Am 16. Mai führten Tornados und schwere Unwetter in den Bundesstaaten Kentucky, Missouri und Virginia zu mindestens 32 Todesfällen. Besonders stark betroffen war Kentucky mit mindestens 23 Toten, vor allem in Laurel County, wo ein Tornado die Stadt London verwüstete. Der Gouverneur von Kentucky, Andy Beshear, warnte, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte.
Ein Feuerwehrmann kam ums Leben, als er während des Sturms im Einsatz war. Der Tornado zerstörte im Westland-Viertel von Laurel County mehr als ein Dutzend Häuser. Insgesamt waren fast 70.000 Haushalte in Kentucky ohne Strom, nachdem in der Spitze über 170.000 betroffen waren.
In Missouri kamen mindestens sieben Menschen ums Leben, darunter fünf in St. Louis, wo die Tornados schwere Schäden anrichteten und rund 5.000 Gebäude zerstörten. In Virginia starben zwei Personen, nachdem umstürzende Bäume auf Fahrzeuge gefallen waren.
Auch in Indiana und New Jersey richteten die Tornados große Schäden an. In Bloomington (Indiana) wurde ein Postamt zerstört, und in New Jersey traf ein Tornado die Region Collings Lakes.
Rettungsteams und Behörden arbeiten weiterhin daran, Menschen aus den Trümmern zu befreien und die Stromversorgung wiederherzustellen. Gouverneur Beshear betonte, dass die Bergungsarbeiten noch andauern und politische Differenzen in einer solchen Krisensituation keine Rolle spielen sollten.