Ein bedeutender Schritt in der europäischen Versicherungslandschaft: Die Schweizer Versicherer Baloise und Helvetia geben ihren Zusammenschluss bekannt. Gemeinsam wollen sie künftig als zweitgrößter Versicherungskonzern der Schweiz und als einer der führenden Player in Europa auftreten.
Wie beide Unternehmen am Montag mitteilten, entsteht durch die Fusion ein kombinierter Konzern mit einem Geschäftsvolumen von rund 20 Milliarden Schweizer Franken (etwa 20,5 Milliarden Euro) und Aktivitäten in acht Ländern. Damit positioniert sich das neue Unternehmen nicht nur national, sondern auch international in der Spitzengruppe der Versicherungswirtschaft.
Neben strategischer Größe verspricht sich das neue Unternehmen auch erhebliche Effizienzgewinne: Durch die Zusammenlegung der Strukturen sollen jährlich rund 350 Millionen Franken (etwa 376 Millionen Euro) vor Steuern eingespart werden – zusätzlich zu bereits bestehenden Maßnahmen zur Kostenreduktion in beiden Unternehmen.
Das Umtauschverhältnis für die Aktionäre wurde mit 1,0119 Helvetia-Aktien je Baloise-Aktie festgelegt. Der Zusammenschluss soll planmäßig im vierten Quartal 2025 vollzogen werden, vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbs- und Aufsichtsbehörden sowie der Aktionäre beider Unternehmen.
Die künftige Führung des neuen Konzerns steht ebenfalls bereits fest: Thomas von Planta, derzeit Präsident des Verwaltungsrats bei Baloise, wird dieselbe Funktion in der fusionierten Gruppe übernehmen. An der operativen Spitze steht künftig Helvetia-CEO Fabian Rupprecht, der den neuen Versicherungsgiganten leiten wird.
Mit diesem Zusammenschluss setzen Baloise und Helvetia ein klares Signal für die Konsolidierung in der Branche – und für ihren Anspruch, in einem zunehmend globalisierten und digitalen Versicherungsmarkt eine führende Rolle zu spielen.