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Windpark Heckelberg-Breydin: Gewinn bricht um ein Drittel ein – trotzdem bleiben 1,34 Millionen Euro

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die Windpark Heckelberg-Breydin GmbH & Co. KG hat ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Der Jahresabschluss zeigt ein Unternehmen, das weiterhin schwarze Zahlen schreibt, dessen Ergebnis sich gegenüber dem Vorjahr aber deutlich verschlechtert hat.

Die Umsatzerlöse gingen von 3,37 Millionen Euro auf 2,70 Millionen Euro zurück. Das entspricht einem Minus von knapp 20 Prozent.

Noch stärker sank der Gewinn.

Der Jahresüberschuss fiel von 2,04 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 1,34 Millionen Euro 2025. Damit verringerte sich das Ergebnis um rund 691.500 Euro beziehungsweise etwa 34 Prozent.

Einnahmen stammen vollständig aus eingespeistem Strom

Der Windpark hat ein klar abgegrenztes Geschäftsmodell.

Die gesamten Umsatzerlöse von rund 2,70 Millionen Euro stammen nach dem Jahresabschluss aus Einspeiseerlösen und wurden vollständig in Deutschland erzielt.

Damit schlägt sich die Entwicklung der Stromerlöse unmittelbar in den Geschäftszahlen nieder.

Neben den Umsätzen gingen auch die sonstigen betrieblichen Erträge deutlich zurück. Sie sanken von rund 458.000 Euro auf nur noch knapp 81.000 Euro.

Ein wesentlicher Teil dieser Position entfiel im Vorjahr auf Leistungsreduzierungen durch Netzbetreiber beziehungsweise Direktvermarkter. Für 2025 werden hierfür nur noch rund 50.000 Euro ausgewiesen, nach 424.000 Euro im Vorjahr.

Kosten gingen ebenfalls zurück

Auf der Kostenseite gab es allerdings Entlastung.

Der Materialaufwand verringerte sich von knapp 1,20 Millionen Euro auf rund 1,10 Millionen Euro.

Den größten Posten bildete weiterhin die Wartung. Dafür wurden 2025 rund 707.000 Euro aufgewendet, nach 817.000 Euro im Vorjahr.

Für die Betriebsführung entstanden Kosten von 202.000 Euro, das Dienstleistungsentgelt für die Einspeisung belief sich auf 135.000 Euro. Weitere Aufwendungen machten rund 59.000 Euro aus.

Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen zurück: von rund 308.000 Euro auf knapp 212.000 Euro.

Vor Steuern bleiben 1,5 Millionen Euro

Trotz des Umsatzrückgangs ist die Profitabilität bemerkenswert.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich 2025 auf rund 1,51 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es allerdings noch 2,28 Millionen Euro.

Nach Steuern verblieb ein Jahresüberschuss von exakt 1.344.582,80 Euro.

Damit erwirtschaftete die Gesellschaft trotz des deutlichen Rückgangs noch einen erheblichen Überschuss.

Wohin fließen die 1,34 Millionen Euro?

Interessant ist die Ergebnisverwendung.

Der komplette Jahresüberschuss von 1.344.582,80 Euro wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Gutschrift auf den Privatkonten der Gesellschafter ausgewiesen.

Dadurch beträgt der Bilanzgewinn anschließend 0 Euro.

Das Eigenkapital blieb entsprechend gegenüber dem Vorjahr unverändert. Laut Jahresabschluss liegt es bei rund 3,90 Millionen Euro. Die Gesellschaft erläutert ausdrücklich, dass sich das Eigenkapital wegen der Gutschrift des Ergebnisses nach Steuern auf die Privatkonten der Gesellschafter nicht verändert hat.

RheinEnergie hält Mehrheit am Windpark

Mehrheitseigentümer ist die RheinEnergie Windkraft GmbH.

Sie hält 61,3 Prozent des Kapitals. Weitere Anteile liegen bei mehreren regionalen Energieversorgern.

AggerEnergie, BELKAW, die energieversorgung dormagen sowie die Energieversorgung Leverkusen halten jeweils 7,5 Prozent. Die Stadtwerke Troisdorf kommen auf 5 Prozent und die Stadtwerke Lohmar auf 3,7 Prozent.

