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Sensationsfund auf Baustelle: 18-Jähriger entdeckt Gold im Wert von neun Millionen Euro

Peggy_Marco (CC0), Pixabay

Dendermonde. Ein außergewöhnlicher Fund hat Bauarbeiten im belgischen Dendermonde schlagartig unterbrochen. Ein erst 18 Jahre alter Bauarbeiter stieß gemeinsam mit seinen Kollegen bei Arbeiten an einem ehemaligen Brauhaus auf einen verborgenen Goldschatz. Nach Angaben der Polizei soll das gefundene Gold einen Wert von rund neun Millionen Euro haben.

Der Fund ereignete sich am Dienstag bei Arbeiten an der Abwasserinstallation des alten Gebäudes. Die Bauarbeiter mussten tief genug in den Untergrund gelangen, um neue Rohre verlegen zu können. Dabei stießen sie zunächst auf Fundamente und Überreste eines offenbar früher vorhandenen Kellers.

Als Teile des alten Mauerwerks geöffnet wurden, entdeckte der 18-Jährige zunächst Münzen. Kurz darauf kamen die ersten Goldbarren zum Vorschein. Schließlich zeigte sich, dass eine erheblich größere Menge Edelmetall in dem Gebäude verborgen worden war.

Gold nicht in einem Tresor, sondern in einer Wand versteckt

Besonders ungewöhnlich ist der Ort, an dem der Schatz gefunden wurde. Das Gold befand sich offenbar nicht in einem Tresor oder einer verschlossenen Kassette, sondern war in einer Plastiktüte innerhalb einer zugemauerten Wand verborgen.

Der betreffende Bereich gehörte nach den bisherigen Erkenntnissen zu einem früheren Keller, der irgendwann zugemauert worden war. Erst die aktuellen Bauarbeiten machten das Versteck wieder zugänglich.

Unter den Fundstücken befinden sich dem Bericht zufolge auch nummerierte Goldbarren. Solche Kennzeichnungen könnten für die Ermittlungen von erheblicher Bedeutung sein, weil sie möglicherweise Hinweise auf Hersteller, Herkunft oder frühere Eigentümer liefern.

Bauarbeiter verständigten die Polizei

Trotz des enormen Wertes entschieden sich die Arbeiter, den Fund nicht an sich zu nehmen. Sie verständigten die Polizei.

Diese Vorgehensweise war angesichts der Größenordnung des Fundes besonders wichtig. Denn mit dem Auffinden eines Schatzes im Wert von mehreren Millionen Euro ist keineswegs automatisch verbunden, dass der Finder Eigentümer des Goldes wird.

Vielmehr muss zunächst geklärt werden, wem die Barren und Münzen gehören, woher sie stammen und weshalb sie in dem Gebäude versteckt wurden.

Wem gehören die neun Millionen Euro?

Diese Frage dürfte nun im Mittelpunkt der weiteren Untersuchungen stehen. Entscheidend wird sein, ob sich anhand der Nummerierungen oder anderer Merkmale die Herkunft des Goldes nachvollziehen lässt.

Auch die Geschichte des ehemaligen Brauhauses könnte dabei eine Rolle spielen. Denkbar ist beispielsweise, dass das Gold einem früheren Eigentümer oder Bewohner gehörte und über lange Zeit verborgen blieb. Ebenso müssen die Behörden prüfen, ob ein Zusammenhang mit einer Straftat besteht.

Solange die Herkunft nicht geklärt ist, können die Bauarbeiter deshalb nicht einfach über den Schatz verfügen.

Ehrlichkeit könnte für den Finder dennoch von Bedeutung sein

Dass der Fund sofort gemeldet wurde, verhindert zudem, dass sich die Finder dem Vorwurf aussetzen, fremdes Eigentum unrechtmäßig an sich genommen zu haben.

Ob dem 18-Jährigen oder seinen Kollegen später ein Finderlohn oder ein sonstiger finanzieller Anspruch zusteht, lässt sich allein anhand der bislang bekannten Informationen nicht beantworten. Dafür kommt es insbesondere darauf an, wer als Eigentümer festgestellt wird, wie lange das Gold verborgen war und welche belgischen Vorschriften auf den konkreten Fund anzuwenden sind.

Fest steht bislang nur die außergewöhnliche Dimension des Fundes: Was als gewöhnlicher Arbeitstag beim Verlegen von Abwasserrohren begann, endete mit der Entdeckung eines Goldschatzes im geschätzten Wert von rund neun Millionen Euro.

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