Der erste Hurrikan der diesjährigen Atlantik-Saison nimmt Kurs auf die Karibik. Das US-Hurrikanzentrum (NHC) in Miami teilte mit, dass sich „Erin“ derzeit nordöstlich der Kleinen Antillen befindet. Mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde zieht der Sturm in westliche Richtung.
Erwartete Verstärkung
Nach Einschätzung der Meteorologen wird sich „Erin“ am Wochenende weiter verstärken und zu einem starken Hurrikan entwickeln. Vor allem die Inseln südöstlich von Puerto Rico könnten davon betroffen sein. Dazu gehören unter anderem Anguilla, Antigua und Barbuda, St. Kitts und Nevis sowie weitere kleinere Inselstaaten in der Region.
Mögliche Auswirkungen
Die Behörden warnen vor heftigen Regenfällen, Sturmfluten und starken Winden. In besonders gefährdeten Gebieten kann es zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen. Inselbewohnerinnen und -bewohner wurden bereits aufgerufen, sich auf mögliche Evakuierungen vorzubereiten und Notfallpläne zu aktivieren.
Beginn der Hurrikansaison
Die Atlantische Hurrikansaison dauert offiziell von 1. Juni bis 30. November. Meteorologen hatten für dieses Jahr eine überdurchschnittlich aktive Saison vorhergesagt. „Erin“ ist der erste Sturm, der die Stärke eines Hurrikans erreicht hat – weitere könnten in den kommenden Wochen folgen.
Internationale Aufmerksamkeit
Auch internationale Hilfsorganisationen verfolgen die Entwicklung aufmerksam. Erfahrungsgemäß sind kleine Inselstaaten in der Karibik besonders verletzlich, da ihre Infrastruktur schnell an Grenzen stößt und Wiederaufbauhilfen oft lange dauern.