Damit befindet sich der Windpark vollständig im Umfeld kommunaler beziehungsweise regionaler Energieunternehmen.

Auffällige Position: Mehr als fünf Millionen Euro im Cashpool

Ein weiterer großer Bilanzposten sind die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Sie lagen Ende 2025 bei rund 5,37 Millionen Euro.

Dabei handelt es sich laut Jahresabschluss vollständig um Forderungen aus dem Cashpooling mit der Gesellschafterin RheinEnergie Windkraft GmbH.

Zusätzlich bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von rund einer Million Euro. Diese betreffen hauptsächlich die Netzeinspeisung des vierten Quartals 2025.

Gleichzeitig schrumpften die Bankguthaben erheblich: von rund 1,55 Millionen Euro Ende 2024 auf knapp 327.000 Euro Ende 2025.

Verbindlichkeiten deutlich gesunken

Auf der anderen Seite der Bilanz zeigt sich eine positive Entwicklung.

Die gesamten Verbindlichkeiten gingen von rund 3,22 Millionen Euro auf 2,29 Millionen Euro zurück.

Davon entfielen rund 2,03 Millionen Euro auf Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten. Im Vorjahr waren es noch etwa 2,64 Millionen Euro.

Auch die Lieferantenverbindlichkeiten sanken kräftig – von knapp 534.000 Euro auf rund 222.000 Euro.

Windkraftanlagen bilanziell fast vollständig abgeschrieben

Besonders interessant ist ein Blick auf die Windkrafttechnik selbst.

Die historischen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten der technischen Anlagen und Maschinen werden mit rund 29,32 Millionen Euro angegeben.

Zum Jahresende 2025 steht diesen Anlagen jedoch nur noch ein Buchwert von 16.287 Euro gegenüber. Ende 2024 waren es noch rund 114.000 Euro.

Die Anlagen sind damit bilanziell nahezu vollständig abgeschrieben.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Windkraftanlagen wirtschaftlich wertlos wären. Der Buchwert ist zunächst das Ergebnis der bilanziellen Abschreibung über die angesetzte Nutzungsdauer.

Gerade bei älteren Windparks kann sich daraus eine interessante Situation ergeben: Die Anlagen erzeugen weiterhin Erlöse, während ein großer Teil ihrer ursprünglichen Investitionskosten bilanziell bereits abgeschrieben ist.

Keine Mitarbeiter – Betrieb über Dienstleister

Bemerkenswert ist außerdem, dass die Windparkgesellschaft selbst keine Mitarbeiter beschäftigt.

Betrieb, Wartung und weitere Leistungen werden entsprechend über externe beziehungsweise verbundene Unternehmen organisiert.

Allein für Wartung und Betriebsführung entstanden 2025 zusammen Aufwendungen von mehr als 900.000 Euro.

Kommunen erhalten Beteiligung an den Stromerlösen

Auch umliegende Gemeinden profitieren unmittelbar vom Betrieb der Anlagen.

Die Gesellschaft hat Verträge zur finanziellen Beteiligung von Kommunen abgeschlossen. Danach werden den betroffenen Gemeinden 0,2 Cent je eingespeister Kilowattstunde gezahlt.

2025 führte dies zu einer Belastung von rund 16.000 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen werden diese Zahlungen allerdings über den Netzbetreiber erstattet.

Windpark bleibt profitabel – aber Trend zeigt nach unten

Unter dem Strich präsentiert der Jahresabschluss ein zweigeteiltes Bild.

Einerseits sind Umsatz und Gewinn deutlich zurückgegangen. Der Jahresüberschuss fiel innerhalb eines Jahres von gut zwei Millionen auf rund 1,34 Millionen Euro.

Andererseits arbeitet der Windpark weiterhin klar profitabel. Die Verbindlichkeiten wurden reduziert, das Eigenkapital liegt stabil bei knapp 3,9 Millionen Euro und die technischen Anlagen sind bilanziell bereits nahezu vollständig abgeschrieben.

Für die Gesellschafter bleibt 2025 trotz des Ergebnisrückgangs ein erheblicher Überschuss: Die gesamten 1,34 Millionen Euro wurden ihren Privatkonten gutgeschrieben.

Der Jahresabschluss nennt zudem keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres.

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