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RWE Green Gecco Windparks 2025: 4,65 Millionen Euro Ergebnis – aber nur 181.129 Euro Eigenkapital und fast 24,2 Millionen Euro Konzernschulden
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RWE Green Gecco Windparks 2025: 4,65 Millionen Euro Ergebnis – aber nur 181.129 Euro Eigenkapital und fast 24,2 Millionen Euro Konzernschulden

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die RWE Green Gecco Windparks GmbH mit Sitz in Walsrode hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Gegenstand des Unternehmens sind Planung, Entwicklung, Errichtung, Repowering und Betrieb von Windenergieanlagen und Windparks sowie die Vermarktung des erzeugten Stroms. Alleinige Gesellschafterin ist die Green Gecco GmbH & Co. KG. Zudem wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der RWE AG einbezogen.

Gerade diese Konzernverflechtung ist für die Bewertung der Zahlen entscheidend.

Umsatz sinkt um knapp zehn Prozent

Die Umsatzerlöse gingen 2025 von 11,514 Millionen Euro auf 10,378 Millionen Euro zurück.

Das entspricht einem Minus von rechnerisch rund 9,9 Prozent.

Die Erlöse stammen vollständig aus der Stromerzeugung aus Windkraft und wurden ausschließlich im Inland erzielt.

Auch die sonstigen betrieblichen Erträge gingen deutlich zurück: von 453.150 Euro auf 158.408 Euro.

Für Anleger ist damit zunächst festzuhalten: Die Gesellschaft konnte das Umsatzniveau des Vorjahres 2025 nicht halten.

Aus dem Jahresabschluss geht jedoch nicht hervor, welcher Anteil des Rückgangs beispielsweise auf Windverhältnisse, Strompreise, technische Verfügbarkeit oder andere Faktoren zurückzuführen ist. Eine solche Ursache sollte deshalb aus den Zahlen nicht abgeleitet werden.

Ergebnis vor Gewinnabführung weiterhin bei 4,65 Millionen Euro

Trotz des Umsatzrückgangs weist die Gewinn- und Verlustrechnung ein Ergebnis nach Steuern von 4,650 Millionen Euro aus.

Im Vorjahr waren es 5,281 Millionen Euro.

Damit ging auch dieses Ergebnis zurück – rechnerisch um knapp 12 Prozent.

Gemessen am Umsatz entspricht das 2025 rechnerisch immer noch rund 44,8 Prozent.

Diese Relation darf nicht mit einer klassischen operativen Umsatzrendite gleichgesetzt werden, zeigt aber dennoch, dass nach den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen ein erheblicher Ergebnisbetrag verbleibt.

Für eine Windparkgesellschaft ist außerdem der hohe Abschreibungsaufwand zu berücksichtigen. 2025 wurden rund 2,206 Millionen Euro abgeschrieben, nahezu genauso viel wie im Vorjahr.

Gewinn wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags abgeführt

Bei einem oberflächlichen Blick auf den Jahresabschluss könnte eine Zahl irritieren:

Der Jahresüberschuss beträgt null Euro.

Das bedeutet hier jedoch keineswegs, dass die Gesellschaft 2025 keinen Gewinn erwirtschaftet hätte.

In der Gewinn- und Verlustrechnung stehen dem Ergebnis nach Steuern von 4.650.263 Euro Aufwendungen aus Gewinnabführung in exakt gleicher Höhe gegenüber. Erst dadurch ergibt sich ein Jahresüberschuss von null Euro.

Hintergrund ist ein bereits 2014 abgeschlossener Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Green Gecco GmbH & Co. KG.

Für Anleger ist diese Struktur wesentlich: Der wirtschaftlich erwirtschaftete Gewinn verbleibt nicht als Jahresüberschuss in der Windparkgesellschaft, sondern wird entsprechend der vertraglichen Konzernstruktur abgeführt.

Auffällige Differenz von rund 98.000 Euro

An dieser Stelle enthält der veröffentlichte Jahresabschluss allerdings eine bemerkenswerte Abweichung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für 2025 einen Aufwand aus Gewinnabführung von exakt 4.650.263 Euro aus.

