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Dramatischer Zwischenfall auf Flydubai-Flug nach Tel Aviv: Copilot soll Piloten angegriffen haben

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Auf einem Flug von Dubai nach Tel Aviv hat sich am Mittwoch, dem 30. September 2026, ein außergewöhnlicher und möglicherweise lebensgefährlicher Zwischenfall ereignet. Eine Boeing 737 MAX der Fluggesellschaft Flydubai musste anschließend im saudi-arabischen Tabuk notlanden.

Bestätigt ist inzwischen, dass es im Cockpit zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung kam. Flydubai erklärte, dass Mitarbeiter der Fluggesellschaft, die sich ebenfalls an Bord befanden, die Situation unter Kontrolle brachten. Das Flugzeug konnte anschließend sicher in Tabuk landen. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder seien erfasst und in Sicherheit.

Was soll im Cockpit passiert sein?

Nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu soll der Copilot den Piloten angegriffen und versucht haben, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Netanjahu erklärte außerdem, dass Passagiere und Besatzungsmitglieder eingegriffen und dadurch eine Katastrophe verhindert hätten.

Diese Darstellung muss jedoch juristisch sauber eingeordnet werden: Dass der Copilot tatsächlich mit terroristischer Absicht handelte und bewusst alle Menschen an Bord töten wollte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Es handelt sich bislang um Vorwürfe und die Darstellung israelischer Regierungsvertreter.

Flydubai selbst äußert sich deutlich zurückhaltender. Die Fluggesellschaft bestätigt eine Auseinandersetzung im Cockpit, erklärt aber ausdrücklich, dass Gründe und Motive derzeit noch unbekannt seien und offiziell untersucht würden. Die Airline warnt deshalb vor voreiligen Spekulationen.

Flugzeug verliert innerhalb kurzer Zeit Tausende Meter Höhe

Flugdaten zeigen, wie gefährlich die Situation gewesen sein muss. Die Maschine verlor innerhalb sehr kurzer Zeit massiv an Höhe. Nach Auswertung öffentlich zugänglicher Flugdaten sank das Flugzeug von ungefähr 33.000 Fuß auf etwa 17.000 Fuß innerhalb rund einer Minute. Das entspricht einem Höhenverlust von knapp 4.900 Metern.

Während des Vorfalls wurden zudem Notfallcodes übermittelt. Darunter befand sich der Transpondercode 7500, der in der internationalen Luftfahrt auf eine unrechtmäßige Einflussnahme beziehungsweise eine mögliche Entführung hinweist.

Israel ließ daraufhin Kampfflugzeuge aufsteigen.

Maschine landet sicher in Saudi-Arabien

Der Flydubai-Flug FZ1073 war von Dubai zum Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv unterwegs. Um 8.44 Uhr erhielt die Flugsicherung in Tabuk nach Angaben des dortigen Flughafenbetreibers einen Notruf der Maschine.

Um 9.45 Uhr Ortszeit landete das Flugzeug sicher in Tabuk. Sowohl der Kapitän als auch der Copilot hatten Verletzungen erlitten und wurden medizinisch behandelt.

Für die Passagiere stellte Flydubai Ersatzflugzeuge bereit.

Terroranschlag bislang nicht abschließend festgestellt

Israelische Regierungsmitglieder sprechen von einem versuchten Terroranschlag. Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnete den Vorfall als mutmaßlichen dschihadistischen Anschlagsversuch.

Für eine sachliche Bewertung ist jedoch entscheidend: Diese Motivlage ist bislang nicht abschließend durch die zuständigen Ermittlungsbehörden festgestellt worden.

Gesichert ist derzeit vor allem, dass es im Cockpit zu einer schweren Auseinandersetzung kam, die Maschine rapide an Höhe verlor, ein Notfallsignal wegen möglicher unrechtmäßiger Einflussnahme aussendete und schließlich sicher in Saudi-Arabien landete.

Warum der Copilot gehandelt haben soll, wie der genaue Ablauf im Cockpit war und ob tatsächlich die Absicht bestand, das Flugzeug gezielt zum Absturz zu bringen, müssen die Ermittlungen klären.

Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt auch für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung.

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