Die Windpark Dittelsheim-Heßloch GmbH & Co. KG mit Sitz in Worms hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Verlust von 59.676,21 Euro abgeschlossen. Im Vorjahr lag der Fehlbetrag noch bei 5.832,88 Euro. Das geht aus dem am 30. Oktober 2026 veröffentlichten Jahresabschluss hervor.
Trotz des gestiegenen Verlusts konnte die Gesellschaft ihre Bankverbindlichkeiten deutlich reduzieren. Gleichzeitig verfügt der Windpark weiterhin über ein erhebliches Bankguthaben. Auffällig sind zudem finanzielle Verpflichtungen für den späteren Rückbau der Windenergieanlagen.
Bankverbindlichkeiten sinken um mehr als 826.000 Euro
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen von 3,93 Millionen Euro Ende 2024 auf rund 3,10 Millionen Euro Ende 2025 zurück.
Damit verringerte das Unternehmen seine Bankschulden innerhalb eines Jahres um 826.368 Euro.
Die Kredite sind durch Sicherheiten an den Windenergieanlagen abgesichert. Von den verbliebenen Bankverbindlichkeiten werden rund 826.000 Euro innerhalb eines Jahres fällig.
Auch die Bilanzsumme sank von 8,39 Millionen Euro auf 7,30 Millionen Euro. Ein wesentlicher Grund dafür sind die planmäßigen Abschreibungen auf die technischen Anlagen in Höhe von 786.964 Euro.
Bankguthaben weiterhin bei rund 1,46 Millionen Euro
Zum Jahresende 2025 verfügte die Gesellschaft über Bankguthaben und Tagesgelder von insgesamt 1.458.109,08 Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 1.701.767,55 Euro.
Allerdings sind davon rund 1,11 Millionen Euro sicherungsübereignet. Diese Mittel stehen dem Unternehmen deshalb nicht uneingeschränkt zur freien Verfügung.
Die wichtigsten Bilanzzahlen im Überblick:
| Kennzahl | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Jahresfehlbetrag | 59.676 € | 5.833 € |
| Eigenkapital | 2.603.745 € | 2.840.800 € |
| Bankverbindlichkeiten | 3.098.813 € | 3.925.181 € |
| Bankguthaben | 1.458.109 € | 1.701.768 € |
| Sachanlagen | 5.623.572 € | 6.410.536 € |
Beträge gerundet.
Das Eigenkapital verringerte sich im Berichtsjahr um rund 237.000 Euro. Neben dem Jahresverlust trugen dazu Entnahmen der Gesellschafter in Höhe von insgesamt 177.379,62 Euro bei.
Rückbau der Windenergieanlagen kostet Geld
Ein weiterer wichtiger Posten sind die Rückstellungen für den späteren Rückbau der Windenergieanlagen.
Diese stiegen von 542.117 Euro auf 586.312 Euro. Insgesamt weist das Unternehmen Rückstellungen von 668.889,92 Euro aus.
Solche Rückstellungen sollen künftige Verpflichtungen berücksichtigen, die nach dem Ende des Anlagenbetriebs entstehen können.
Darüber hinaus bestehen langfristige Verpflichtungen aus Grundstücksnutzungsverträgen. Die jährlichen Zahlungen belaufen sich laut Jahresabschluss auf 131.420,40 Euro. Die Restlaufzeit beträgt 13 Jahre.
Neue Windparks verursachen Abschattungsverluste
Interessant ist auch ein Hinweis im Anhang zur Gewinn- und Verlustrechnung.
Demnach hat die Gesellschaft eine Einmalzahlung als Ausgleich für sogenannte Abschattungsverluste erhalten. Hintergrund ist der Bau zweier weiterer Windparks in unmittelbarer Umgebung.
Wenn neue Windenergieanlagen den Windstrom für bestehende Anlagen beeinflussen, können dadurch Ertragseinbußen entstehen.
Die erhaltene Ausgleichszahlung wird über mehrere Jahre erfolgswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2025 wurden daraus 71.524,80 Euro als Ertrag erfasst.
Zum Jahresende standen noch 870.934,82 Euro als passiver Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz.
Wer steht hinter dem Windpark?
An der Windpark Dittelsheim-Heßloch GmbH & Co. KG sind zwei Kommanditisten beteiligt:
- Die Energie- und Erschließungsprojekte Wonnegau Anstalt des öffentlichen Rechts mit 49,9 Prozent.
- Die EWR Neue Energien GmbH mit Sitz in Worms mit 50,1 Prozent.
Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Wind NE Verwaltungs GmbH. Deren Geschäftsführer ist Alexander Neumann.