Die 147. WestWind Windpark GmbH & Co. KG mit Sitz in Kirchdorf hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 veröffentlicht. Die Zahlen zeigen den typischen Verlauf eines etablierten Windparkbetreibers: Das Anlagevermögen nimmt durch planmäßige Abschreibungen ab, gleichzeitig werden die Bankdarlehen kontinuierlich zurückgeführt. Das Eigenkapital bleibt unverändert, während sich die Verschuldung weiter reduziert.
Bilanzsumme geht um mehr als 420.000 Euro zurück
Zum 31. Dezember 2024 belief sich die Bilanzsumme auf 3,75 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte sie noch 4,18 Millionen Euro betragen. Damit verringerte sich die Bilanzsumme innerhalb eines Jahres um rund 424.000 Euro.
Hauptursache hierfür sind die planmäßigen Abschreibungen auf die Windenergieanlagen. Das Anlagevermögen sank von 3,30 Millionen Euro auf 2,93 Millionen Euro. Allein die Sachanlagen verloren bilanziell rund 365.000 Euro an Wert. Dabei handelt es sich um reguläre Abschreibungen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Anlagen.
Verbindlichkeiten deutlich reduziert
Auch 2024 setzte die Gesellschaft ihren Schuldenabbau fort. Die gesamten Verbindlichkeiten gingen von 3,54 Millionen Euro auf 3,14 Millionen Euro zurück. Damit wurden innerhalb eines Jahres mehr als 402.000 Euro an Verbindlichkeiten abgebaut.
Die langfristigen Darlehen reduzierten sich von 3,08 Millionen Euro auf 2,74 Millionen Euro. Besonders deutlich verringerte sich der Bestand der langfristigen Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: Dieser sank von 1,74 Millionen Euro auf 1,41 Millionen Euro.
Die bestehenden Finanzierungen bleiben weiterhin umfassend abgesichert. Nach Angaben im Anhang bestehen Sicherheiten für Verbindlichkeiten in Höhe von 3,08 Millionen Euro.
Eigenkapital bleibt unverändert
Das Eigenkapital blieb im Geschäftsjahr konstant bei 450.000 Euro. Auch die Kapitalstruktur änderte sich nicht. Die Kommanditisten verfügen weiterhin über Kapitalanteile von 1,4 Millionen Euro, von denen 950.000 Euro bislang nicht eingefordert wurden.
Ein Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wird weiterhin nicht ausgewiesen.
Rückstellungen sinken deutlich
Die Rückstellungen reduzierten sich von rund 61.700 Euro auf 43.200 Euro. Gleichzeitig gingen auch die passiven latenten Steuern leicht auf 119.950 Euro zurück, nachdem sie im Vorjahr noch 122.495 Euro betragen hatten.
Höhere Liquidität trotz sinkender Forderungen
Während die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände deutlich von 558.924 Euro auf 432.486 Euro zurückgingen, verbesserte sich die Liquidität. Die Bankguthaben stiegen von 307.752 Euro auf 378.713 Euro. Gleichzeitig reduzierten sich die Forderungen gegenüber Gesellschaftern von rund 374.000 Euro auf 243.000 Euro.
Diese Entwicklung spricht dafür, dass Forderungen teilweise realisiert und in liquide Mittel umgewandelt wurden.
Keine eigenen Beschäftigten
Wie zahlreiche Projektgesellschaften im Bereich der Windenergie beschäftigte auch die 147. WestWind Windpark GmbH & Co. KG im Jahr 2024 keine eigenen Arbeitnehmer. Betrieb und Verwaltung erfolgen über externe Dienstleister beziehungsweise die persönlich haftende Gesellschafterin.
Typischer Verlauf eines etablierten Windparks
Der veröffentlichte Jahresabschluss zeigt insgesamt eine stabile wirtschaftliche Entwicklung. Operative Besonderheiten oder außergewöhnliche Belastungen werden nicht ausgewiesen. Stattdessen setzt sich der für Windparkgesellschaften typische Verlauf fort: Die bilanziellen Vermögenswerte sinken durch Abschreibungen, während die langfristigen Darlehen planmäßig zurückgeführt werden.
Mit dem erneuten Schuldenabbau verbessert sich die Finanzierungsstruktur des Unternehmens weiter. Gleichzeitig sorgen stabile Liquiditätsreserven und unverändertes Eigenkapital dafür, dass die Gesellschaft weiterhin auf einer soliden bilanziellen Grundlage steht.