Die veröffentlichten Insolvenzbekanntmachungen vom 19. Mai 2026 zeigen erneut eine breite Betroffenheit zahlreicher Branchen. Besonders häufig vertreten sind Unternehmen aus Bauwirtschaft, Gebäudetechnik, Gastronomie sowie technische Dienstleister und Handelsgesellschaften. Auffällig ist zudem die hohe Zahl kleiner und mittelständischer Betriebe mit regionalem Schwerpunkt.
Bauwirtschaft und Gebäudetechnik besonders betroffen
Ein Schwerpunkt der aktuellen Verfahren liegt erneut im Bau- und Ausbaugewerbe:
- AMI Förder- und Lagertechnik GmbH, Luckenbach
(Förder- und Lagertechnik) - FF Bauunternehmung GmbH, Moers
(Bauunternehmen) - Mohajeri Bau GmbH, Hamburg
(Baugewerbe) - Schilling Hydraulik GmbH, Mündersbach
(Hydraulik- und Technikbereich) - Schön Dach- und Holzbau GmbH, Hanau
(Dach- und Holzbau) - Schiefer & Haag Konzeptbau UG (haftungsbeschränkt), Geisenhausen
(Projekt- und Konzeptbau)
Die anhaltend schwache Baukonjunktur sowie steigende Kosten für Material, Energie und Finanzierung belasten insbesondere mittelständische Bau- und Technikfirmen.
Gastronomie und Hotellerie weiter unter wirtschaftlichem Druck
Auch Unternehmen aus Gastronomie und Hotelbetrieb melden Insolvenz an:
- AKSA m. GastroOne GmbH, Marl
(Gastronomiebetrieb) - Heilig-Geist-Hospital Bingen gGmbH, Bingen
(Hospitality-/Pflegebereich) - Ma Pasta Würzburg GmbH, Würzburg
(Gastronomie) - MWB Gastro Holding GmbH, Hamburg
(Gastronomieholding) - Villa von Sayn UG (haftungsbeschränkt), Rheinbreitbach
(Gastgewerbe/Beherbergung)
Der Bereich bleibt durch zurückhaltenden Konsum und hohe Betriebskosten weiterhin stark belastet.
Industrie, Technik und Maschinenbau unter Druck
Mehrere Insolvenzverfahren betreffen technische und industrielle Unternehmen:
- B & S Elektronische Geräte GmbH, Braunschweig
(Elektroniktechnik) - Kraftspeicher GmbH, Kamenz
(Energie-/Technikbereich) - Nähmaschinen-Center Elektrogeräte Vertriebsgesellschaft mbH, Hannover
(Elektro- und Haushaltsgeräte) - Syscon Systeme plus Consulting GmbH, Osnabrück
(IT- und Systemberatung) - Upoolia GmbH, Mannheim
(Technologie-/Dienstleistungsbereich) - Weindler Sicherheitsdienst, Teublitz
(Sicherheitsdienstleistungen)
Der industrielle Mittelstand kämpft weiterhin mit Investitionszurückhaltung und steigenden Betriebskosten.
Immobilien-, Beteiligungs- und Projektgesellschaften betroffen
Auch immobiliennahe und beteiligungsorientierte Unternehmen stehen weiter unter Druck:
- ART HANDLING Spedition GmbH, Köln
(Speziallogistik/Projektlogistik) - MCF Multi Casino Resort GmbH, Seligenstadt
(Projekt-/Freizeitimmobilien) - MediCar Berlin GmbH, Berlin
(Dienstleistungs-/Beteiligungsbereich) - Reona Company GmbH, Berlin
(Beteiligungs-/Projektgesellschaft) - Vinnergi Germany GmbH, Berlin
(Projekt-/Unternehmensbeteiligungen)
Die schwierige Lage am Immobilien- und Investitionsmarkt wirkt sich weiterhin auf projektorientierte Geschäftsmodelle aus.
Handel, Dienstleistungen und Logistik mit zahlreichen Ausfällen
Zahlreiche Insolvenzen betreffen Handels-, Logistik- und Serviceunternehmen:
- Almadia GmbH, Wolfsburg
(Handelsunternehmen) - Atlas GmbH e, Ganderkesee
(Handels-/Ersatzteilbereich) - DRA Gebäudereinigung GmbH, Eschborn
(Gebäudereinigung) - Himmelsstürmer Deutschland gGmbH, Hamburg
(Dienstleistungsunternehmen) - Liqipay UG (haftungsbeschränkt), Wipperfürth
(Finanz-/Zahlungsdienstleistungen) - Porczeng Transporte UG (haftungsbeschränkt), Neunkirchen
(Transportdienstleistungen) - Renobau Service GmbH, Rodgau
(Sanierungs- und Dienstleistungen) - SEROS Security International GmbH, Trier
(Sicherheitsdienstleistungen)
Gerade kleinere Dienstleister leiden zunehmend unter Margendruck, Personalkosten und rückläufiger Nachfrage.
Lebensmittel- und Konsumgüterbranche betroffen
Auch Unternehmen aus Lebensmittelhandel und Konsumgüterbereich geraten in Schwierigkeiten:
- dean&david Oldenburg GmbH, Oldenburg
(Gastronomie-/Franchisebetrieb) - Kova Industrieservice GmbH, Edenkoben
(Industrieservice) - Leinebergland Sicherheit/Service UG, Alfeld
(Dienstleistungen)
Der Wettbewerbsdruck im Konsum- und Dienstleistungssektor bleibt hoch.
Fazit
Die Insolvenzmeldungen vom 19. Mai 2026 verdeutlichen erneut die angespannte wirtschaftliche Lage in vielen klassischen Mittelstandsbranchen. Besonders betroffen sind:
- Bau- und Ausbauunternehmen
- Gastronomie- und Hotelleriebetriebe
- Technik- und Industrieunternehmen
- Dienstleistungs- und Sicherheitsfirmen
- Handels- und Logistikunternehmen
Die Insolvenzdynamik bleibt damit branchenübergreifend hoch und erfasst zunehmend auch spezialisierte Nischenanbieter und regionale Mittelständler.