Vor genau zehn Jahren, am 23. Juli 2015, verschwanden Sylvia (43) und Miriam (12) Schulze aus Drage (Landkreis Harburg) spurlos. Zusammen mit ihnen galt auch Ehemann und Vater Marco Schulze als vermisst. Eine Woche später wurde sein lebloser Körper aus der Elbe bei Lauenburg geborgen – die Spur zu Mutter und Tochter blieb dagegen bis heute ohne Ergebnis.
Was die Polizei vermutet
Die Ermittler gehen davon aus, dass Marco Schulze zunächst seine Frau und Tochter getötet hat. Anschließend soll er sich einen Betonklotz an den Körper gebunden und von einer Brücke in die Elbe gestürzt haben. Ein Motiv für diese Tat konnte bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden. Die Polizei betont, dass die Akten nach wie vor offen sind, auch wenn es aktuell keine neuen Ermittlungsergebnisse gibt.
Die große Suche – und das Scheitern
Im Sommer 2015 startete die Polizei eine der größten Suchaktionen der Region:
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Das Haus der Familie wurde durchsucht, persönliche Gegenstände und die Haustiere waren noch da.
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Hundertschaften durchkämmten das Gebiet rund um Drage.
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Spürhunde kamen zum Einsatz, die mehrfach an Teichen anschlugen – doch ohne Erfolg.
Im August 2015 konzentrierte sich die Suche auf den Seppenser Mühlenteich bei Buchholz, nachdem eine Zeugin die Familie dort gesehen haben wollte. Trotz intensiver Suche blieb auch dieser Ansatz erfolglos.
Bundesweite Anteilnahme und offene Fragen
Der Fall löste damals bundesweite Anteilnahme aus – und hinterließ viele offene Fragen:
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Warum verschwand die Mutter mit der Tochter spurlos?
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Wo sind ihre Leichen?
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Was trieb den Vater zu dieser Tat?
Zehn Jahre später sind diese Fragen noch immer unbeantwortet. Die Polizei hält an ihrer Theorie fest, doch ohne die Körper von Sylvia und Miriam bleibt der Fall eine der größten Tragödien Norddeutschlands.