Der Jahresabschluss der Windpark Havelberg Wald Beteiligungs GmbH umfasst das Rumpfgeschäftsjahr vom 12. Januar bis zum 31. Dezember 2024. Als neu gegründete Beteiligungsgesellschaft befindet sich das Unternehmen noch in einer sehr frühen Phase ohne operative Geschäftstätigkeit.
Die Bilanzsumme beträgt zum Jahresende 10.329,34 Euro. Auf der Aktivseite stehen Finanzanlagen in Höhe von 5.000 Euro sowie Bankguthaben von 5.329,34 Euro. Operative Vermögenswerte oder projektbezogene Sachanlagen sind nicht vorhanden. Die Gesellschaft fungiert damit offenbar als reine Beteiligungs- oder Holdinggesellschaft.
Das gezeichnete Kapital beträgt 25.000 Euro. Zum Bilanzstichtag sind davon jedoch 12.500 Euro noch nicht eingezahlt. Effektiv verfügt die Gesellschaft somit nur über ein hälftiges eingezahltes Stammkapital. Für Investoren ist das ein wichtiger Punkt, da das haftende Kapital faktisch begrenzt ist.
Im ersten (verkürzten) Geschäftsjahr wird ein Jahresfehlbetrag von 3.426,36 Euro ausgewiesen. Dieser Verlust ist bei einer neu gegründeten Gesellschaft ohne laufende Einnahmen nicht ungewöhnlich, da Gründungs-, Verwaltungs- und Beratungskosten anfallen. Gleichwohl reduziert sich dadurch das Eigenkapital auf 9.073,64 Euro.
Rückstellungen in Höhe von 1.255,70 Euro sind gebildet worden, was auf erste Verpflichtungen (etwa für Abschluss- oder Beratungskosten) hindeutet. Verbindlichkeiten werden nicht ausgewiesen.
Positiv hervorzuheben ist die Einbindung in den Konzern der wpd GmbH. Die Konzernzugehörigkeit kann strategische und finanzielle Stabilität sichern. Allerdings ersetzt sie keine eigene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.
Aus Anlegersicht ist festzuhalten: Die Gesellschaft befindet sich im Aufbau und verfügt bislang über kaum Substanz. Es handelt sich um eine schlanke Beteiligungsstruktur mit minimaler Kapitalausstattung und noch ohne operative Erträge. Die wirtschaftliche Perspektive hängt vollständig von der Entwicklung der Beteiligungen und der Konzernstrategie ab.
Fazit
Die Windpark Havelberg Wald Beteiligungs GmbH ist eine typische Vorrats- bzw. Projektgesellschaft im Frühstadium. Risiken sind aktuell aufgrund der geringen Größe begrenzt, gleichzeitig existiert aber auch keinerlei operative Ertragsbasis. Für Investoren ist entscheidend, wie sich die Gesellschaft künftig entwickelt und welche werthaltigen Beteiligungen tatsächlich aufgebaut werden.