Die Windpark Wohnste Beteiligungs GmbH hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer Bilanzsumme von 27.445,72 Euro abgeschlossen. Ende 2024 waren es lediglich 9.292,47 Euro. Damit erhöhte sich die Bilanzsumme innerhalb eines Jahres um gut 18.150 Euro beziehungsweise rund 195 Prozent.
Der starke Anstieg geht vor allem auf eine verbesserte Kapital- und Liquiditätsausstattung zurück.
Bankguthaben steigt von 1.792 auf fast 16.000 Euro
Besonders deutlich entwickelte sich das Umlaufvermögen. Die liquiden Mittel erhöhten sich von lediglich 1.792,47 Euro auf 15.945,72 Euro.
Damit verfügte die Gesellschaft zum Jahresende über mehr als achtmal so hohe Bank- und Kassenbestände wie zwölf Monate zuvor.
Auch das Anlagevermögen wuchs. Die Finanzanlagen erhöhten sich von 7.500 Euro auf 11.500 Euro. Dabei handelt es sich laut Anhang um Anteile an verbundenen Unternehmen, die grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet werden.
Stammkapital vollständig eingefordert
Eine wesentliche Veränderung zeigt sich beim Eigenkapital.
Das gezeichnete Kapital beträgt weiterhin 25.000 Euro. Ende 2024 waren davon allerdings noch 12.500 Euro als nicht eingeforderte ausstehende Einlagen ausgewiesen.
2025 ist das Stammkapital vollständig eingefordert.
Zusätzlich weist die Gesellschaft erstmals eine Kapitalrücklage von 10.000 Euro aus. Dadurch wurde die Kapitalbasis erheblich gestärkt.
Das gesamte ausgewiesene Eigenkapital stieg von 7.809,35 Euro auf 26.072,67 Euro.
Bei einer Bilanzsumme von 27.445,72 Euro ergibt sich damit rechnerisch eine sehr hohe Eigenkapitalquote von rund 95 Prozent.
Jahresverlust steigt auf 4.236 Euro
Trotz der verbesserten Kapitalausstattung arbeitet die Beteiligungsgesellschaft weiterhin mit Verlust.
Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich von 2.625,15 Euro im Jahr 2024 auf 4.236,68 Euro im Geschäftsjahr 2025. Das entspricht einem Anstieg um rund 61 Prozent.
Zusätzlich besteht ein Verlustvortrag von 4.690,65 Euro. Zusammen erreichen Verlustvortrag und aktueller Jahresfehlbetrag damit 8.927,33 Euro.
Die Verluste zehren somit bereits einen erheblichen Teil des eingebrachten Kapitals auf. Durch die zusätzliche Kapitalrücklage und das vollständig eingeforderte Stammkapital verfügt die Gesellschaft dennoch weiterhin über deutlich positives Eigenkapital.
Keine Verbindlichkeiten ausgewiesen
Auffällig ist zudem, was in der Bilanz nicht auftaucht: Verbindlichkeiten werden zum 31. Dezember 2025 nicht ausgewiesen.
Auf der Passivseite stehen neben dem Eigenkapital lediglich Rückstellungen von 1.373,05 Euro. Diese lagen im Vorjahr mit 1.483,12 Euro geringfügig höher.
Die Gesellschaft ist damit nach den veröffentlichten Bilanzzahlen praktisch vollständig eigenkapitalfinanziert.
Das unterscheidet sie von operativen Windparkgesellschaften, deren Bilanzen wegen der hohen Investitionskosten für Windenergieanlagen häufig von langfristigen Bankdarlehen geprägt sind.
Beteiligungsgesellschaft innerhalb des wpd-Konzerns
Die Struktur der Bilanz zeigt zugleich, dass die Windpark Wohnste Beteiligungs GmbH offenbar vor allem als Beteiligungsgesellschaft fungiert. Eigene Windenergieanlagen werden in diesem Abschluss nicht als Sachanlagen ausgewiesen.
Stattdessen besteht das Anlagevermögen ausschließlich aus Beteiligungen beziehungsweise Anteilen an verbundenen Unternehmen.
Die Gesellschaft gehört zum Konzern der wpd GmbH mit Sitz in Bremen und wird nach eigenen Angaben in deren Konzernabschluss einbezogen.
Geschäftsführer ist Dr. Gernot Blanke. Der Jahresabschluss wurde am 13. Januar 2026 unterzeichnet und am 20. April 2026 festgestellt.
Mehr Kapital – aber weiterhin keine schwarzen Zahlen
Der Jahresabschluss 2025 zeigt damit ein zweigeteiltes Bild: Einerseits wurde die finanzielle Ausstattung der Windpark Wohnste Beteiligungs GmbH erheblich verbessert. Das Stammkapital ist vollständig eingefordert, eine Kapitalrücklage von 10.000 Euro wurde geschaffen und die liquiden Mittel stiegen auf fast 16.000 Euro.
Andererseits bleibt die Ergebnisentwicklung negativ. Nach einem Verlust von 2.625 Euro im Vorjahr folgte 2025 ein Fehlbetrag von 4.237 Euro.
Welche konkreten Kosten den Verlust verursacht haben und wann die Gesellschaft mit Erträgen aus ihren Beteiligungen rechnet, lässt sich aus den veröffentlichten Bilanz- und Anhangangaben nicht erkennen.