Nach einer Morddrohung gegen seine Person fordert Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) eine strengere Regulierung sozialer Medien. In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland sprach Ramelow von einer zunehmenden „Verrohung in Wort und Schrift“ und machte deutlich, dass Hass und Hetze im Netz dringend wirksam eingedämmt werden müssten.
Der Hintergrund ist erschütternd: Ramelow erhielt eine E-Mail, in der der anonyme Absender mit Gewalt gegen ihn und seine Familie drohte. Wörtlich hieß es: „Jeder aus deiner Familie wird in den nächsten Tagen Besuche und Sprengsätze bekommen. Wir löschen euch aus!“ Die Drohung wurde mit „Heil Hitler“ unterzeichnet – ein eindeutiger Hinweis auf rechtsextremen Hintergrund.
Ramelow sieht darin ein alarmierendes Beispiel für die zunehmende Eskalation von Hassbotschaften im Internet. „Was im Netz beginnt, kann schnell reale Konsequenzen haben“, warnte er. Der Bundestagsvizepräsident forderte deshalb schärfere gesetzliche Vorgaben und mehr Verantwortung der Plattformbetreiber, um Hasskriminalität wirksam zu bekämpfen.
Die Ermittlungsbehörden haben inzwischen Untersuchungen zu dem Fall aufgenommen. Politiker aller Parteien verurteilen die Drohungen scharf und mahnen zu entschlossenem Handeln gegen Hass und Gewalt im Netz.