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Signa-Krise weitet sich aus: Auch Benkos Laura Privatstiftung meldet Insolvenz an

SimonMichaelHill (CC0), Pixabay

Die wirtschaftlichen Turbulenzen rund um das Immobilienimperium des österreichischen Unternehmers René Benko ziehen immer weitere Kreise. Nun hat auch die der Familie zugerechnete Laura Privatstiftung Insolvenz angemeldet. Damit verliert der frühere Signa-Chef eine weitere zentrale Vermögensstruktur, die lange als finanzielle Rücklage seines Imperiums galt.

Stiftung stellt Insolvenzantrag

Die Laura Privatstiftung teilte mit, dass sie beim Landesgericht Innsbruck selbst einen Insolvenzantrag gestellt hat. Das Gericht bestätigte den Eingang des Antrags.

In der Stiftung sowie in rund 70 Tochtergesellschaften sollen sich Immobilien und Luxusobjekte im geschätzten Gesamtwert von etwa 400 Millionen Euro befunden haben. Die Stiftung trägt den Namen von Benkos ältester Tochter aus erster Ehe und galt über Jahre als wichtiger Bestandteil der Vermögensstruktur rund um den Signa-Gründer.

Der Stiftungsvorstand begründete den Insolvenzantrag mit massiven finanziellen Verpflichtungen. Demnach hätten Schiedssprüche in Höhe von rund einer Milliarde Euro die wirtschaftliche Situation der Stiftung entscheidend verschärft.

Stiftung sieht Zahlungsunfähigkeit

In dem Antrag heißt es, dass die Stiftung nicht in der Lage sei, die aus den Schiedsurteilen resultierenden Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Zudem hätten diese Forderungen zu einer rechnerischen Überschuldung geführt.

Der Vorstand erklärte daher, dass sowohl Zahlungsunfähigkeit als auch Überschuldung vorlägen – zwei zentrale Insolvenzgründe im österreichischen Insolvenzrecht.

Kredite aus den Emiraten belasten Stiftung

Nach Informationen aus dem Umfeld des Verfahrens soll Benko über die Stiftung erhebliche Finanzierungen für seine Unternehmensgruppe aufgenommen haben. Demnach lieh er sich offenbar mindestens 700 Millionen Euro von drei Fonds aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Für diese Kredite sollen umfangreiche Garantien abgegeben worden sein. Nachdem die wirtschaftlichen Probleme der Signa-Gruppe eskalierten, fordern die Fonds nun ihr Geld zurück. Die daraus resultierenden Schiedsverfahren führten letztlich zu den Forderungen, die nun zur Insolvenz der Stiftung beitrugen.

Weitere Belastung für Benko

Die Entwicklung stellt einen weiteren schweren Schlag für den einstigen Immobilienmogul dar. René Benko sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Gegen ihn laufen mehrere Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch seines Immobilienimperiums.

Bereits zuvor war Benko zweimal wegen betrügerischen Bankrotts verurteilt worden. Die Insolvenz der Laura Privatstiftung zeigt nun, dass die finanziellen Folgen des Zusammenbruchs der Signa-Gruppe auch die privaten Vermögensstrukturen des Unternehmers zunehmend erfassen.

Symbol für den Absturz eines Immobilienimperiums

Noch vor wenigen Jahren galt die Signa-Gruppe als eines der bedeutendsten Immobilienunternehmen Europas. Das Unternehmen hielt Beteiligungen an prestigeträchtigen Immobilienprojekten, Warenhausketten und Luxusobjekten in mehreren europäischen Metropolen.

Mit der Insolvenz der Laura Privatstiftung verliert Benko nun auch eine Struktur, die lange als persönliche Vermögensreserve galt. Beobachter sehen darin ein weiteres Zeichen dafür, wie tief der wirtschaftliche Absturz des einstigen Immobilienunternehmers inzwischen reicht.

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