Schleswig-Holstein gehört zu den beliebtesten Regionen für Campingurlaub in Deutschland. Nach Angaben des Statistikamtes Nord verzeichnete das nördlichste Bundesland im Jahr 2024 fast 5,3 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen – ein neuer Spitzenwert. Doch wer 2025 in der Region Urlaub mit Wohnmobil oder Caravan plant, muss sich auf deutlich höhere Preise einstellen. Zahlreiche Betreiber haben ihre Tarife spürbar angehoben.
Preise klettern spürbar – teilweise um mehr als das Doppelte
Besonders auffällig ist die Preisentwicklung in Geesthacht an der Elbe: Der Stellplatz dort kostete bislang 7 Euro pro Nacht – jetzt werden 18 Euro fällig. Damit hat sich der Preis mehr als verdoppelt. Die Stadt begründet den Schritt mit jahrelang ausgebliebenen Anpassungen sowie gestiegenen Betriebskosten.
Auch auf den beliebten Nordseeinseln steigen die Gebühren:
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Westerland (Sylt): Die Preise liegen nun zwischen 18,50 und 25 Euro pro Nacht, zuvor waren es 14,50 bis 25 Euro.
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Rantum (Sylt): Hier beträgt die Spanne 16 bis 31,50 Euro, im Vorjahr lag der Mindestpreis noch bei 14,50 Euro.
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Utersum (Föhr): In der Hauptsaison zahlen Camper nun 29 Euro statt 27 Euro.
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St. Peter-Ording: Hier blieb der Preis stabil bei 18 Euro pro Nacht inklusive Strom.
Auch im Binnenland steigen die Kosten. In Kappeln an der Schlei etwa wurden die Preise um etwa fünf Prozent erhöht: Für Fahrzeuge bis 7,99 Meter Länge sind nun 20 Euro fällig, mit Anhänger 25 Euro.
Gründe für die Verteuerung
Die Betreiber führen mehrere Faktoren an:
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Gestiegene Energiekosten für Strom und Warmwasser
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Modernisierung von Sanitäranlagen und Infrastruktur
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Hohe Nachfrage: Camping ist seit der Pandemie ein Trend, die Plätze sind oft ausgebucht
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Marktmechanismen: Wie in der Hotelbranche setzen viele Campingplätze inzwischen auf flexible Preise, die sich an Auslastung und Saison orientieren
Schleswig-Holstein im Preisvergleich
Laut einer aktuellen Analyse von PiNCAMP (ADAC) kostet eine Übernachtung für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind in Schleswig-Holstein im Sommer durchschnittlich 38 Euro pro Nacht. Damit liegt das Bundesland im Mittelfeld: Günstiger als Bayern (rund 42 Euro), aber teurer als Thüringen oder Hessen (33 bis 37 Euro).
Camping bleibt beliebt – mit neuen Herausforderungen
Trotz der höheren Preise bleibt die Nachfrage hoch. Viele Urlauber schätzen die Flexibilität und Nähe zur Natur. Allerdings fordern Verbraucherschützer mehr Transparenz bei dynamischen Preisgestaltungen und warnen vor kurzfristigen Preissprüngen.
Wer sparen will, sollte frühzeitig buchen, die Nebensaison nutzen und auf Rabattprogramme wie die ADAC CampCard achten. Auch abseits der Hotspots an Nord- und Ostsee finden sich attraktive Alternativen im Binnenland.