Im Anhang heißt es dagegen:

Der Gewinn in Höhe von 4.552 TEUR sei aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Green Gecco GmbH & Co. KG abgeführt worden.

Auch bei den Angaben nach § 6b EnWG erscheint für die Gewinnabführung ein Betrag von 4.552 TEUR.

Zwischen den 4.650.263 Euro aus der Gewinn- und Verlustrechnung und den 4,552 Millionen Euro im Anhang liegt damit rechnerisch eine Differenz von rund 98.000 Euro.

Aus den veröffentlichten Unterlagen lässt sich diese Abweichung nicht eindeutig auflösen.

Es wäre deshalb falsch, eine der beiden Angaben eigenmächtig als fehlerhaft zu bezeichnen. Für Anleger ist die Differenz aber erklärungsbedürftig.

Nur 181.129 Euro Eigenkapital

Noch auffälliger wirkt auf den ersten Blick die Eigenkapitalausstattung.

Bei einer Bilanzsumme von 26,821 Millionen Euro weist die Gesellschaft lediglich 181.129 Euro Eigenkapital aus.

Dieses besteht aus 25.000 Euro gezeichnetem Kapital und 156.129 Euro Kapitalrücklage. Gegenüber dem Vorjahr hat sich daran nichts geändert.

Die rechnerische Eigenkapitalquote beträgt damit gerade einmal rund 0,7 Prozent.

Für einen außenstehenden Anleger wäre eine derart niedrige Quote normalerweise ein Punkt, der besondere Aufmerksamkeit verdient.

Hier muss sie allerdings im Zusammenhang mit der Konzernstruktur gesehen werden. Die Gesellschaft führt ihre Gewinne ab, ist seit 2017 in das Cash-Pool-Management der Green Gecco GmbH & Co. KG eingebunden und verfügt über umfangreiche konzerninterne Finanzierungsbeziehungen.

Die Eigenkapitalquote allein erlaubt deshalb keine Aussage über eine mögliche Zahlungsunfähigkeit oder wirtschaftliche Krise.

Fast 24,2 Millionen Euro Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die gesamten Verbindlichkeiten beliefen sich Ende 2025 auf 24,703 Millionen Euro.

Ein Jahr zuvor waren es noch 28,353 Millionen Euro. Damit wurden die Verbindlichkeiten rechnerisch um rund 12,9 Prozent reduziert.

Davon entfielen allerdings 24,181 Millionen Euro auf verbundene Unternehmen.

Das sind rechnerisch rund 97,9 Prozent sämtlicher Verbindlichkeiten.

Diese Zahl zeigt, wie stark die Finanzierung der Gesellschaft innerhalb des Konzern- beziehungsweise Gesellschafterumfelds organisiert ist.

Der Anhang liefert hierzu eine wichtige Aufschlüsselung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich aus zwei Darlehen über insgesamt 10,662 Millionen Euro, Cash-Pooling-Verbindlichkeiten gegenüber der Green Gecco GmbH & Co. KG von 8,657 Millionen Euro, der Gewinnabführung, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Umsatzsteuer zusammen.

Cash-Pooling-Verbindlichkeiten deutlich gesunken

Positiv fällt aus Bilanzsicht auf, dass die Cash-Pooling-Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin von 11,770 Millionen Euro auf 8,657 Millionen Euro zurückgingen.

Auch die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich von 28,102 Millionen Euro auf 24,181 Millionen Euro.

Das ist ein erheblicher Rückgang.

Gleichzeitig bleibt die Gesellschaft finanziell außerordentlich eng mit ihrer Gesellschafterin beziehungsweise verbundenen Unternehmen verflochten.

Für eine Anlegeranalyse ist deshalb weniger die absolute Höhe der Verbindlichkeiten allein entscheidend als die Frage, wie stabil diese konzerninternen Finanzierungsstrukturen langfristig ausgestaltet sind.

