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InvestInvent 30. Windpark: Eigenkapital sinkt um 581.000 Euro – Verbindlichkeiten bei 7,6 Millionen Euro

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die InvestInvent 30. Windpark GmbH & Co. KG aus Münster hat ihre Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2024 deutlich reduziert. Gleichzeitig schrumpften jedoch auch das Eigenkapital und die liquiden Mittel kräftig. Die Bilanzsumme ging innerhalb eines Jahres um knapp 1,48 Millionen Euro zurück.

Zum 31. Dezember 2024 weist die Windparkgesellschaft eine Bilanzsumme von 10,51 Millionen Euro aus. Ende 2023 waren es noch 11,99 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 12,3 Prozent.

Windkraftanlagen verlieren bilanziell rund eine Million Euro

Den mit Abstand größten Vermögensposten bilden weiterhin die Windkraftanlagen sowie Hof- und Wegebefestigungen. Das Sachanlagevermögen verringerte sich von 10,41 Millionen Euro auf 9,40 Millionen Euro.

Die Anlagen werden nach Angaben des Unternehmens über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 16 Jahren linear abgeschrieben. Hinzu kommen immaterielle Vermögensgegenstände von lediglich 858 Euro.

Auch das Umlaufvermögen sank deutlich – von 1,54 Millionen auf 1,09 Millionen Euro.

Besonders kräftig fiel der Rückgang bei den liquiden Mitteln aus: Ende 2023 lagen die Bank- und Kassenbestände noch bei 1,17 Millionen Euro, Ende 2024 waren es nur noch rund 792.400 Euro. Damit verringerte sich dieser Posten um knapp 382.000 Euro beziehungsweise rund ein Drittel.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen ebenfalls zurück, von rund 369.000 auf 293.700 Euro. Wertberichtigungen waren laut Jahresabschluss nicht erforderlich.

Eigenkapital geht um fast 19 Prozent zurück

Auf der Passivseite fällt vor allem die Entwicklung des Eigenkapitals auf. Die Kapitalanteile der Kommanditisten sanken von 3,12 Millionen Euro auf 2,54 Millionen Euro.

Das entspricht einem Rückgang um rund 581.400 Euro beziehungsweise 18,6 Prozent.

Ein Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wird mit null Euro ausgewiesen. Aus den vorliegenden Angaben geht nicht hervor, wodurch sich der Rückgang der Kapitalanteile im Einzelnen erklärt.

Rechnerisch entspricht das ausgewiesene Eigenkapital zum Bilanzstichtag rund 24 Prozent der Bilanzsumme.

Fast 900.000 Euro weniger Verbindlichkeiten

Parallel zum Eigenkapital gingen auch die Verbindlichkeiten zurück. Sie reduzierten sich von 8,49 Millionen Euro auf 7,60 Millionen Euro – ein Minus von rund 892.000 Euro.

Davon sind rund 1,00 Millionen Euro innerhalb eines Jahres fällig. Weitere 6,60 Millionen Euro haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Bei den Bankverbindlichkeiten weisen 3,626 Millionen Euro eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf.

Die Kreditfinanzierung ist umfangreich abgesichert. Genannt werden unter anderem die Sicherungsübereignung der Windkraftanlagen, die Abtretung von Ansprüchen aus Infrastruktur- und Einspeiseverträgen sowie von Zahlungs- und Vergütungsansprüchen aus möglichen Direktvermarktungsverträgen. Hinzu kommen eine Kapitaldienstreserve und die Verpfändung eines Tilgungsauffangkontos.

Außerdem bestehen nach Angaben im Anhang 22.000 Euro Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Kommanditistin.

Rückbau, Wartung und Prozesskosten berücksichtigt

Die Rückstellungen blieben dagegen nahezu unverändert. Ende 2024 standen 380.194 Euro in der Bilanz, nach 384.199 Euro im Vorjahr.

Darin berücksichtigt die Gesellschaft unter anderem erwartete Aufwendungen für den späteren Rückbau der Windkraftanlagen, Wartungskosten und Prozesskosten sowie Kosten für die Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses.

Zusätzlich bestehen Verpflichtungen, die nicht unmittelbar in der Bilanz ausgewiesen werden. Aus Pacht- und Dienstleistungsverträgen ergeben sich laut Anhang finanzielle Verpflichtungen von rund 431.000 Euro pro Jahr.

Eigene Arbeitnehmer beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 nicht.

Keine besonderen Ereignisse nach Jahresende

Nach Angaben des Unternehmens sind nach dem 31. Dezember 2024 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die InvestInvent Energy GmbH aus Berlin mit einem gezeichneten Kapital von 25.000 Euro. Als Geschäftsführer werden Roman Bader und Thomas Keller genannt.

Der Jahresabschluss wurde am 15. Juli 2025 unterzeichnet und am 8. Januar 2026 festgestellt. Die Veröffentlichung erfolgte am 25. Februar 2026.

Damit zeigt die Bilanz vor allem eine deutliche Verkleinerung der Gesellschaft: Die Verbindlichkeiten sanken um rund 892.000 Euro, gleichzeitig gingen das Eigenkapital um rund 581.000 Euro und die liquiden Mittel um knapp 382.000 Euro zurück. Angaben zu Umsatz, Stromproduktion oder Jahresergebnis enthält das vorliegende Material nicht.

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