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Aktienfonds verliert Vermögen trotz ordentlicher Erträge – starke Ausschüttung, aber deutlicher Rückstand zur Eurozonen-Benchmark

Der DKM Aktienfonds hat das Geschäftsjahr bis zum 30. Juni 2026 mit einem insgesamt positiven Ergebnis abgeschlossen, konnte aber den breiten Markt nicht einholen. Für Anleger ist vor allem bemerkenswert: Trotz eines ordentlichen Nettoertrags und deutlicher Kursgewinne in einzelnen Positionen blieb die Wertentwicklung mit 8,43 % klar hinter dem EURO STOXX 50 Net Return mit 21,98 % zurück.

Zugleich sank das Fondsvermögen bei der größeren Anteilklasse SV trotz des Jahresgewinns, weil Mittel abflossen und eine hohe Ausschüttung für das Vorjahr erfolgte. Die Anteilwerte stiegen dennoch weiter auf 155,21 Euro bei SV und 158,89 Euro bei SI.

Vermögen und Wertentwicklung

Das Fondsvermögen des gesamten DKM Aktienfonds lag zum 30. Juni 2026 bei 115,32 Mio. Euro. Davon entfielen 104,72 Mio. Euro auf die Anteilklasse SV und 10,60 Mio. Euro auf die Anteilklasse SI. Die Anteilklasse SV ging damit im Jahresvergleich von 108,53 Mio. Euro auf 104,72 Mio. Euro zurück, während SI von 10,81 Mio. Euro auf 10,60 Mio. Euro sank. Für Anleger heißt das: Der Fonds wuchs nicht aus Zuflüssen, sondern schrumpfte netto leicht, obwohl die Börsenentwicklung positiv war.

Die Anteilwerte legten dennoch zu. Die SV-Tranche stieg von 154,94 Euro auf 155,21 Euro, die SI-Tranche von 150,47 Euro auf 158,89 Euro. Der Bericht weist für beide Anteilklassen eine Wertentwicklung nach Kosten von 8,43 % aus. Diese Rendite setzte sich aus laufenden Erträgen, realisierten Veräußerungsergebnissen und vor allem aus nicht realisierten Kursgewinnen zusammen. Auf Fondsebene kamen 2,21 Mio. Euro an Erträgen aus Dividenden und Zinsen zusammen, 0,37 Mio. Euro gingen per saldo bei Veräußerungsgeschäften verloren, während das nicht realisierte Ergebnis mit 8,45 Mio. Euro den größten Beitrag lieferte.

Die Mittelbewegungen waren dagegen belastend: Bei SV standen Zuflüssen von 20,74 Mio. Euro Abflüsse von 24,71 Mio. Euro gegenüber, netto also -3,97 Mio. Euro. Bei SI ergab sich netto ein Abfluss von 0,79 Mio. Euro. Aus Anlegersicht auffällig ist damit, dass die Wertentwicklung nicht von Neugeld getragen wurde, sondern trotz Rückgaben zustande kam. Insgesamt belief sich der Netto-Mittelabfluss auf 4,76 Mio. Euro.

Ergebnis, Erträge und Ausschüttung

Der ordentliche Nettoertrag des Fonds war positiv: Bei SV betrug er 1,31 Mio. Euro, bei SI 133.096 Euro. Das zeigt, dass der Fonds aus laufenden Dividenden und Zinsen mehr einnahm als für laufende Kosten ausgab. Die gesamten Erträge lagen bei SV bei 2,21 Mio. Euro und bei SI bei 223.434 Euro. Dem standen Aufwendungen von 901.866 Euro beziehungsweise 90.338 Euro gegenüber.

Das Geschäftsjahr war damit insgesamt profitabel: Das Ergebnis des Geschäftsjahres betrug 8,69 Mio. Euro bei SV und 838.908 Euro bei SI. Der größte Teil stammte nicht aus laufenden Ausschüttungserträgen, sondern aus Kursgewinnen auf das Portfolio. Für Anleger ist das wichtig, weil solche Gewinne weniger stetig sind als Dividenden und je nach Marktlage schwanken können.

Der Fonds ist ausschüttend. Je Anteil wurden 4,50 Euro ausgeschüttet. Bei SV belief sich die Gesamtausschüttung auf 3,04 Mio. Euro, bei SI auf 300.083 Euro. Ein Teil des erzielten Ergebnisses wurde auf neue Rechnung vorgetragen, was die künftige Ausschüttungsbasis stärkt, aber nicht garantiert, dass Ausschüttungen in ähnlicher Höhe wiederkehrend sind.