14 Millionen Euro innerhalb eines Jahres fällig

Von den gesamten Verbindlichkeiten über 24,703 Millionen Euro haben laut Anhang rund 14,041 Millionen Euro eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.

Weitere 10,662 Millionen Euro weisen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Dem stehen zum Bilanzstichtag Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von lediglich 2,117 Millionen Euro gegenüber.

Ein gesonderter Bestand an liquiden Mitteln wird in der vorliegenden Bilanz nicht ausgewiesen.

Isoliert betrachtet wäre das Verhältnis zwischen kurzfristigen Vermögenswerten und kurzfristigen Verbindlichkeiten auffällig.

Aber auch hier gilt: Wegen der Einbindung in das Cash-Pooling kann eine klassische Liquiditätsbetrachtung der Einzelgesellschaft ein verzerrtes Bild vermitteln. Aus diesen Bilanzzahlen allein lässt sich keine Zahlungsunfähigkeit ableiten.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen brechen ein

Interessant ist auch die Entwicklung auf der Aktivseite.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gingen von rund 2,945 Millionen Euro auf nur noch 206.000 Euro zurück.

Gleichzeitig stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 807.917 Euro auf rund 1,909 Millionen Euro.

Insgesamt reduzierten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 3,754 Millionen Euro auf 2,117 Millionen Euro.

Die Gründe für diese Verschiebungen werden aus den vorliegenden Angaben nicht vollständig ersichtlich.

Zinsbelastung sinkt deutlich

Positiv ist die Entwicklung der Zinsaufwendungen.

Diese gingen von 940.857 Euro auf 632.473 Euro zurück – rechnerisch um rund ein Drittel.

Davon entfielen 627.000 Euro auf verbundene Unternehmen.

Damit stammt praktisch die gesamte Zinsbelastung aus der konzerninternen Finanzierung.

Für Anleger ist das ein weiterer Hinweis darauf, dass sich die wirtschaftliche Betrachtung dieser Gesellschaft nicht sinnvoll von ihrer Einbindung in die Green-Gecco- und RWE-Struktur trennen lässt.

Windparks mit 23,6 Millionen Euro Buchwert

Das wirtschaftliche Fundament bilden die Windenergieanlagen.

Die technischen Anlagen und Maschinen stehen Ende 2025 mit einem Buchwert von 23,585 Millionen Euro in der Bilanz, nach 25,607 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Rückgang ist wesentlich im Zusammenhang mit den laufenden Abschreibungen zu sehen. Die Gesellschaft setzt für ihre Windkraftanlagen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 20 und 30 Jahren an.

Der Buchwert darf dabei nicht mit einem aktuellen Marktwert der Anlagen verwechselt werden.

Rückbau kostet Geld

Für Windkraftinvestoren ist außerdem interessant, dass die Gesellschaft erhebliche Rückbauverpflichtungen bilanziert.

Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt rund 1,937 Millionen Euro entfallen 1,540 Millionen Euro auf Verpflichtungen zum Rückbau der Windkraftanlagen.

Im Vorjahr waren dafür noch 1,436 Millionen Euro zurückgestellt.

Damit hat die Gesellschaft die bilanzielle Vorsorge für den späteren Rückbau erhöht.

Weitere Verpflichtungen von 10,5 Millionen Euro

Neben den bilanzierten Verbindlichkeiten bestehen zusätzliche finanzielle Verpflichtungen.

Aus langfristigen Pachtverträgen nennt der Jahresabschluss 8,989 Millionen Euro. Diese Verpflichtungen laufen bis Ende 2041.

Hinzu kommt ein Bestellobligo aus bereits erteilten Aufträgen von 1,522 Millionen Euro.

Insgesamt weist der Anhang damit sonstige finanzielle Verpflichtungen von 10,511 Millionen Euro aus.

Diese Beträge dürfen nicht einfach zu den bilanzierten Verbindlichkeiten addiert und als gegenwärtige Schulden dargestellt werden. Es handelt sich um zukünftige beziehungsweise außerbilanzielle finanzielle Verpflichtungen.

