Derzeit kursiert eine neue Phishing-Welle im Namen der Commerzbank. In betrügerischen E-Mails behaupten Kriminelle, dass aus Sicherheitsgründen ein Update des photoTAN-Verfahrens erforderlich sei. Ziel der Täter ist offenbar, an sensible Zugangsdaten von Bankkunden zu gelangen.
Die E-Mails wirken auf den ersten Blick professionell gestaltet und versuchen gezielt, Druck auf die Empfänger auszuüben. Besonders auffällig ist die Formulierung „Erforderliche Handlung steht an“, mit der Dringlichkeit und Seriosität vermittelt werden sollen.
In der Nachricht wird behauptet, ein „einmaliger Abgleich der Zugangsdaten“ sei notwendig, um das photoTAN-Verfahren weiterhin nutzen zu können. Als angebliche Begründung führen die Täter neue „EU-Sicherheitsrichtlinien“ an. Zudem drohen sie damit, dass das Verfahren bereits „ab dem nächsten Werktag“ deaktiviert werde, falls keine Bestätigung erfolge.
Sicherheitsexperten warnen ausdrücklich davor, auf solche Nachrichten zu reagieren. Typische Merkmale der aktuellen Phishing-Mails sind:
- unpersönliche Anreden wie „Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde“,
- unseriöse oder auffällige Absenderadressen,
- enthaltene Links zu gefälschten Webseiten,
- künstlich erzeugter Zeitdruck,
- Drohungen mit Einschränkungen oder Sperrungen des Kontos.
Die Täter versuchen häufig, Nutzer auf täuschend echt aussehende Internetseiten zu locken. Dort sollen anschließend Online-Banking-Zugangsdaten, TANs oder weitere Sicherheitsinformationen eingegeben werden. Gelangen Kriminelle an diese Daten, drohen unbefugte Kontozugriffe und finanzielle Schäden.
Experten raten daher dringend:
- niemals auf Links in verdächtigen E-Mails zu klicken,
- keine Zugangsdaten oder TANs über E-Mail-Links einzugeben,
- Phishing-Mails sofort in den Spam-Ordner zu verschieben,
- Kontobewegungen regelmäßig zu überprüfen,
- ausschließlich die offizielle Banking-App oder die bekannte Internetseite der Bank zu nutzen.
Wer Kunde der Commerzbank ist und unsicher erscheint, sollte direkt über die offizielle App oder die reguläre Website prüfen, ob tatsächlich Sicherheitsmeldungen vorliegen. Banken versenden sensible Aufforderungen in der Regel nicht über einfache E-Mail-Links.
Der aktuelle Fall zeigt erneut, wie professionell Cyberkriminelle inzwischen vorgehen. Mit angeblichen Sicherheitsupdates, EU-Vorgaben und Zeitdruck versuchen Betrüger gezielt, Vertrauen auszunutzen und Verbraucher zu unüberlegtem Handeln zu bewegen.