Kosten

Die Gesamtkostenquote lag bei beiden Anteilklassen bei 0,88 %. Das ist für einen aktiv verwalteten Aktienfonds kein extrem hoher Wert, bleibt für Anleger aber ein spürbarer Renditeabzug. Die Verwaltungsvergütung betrug 0,78 % pro Jahr und war damit der mit Abstand größte Kostenblock. Hinzu kamen die Verwahrstellenvergütung mit 43.257 Euro beim Gesamtfonds, Prüfungs- und Veröffentlichungskosten von 15.299 Euro sowie sonstige Aufwendungen von 53.559 Euro.

Im Verhältnis zu den Erträgen fällt auf: Die Aufwendungen von 992.204 Euro standen Gesamterträgen von 2,44 Mio. Euro gegenüber. Rund 41 % der Erträge wurden also durch Kosten und sonstige Aufwendungen aufgezehrt. Das ist aus Anlegersicht kein Warnsignal, aber ein relevanter Renditefaktor. Positiv: Erfolgsabhängige Vergütungen fielen nicht an, und Rückvergütungen oder Vermittlungsfolgeprovisionen wurden laut Bericht nicht gezahlt.

Portfolio und größte Positionen

Der Fonds war zum Stichtag fast vollständig in Aktien investiert. Die Aktienquote lag bei 98,48 %, Bankguthaben bei 1,31 %. Der Rest entfiel auf sonstige Vermögensgegenstände und geringe Verbindlichkeiten. Der Bericht nennt keine Benchmark auf Einzeltitelebene, setzt aber auf eine aktive Auswahl nach fundamentalen, qualitativen und technischen Kriterien. Nachhaltigkeits- und Qualitätskriterien schränkten den Investitionsspielraum laut Bericht bewusst ein.

Regional war das Portfolio breit gestreut, mit Schwerpunkt auf Europa und einem beträchtlichen US-Anteil. Nach Branchen dominierten Finanzwerte mit 24,73 %, gefolgt von Industrie mit 18,53 % und IT mit 18,13 %. Weitere große Blöcke waren Basiskonsumgüter mit 11,26 % und Versorgungsbetriebe mit 7,21 %. Das spricht für ein diversifiziertes, aber klar aktienorientiertes und wachstumsnahes Profil.

Zu den größten Einzelpositionen zählten Commerzbank mit 3,24 % des Fondsvermögens, Deutsche Börse mit 3,13 %, L’Air Liquide mit 3,21 %, L’Oréal mit 2,92 %, Prysmian mit 4,74 %, Terna mit 4,58 %, ASM International mit 5,83 %, Monster Beverage mit 5,19 %, Alphabet mit 3,64 % sowie Banco Santander mit 3,81 %. Aus Anlegersicht fällt auf, dass kein Einzelwert dominierend war, die größten Positionen aber dennoch spürbare Einzelrisiken mit sich bringen.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt vor allem Marktpreisrisiken, Fremdwährungsrisiken, Adressenausfallrisiken und operationelle Risiken. Liquide Aktienwerte begrenzten zwar das Liquiditätsrisiko, dennoch blieb der Fonds den üblichen Schwankungen eines Aktienfonds ausgesetzt. Neu beziehungsweise hervorhebenswert ist, dass durch die Öffnung gegenüber Titeln außerhalb der Eurozone Währungsrisiken grundsätzlich wieder eine Rolle spielen.

Die auffälligste Schwäche des Berichtszeitraums war die Unterperformance gegenüber dem Markt. Der Fonds litt laut Bericht darunter, dass er keine Energieaktien hielt und im Technologiesektor durch die Vermeidung von Klumpenrisiken sowie durch die Schwerpunktsetzung auf Software- und Beratungsunternehmen weniger stark profitierte als der Index. Aus Anlegersicht ist das kein Fehler im engeren Sinn, aber ein klarer Hinweis darauf, dass der nachhaltige und qualitätsorientierte Ansatz in starken Marktphasen auch zu Renditeverzicht führen kann.

Als organisatorisch relevante Änderung nennt der Bericht die Anpassung des Verkaufsprospekts zum 16. April 2026 an AIFMD II / UCITS VI mit Einführung von Liquiditätsmanagement-Instrumenten. Für den Fonds wurden Rücknahmebeschränkung und Verlängerung der Rückgabefrist als Pflichtinstrumente festgelegt.

Fazit für Anleger

Unterm Strich zeigt der Bericht einen soliden, aber klar marktunterlegenen Aktienfonds mit ordentlichen laufenden Erträgen, positiver Jahresperformance und weiter steigenden Anteilwerten. Die Ausschüttung war mit 4,50 Euro je Anteil ordentlich, doch die Nettoabflüsse und die schwächere Entwicklung gegenüber dem Markt verdeutlichen, dass der Fonds im Berichtsjahr nicht zu den Gewinnern zählte. Das Prüfungsurteil des Abschlussprüfers ist ohne Einschränkung: Der Jahresbericht entspricht nach dessen Beurteilung in allen wesentlichen Belangen den maßgeblichen Vorschriften und vermittelt ein zutreffendes Bild der Lage des Sondervermögens.

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