Nach der schockierenden Attacke in einem ICE in Niederbayern sitzt der mutmaßliche Täter nicht in Untersuchungshaft, sondern in einer psychiatrischen Fachklinik. Wie die Polizei mitteilte, wurde der ursprünglich erlassene Haftbefehl gegen den 20-jährigen Syrer inzwischen in einen Unterbringungsbefehl umgewandelt.
Hintergrund ist eine vorläufige Einschätzung einer forensisch-psychiatrischen Sachverständigen. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass bei dem jungen Mann eine schizophrene Störung vorliegen dürfte – seine Schuldfähigkeit sei deshalb erheblich eingeschränkt.
Die Ermittlungen zu dem Angriff laufen weiter. Der Syrer hatte in einem ICE vier Menschen mit einer Axt attackiert und dabei zum Teil schwer verletzt. Der brutale Vorfall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.
Mit der Einweisung in die Psychiatrie wird der mutmaßliche Angreifer nun zunächst medizinisch betreut, während die Justiz prüfen muss, ob und in welcher Form er für die Tat zur Verantwortung gezogen werden kann.