Aostatal – Ein Lawinenabgang in den italienischen Alpen hat mehrere Wintersportler verschüttet und mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Rettungskräfte suchen weiterhin nach möglichen weiteren Opfern, nachdem Medienberichte von bis zu sechs verschütteten Skifahrern sprechen.
Nach Angaben der Bergwacht löste sich die Lawine am späten Vormittag oberhalb des Ortes Courmayeur, wo eine Gruppe Skifahrer abseits der präparierten Pisten unterwegs war. Ein Mann konnte nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden, ein weiterer erlag kurz darauf seinen schweren Verletzungen. Ein dritter Wintersportler wurde in kritischem Zustand mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Turin geflogen.
Die Einsatzkräfte befürchten, dass sich möglicherweise weitere Personen unter den Schneemassen befinden könnten. Suchmannschaften mit Lawinensonden und Rettungshunden durchkämmen weiterhin das Gebiet, während die Wetter- und Schneelage die Rettungsarbeiten erschweren.
Zeitgleich kam es auch in anderen Teilen der Alpen zu Lawinenabgängen. In der Region Trentino wurde ebenfalls eine Person verschüttet, konnte jedoch von Begleitern rechtzeitig aus dem Schnee befreit werden. Bereits in den vergangenen Tagen hatten mehrere Lawinen in Frankreich und der Schweiz tödliche Unglücke verursacht, was die aktuell erhöhte Gefahr im Hochgebirge unterstreicht.
Experten warnen Wintersportler eindringlich davor, bei angespannten Schneeverhältnissen ungesicherte Hänge abseits der Pisten zu befahren. Trotz moderner Sicherheitsausrüstung könne ein Lawinenabgang innerhalb weniger Sekunden lebensbedrohlich werden – insbesondere in steilen, ungesicherten Seitentälern wie jenen rund um Courmayeur.