Das bevorstehende Pfingstwochenende sorgt für volle Straßen in ganz Deutschland – besonders jedoch im Norden. Viele Menschen nutzen die freien Tage für Familienbesuche oder einen Kurzurlaub an Nord- oder Ostsee. Der ADAC rechnet daher mit einem deutlichen Anstieg des Reiseverkehrs und warnt vor Staugefahr auf wichtigen Autobahnen und Zufahrtsstraßen.
Freitag gilt als staureichster Tag
Laut Prognose des ADAC wird vor allem der Freitag zum Problem: Der späte Nachmittag und die frühen Abendstunden gelten als besonders kritisch. Viele Berufstätige starten direkt nach Feierabend in das verlängerte Wochenende – und treffen auf Urlauber, die ebenfalls unterwegs sind. Der Ballungsraum Hamburg könnte dabei zum Staubrennpunkt werden: Sowohl der Elbtunnel als auch die A1, A7 und A24 gelten als besonders anfällig.
Beliebte Ziele: Küste und Ausland
Besonders gefragt sind laut Verkehrsclub die klassischen Pfingstziele wie die Nord- und Ostsee. Die Zufahrten in Richtung Lübecker Bucht, Flensburg, Kiel oder auf die Ostfriesischen Inseln könnten am Samstagvormittag sowie Montagnachmittag stark überlastet sein. Auch der Rückreiseverkehr am Pfingstmontag wird voraussichtlich zu Verzögerungen führen.
Wer ins Ausland fährt – etwa nach Dänemark – muss ebenfalls mit Wartezeiten rechnen. Wegen verstärkter Grenzkontrollen könnte es an den Übergängen bei Flensburg (A7) oder Kruså (B200) zu längeren Wartezeiten kommen.
Reisewelle aus fast allen Bundesländern
Der ADAC geht davon aus, dass Autofahrer aus nahezu allen Bundesländern aufbrechen werden – denn Pfingstferien oder verlängerte Wochenenden werden bundesweit genutzt. Besonders viele Urlauber starten aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Nordrhein-Westfalen.
Tipps für Reisende
Um die schlimmsten Staus zu umgehen, empfiehlt der ADAC:
-
Möglichst nicht am Freitagnachmittag oder Montagnachmittag fahren
-
Auf weniger bekannte Ausweichrouten setzen
-
Genügend Wasser und Snacks für eventuelle Wartezeiten einpacken
-
Aktuelle Verkehrsmeldungen nutzen und flexibel bleiben
Wer seinen Pfingstausflug plant, sollte sich also auf längere Fahrtzeiten einstellen – und mit ausreichend Geduld in den Kurzurlaub starten.