Für die langfristige Betrachtung sind sie dennoch relevant.

Pachten und Wartung kosten mehr als zwei Millionen Euro

Der Betrieb der Windparks verursacht erhebliche laufende Kosten.

Allein die im Materialaufwand enthaltenen Landpachten beliefen sich 2025 auf 939.000 Euro.

Für die Wartung der Windparks fielen weitere 1,157 Millionen Euro an.

Zusammen sind das knapp 2,1 Millionen Euro.

Für Anleger zeigt sich daran sehr deutlich: Windenergie produziert zwar ohne klassischen Brennstoffeinsatz, ist aber keineswegs frei von erheblichen laufenden Betriebs-, Grundstücks- und Instandhaltungskosten.

Was spricht aus Anlegersicht für die Gesellschaft?

Die Zahlen zeigen zunächst ein weiterhin profitables Windparkgeschäft.

Trotz eines Umsatzrückgangs von knapp zehn Prozent wurde vor Gewinnabführung ein Ergebnis nach Steuern von rund 4,65 Millionen Euro ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gingen zurück, ebenso die Zinsaufwendungen. Gleichzeitig besitzt die Gesellschaft mit ihren Windenergieanlagen einen erheblichen bilanziellen Anlagenbestand.

Hinzu kommt die Einbindung in die RWE-Konzernstruktur.

Wo sollten Anleger genauer hinschauen?

Kritisch beziehungsweise zumindest erklärungsbedürftig sind dagegen mehrere Punkte.

Die Umsätze gingen um knapp zehn Prozent und das Ergebnis nach Steuern um rund zwölf Prozent zurück.

Die rechnerische Eigenkapitalquote der Einzelgesellschaft liegt bei lediglich rund 0,7 Prozent.

Fast 98 Prozent der Verbindlichkeiten bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Mehr als 14 Millionen Euro der gesamten Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.

Hinzu kommen sonstige finanzielle Verpflichtungen von rund 10,5 Millionen Euro.

Vor allem aber sollte die Abweichung bei der Gewinnabführung erklärt werden: Während die Gewinn- und Verlustrechnung 4.650.263 Euro ausweist, nennt der Anhang 4,552 Millionen Euro. Die veröffentlichten Unterlagen liefern hierfür keine eindeutige Erklärung.

Fazit aus Anlegersicht

Der Jahresabschluss 2025 der RWE Green Gecco Windparks GmbH zeichnet kein einfaches Bild von „hohen Schulden“ auf der einen und „niedrigem Eigenkapital“ auf der anderen Seite.

Dafür ist die Gesellschaft zu stark in eine Konzernfinanzierungsstruktur eingebunden.

Die wirtschaftlich interessantere Botschaft lautet: Mit 10,38 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete die Gesellschaft 2025 ein Ergebnis nach Steuern von 4,65 Millionen Euro, musste gegenüber 2024 aber bei beiden Kennzahlen Rückgänge hinnehmen. Gleichzeitig fließt das Ergebnis aufgrund des bestehenden Vertrags an die Gesellschafterin ab.

Für einen Anleger ist deshalb weniger der ausgewiesene Jahresüberschuss von null Euro entscheidend als die tatsächliche Ertragskraft der Windparks und die Struktur der konzerninternen Finanzierung.

Genau dort liegen sowohl die Stärke als auch die Besonderheit dieses Abschlusses.

Die Gesellschaft ist mit nur 181.129 Euro bilanziell ausgesprochen dünn mit Eigenkapital ausgestattet, gleichzeitig aber tief in Cash-Pooling, Konzerndarlehen und Ergebnisabführung eingebunden. Das macht eine isolierte Betrachtung der Einzelbilanz schwierig.

Erklärungsbedarf besteht insbesondere bei der unterschiedlichen Höhe der ausgewiesenen Gewinnabführung. Eine Differenz von rund 98.000 Euro zwischen Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sollte aus Anlegersicht nachvollziehbar erläutert werden.

Der Jahresabschluss wurde am 23. Juli 2026 festgestellt.

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