Die HEP – Solar England 1 GmbH & Co. KG hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01.07.2021 bis 30.06.2022 veröffentlicht. Die Bilanzsumme beträgt 333.201,04 Euro und ist im Vergleich zum Vorjahr (7.115.724,08 Euro) drastisch gesunken.
1. Vermögenslage (Aktiva)
Anlagevermögen:
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Im Vorjahr betrugen die Finanzanlagen (Beteiligungen) noch 4,12 Millionen Euro. Im aktuellen Jahresabschluss sind diese jedoch auf null gesunken.
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Grund hierfür ist die vollständige Entnahme der Beteiligungen an der HEP Solar Private Equity III GmbH & Co. KG.
Umlaufvermögen:
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Forderungen gegen verbundene Unternehmen: Diese betrugen im Vorjahr 2,87 Millionen Euro, sind jedoch ebenfalls auf null gesunken.
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Sonstige Vermögensgegenstände: 92.239,60 Euro (Vorjahr: 89.177,92 Euro)
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Kassenbestand und Bankguthaben: Starker Anstieg von 14.245,04 Euro auf 240.961,44 Euro
Rechnungsabgrenzungsposten:
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Im Vorjahr noch 23.217,14 Euro, nun ebenfalls null
Einschätzung:
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Der drastische Rückgang des Anlagevermögens zeigt, dass die Beteiligung veräußert oder abgeschrieben wurde.
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Der Anstieg der liquiden Mittel ist positiv, aber im Vergleich zur vorherigen Finanzkraft gering.
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Das Umlaufvermögen besteht fast ausschließlich aus Bar- und Bankguthaben.
2. Kapitalstruktur (Passiva)
Eigenkapital:
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Das Eigenkapital beträgt 46.868,40 Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (7,03 Millionen Euro) stark verringert.
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Grund: Hohe Entnahmen und die Auflösung der Beteiligung.
Rückstellungen:
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Sonstige Rückstellungen bleiben unverändert bei 20.000 Euro.
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Diese Rückstellungen dürften hauptsächlich Kosten für Jahresabschluss und Prüfung umfassen.
Verbindlichkeiten:
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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: 77.604,70 Euro (leichter Anstieg gegenüber Vorjahr: 69.471,14 Euro)
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Sonstige Verbindlichkeiten: 188.727,94 Euro, im Vorjahr noch null
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Die Gesamtverbindlichkeiten betragen 266.332,64 Euro und machen 80 % der Bilanzsumme aus.
Einschätzung:
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Die Kapitalstruktur ist stark verschlechtert. Der Eigenkapitalanteil ist deutlich gesunken, während die Verbindlichkeiten erheblich gestiegen sind.
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Das Verhältnis von Eigenkapital zu Verbindlichkeiten ist kritisch.
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Anleger sollten hier aufmerksam beobachten, wie die Gesellschaft ihre Verbindlichkeiten bedienen will.
3. Ertragslage
Erträge:
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Sonstige betriebliche Erträge: 646.698,88 Euro (Vorjahr: 1.714,58 Euro)
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Erträge aus Beteiligungen: 9,59 Millionen Euro (Vorjahr: 818.761,03 Euro)
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Der hohe Ertrag aus Beteiligungen resultiert aus der Auflösung der Beteiligung.
Aufwendungen:
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Sonstige betriebliche Aufwendungen: 2,86 Millionen Euro (Vorjahr: 95.145,90 Euro)
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Dies könnte auf Kosten im Zusammenhang mit der Veräußerung der Beteiligung hinweisen.
Gewinn:
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Jahresüberschuss: 7,38 Millionen Euro (Vorjahr: 728.572,44 Euro)
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Der Gewinn wurde vollständig ausgeschüttet und auf den Kapitalkonten gutgeschrieben.
Einschätzung:
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Der hohe Jahresüberschuss ist auf die Entnahme der Beteiligung zurückzuführen.
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Langfristig betrachtet sind diese Erträge jedoch nicht nachhaltig, da die Beteiligung nun auf null steht.
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Die finanzielle Substanz der Gesellschaft ist damit weitgehend verloren.
4. Liquiditäts- und Finanzrisiko
Die Verbindlichkeiten (266.332,64 Euro) übersteigen das vorhandene Eigenkapital (46.868,40 Euro) deutlich.
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Liquide Mittel: 240.961,44 Euro
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Das heißt, das Unternehmen kann seine kurzfristigen Verbindlichkeiten decken, ist aber auf weitere Einnahmen angewiesen.
Einschätzung:
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Durch die vollständige Ausschüttung des Jahresüberschusses ist kein Kapitalpolster mehr vorhanden.
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Sollte es zu unvorhergesehenen Ausgaben kommen, besteht ein Liquiditätsrisiko.
5. Chancen und Risiken
Chancen:
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Die Auflösung der Beteiligung hat kurzfristig Liquidität geschaffen.
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Die vorhandenen liquiden Mittel könnten für neue Projekte genutzt werden.
Risiken:
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Das Unternehmen hat seine Substanz weitgehend aufgelöst.
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Da die Beteiligung nicht mehr vorhanden ist, fehlen künftig die regelmäßigen Erträge.
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Hohe Ausschüttungen können die Finanzkraft langfristig schwächen.
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Mit einem Eigenkapitalanteil von nur 14 % ist die Kapitalstruktur extrem risikobehaftet.
6. Fazit aus Anlegersicht
Die HEP – Solar England 1 GmbH & Co. KG hat mit der Veräußerung ihrer Beteiligung kurzfristig einen hohen Gewinn erzielt. Allerdings wurde dieser vollständig ausgeschüttet, sodass die finanzielle Substanz drastisch gesunken ist.
Empfehlung:
Anleger sollten sich bewusst sein, dass die hohen Erträge einmaliger Natur sind und die langfristige Ertragsbasis entfallen ist. Die Gesellschaft hat keine bedeutenden Vermögenswerte mehr und ist stark fremdfinanziert.
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Bei einer erneuten Kapitalrunde sollte genau geprüft werden, ob die Mittel sinnvoll eingesetzt werden können.
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Die Risikoanalyse sollte die drastisch gesunkene Eigenkapitalquote berücksichtigen.
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Angesichts der aktuellen Lage ist eine vorsichtige Anlagestrategie ratsam.