkeit und Zahlungsfähigkeit der Schuldner lässt sich die kurzfristige Liquiditätslage nicht abschließend beurteilen.
Rückstellungen nahezu halbiert
Die sonstigen Rückstellungen gingen deutlich zurück.
Zum 30. Juni 2025 hatte die Gesellschaft noch 50.325,60 Euro ausgewiesen.
Zum 30. Juni 2026 waren es 26.450 Euro.
Der Rückgang beträgt 23.875,60 Euro beziehungsweise rund 47,4 Prozent.
Rückstellungen dienen der bilanziellen Berücksichtigung ungewisser Verpflichtungen und erkennbarer Risiken.
Welche Sachverhalte im konkreten Fall erfasst wurden, erläutert der Abschluss nicht.
Deshalb lässt sich nicht feststellen, ob der Rückgang auf die Erfüllung bestehender Verpflichtungen, eine veränderte Bewertung oder die Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen zurückzuführen ist.
Für eine weitergehende Analyse wäre eine Aufschlüsselung dieser Position hilfreich.
Eigenkapital bleibt stabil – trotz schwachen Gewinns
Das Eigenkapital der Windpark Löhne A/S & Co. KG erhöhte sich geringfügig.
Zum 30. Juni 2025 betrug es 250.485,92 Euro.
Ein Jahr später wurden 251.245,11 Euro ausgewiesen.
Die Differenz von 759,19 Euro entspricht exakt dem Jahresüberschuss des aktuellen Geschäftsjahres.
Der Gewinn wurde nach den Angaben zur Ergebnisverwendung den Kapitalkonten gutgeschrieben.
Ein gesonderter Bilanzgewinn wird daher nicht ausgewiesen.
Die Eigenkapitalquote lag zum 30. Juni 2026 bei rund 76,2 Prozent.
Im Vorjahr hatte sie noch rund 80,9 Prozent betragen.
Damit bleibt die Eigenkapitalausstattung bilanziell hoch, auch wenn sich die Quote um rund 4,7 Prozentpunkte verringerte.
Diese Entwicklung erklärt sich vor allem daraus, dass die Bilanzsumme stärker zunahm als das Eigenkapital.
Die hohe Eigenkapitalquote kann grundsätzlich als stabilisierender Faktor betrachtet werden.
Allerdings besteht der wesentliche Teil des bilanzierten Vermögens aus Forderungen gegenüber Gesellschaftern.
Deren Werthaltigkeit ist deshalb auch für die Aussagekraft der Eigenkapitalposition von Bedeutung.
Keine Arbeitnehmer beschäftigt
Im Anhang erklärt die Gesellschaft, dass im Geschäftsjahr keine Arbeitnehmer beschäftigt waren.
Das ist bei Windparkgesellschaften nicht ungewöhnlich.
Betrieb, Verwaltung, Wartung und andere Aufgaben können an externe Dienstleister vergeben werden.
Welche Unternehmen diese Leistungen im konkreten Fall erbringen und welche vertraglichen Kosten damit verbunden sind, geht aus dem Abschluss jedoch nicht hervor.
Vor dem Hintergrund des stark gestiegenen Aufwands für bezogene Leistungen wären zusätzliche Informationen über die Dienstleistungsverträge besonders aufschlussreich.
Geschäftsführung durch Visventi Komplementar A/S
Die Geschäftsführung der Windpark Löhne A/S & Co. KG erfolgte im Geschäftsjahr 2025/2026 nach den Angaben des Anhangs durch die Visventi Komplementar A/S.
Diese wird durch Hans Christian Jensen vertreten.
Die Gesellschaft nennt die Visventi Komplementar A/S auch als gegenwärtige Geschäftsführung.
Aus den veröffentlichten Unterlagen ergeben sich keine Hinweise auf Pflichtverletzungen oder ein Fehlverhalten der verantwortlichen Personen.
Die wirtschaftlichen Veränderungen begründen jedoch sachliche Fragen zur Entwicklung des Unternehmens.
Dazu gehören insbesondere der erhebliche Umsatzrückgang, die starke Zunahme der Lieferantenverbindlichkeiten und die hohe Konzentration des Vermögens auf Gesellschafterforderungen.