Verbraucherwarnung vom 30. Oktober 2026 – Nordrhein-Westfalen
Eine 88-jährige Frau aus Münster-Coerde ist nach Angaben der Polizei durch einen sogenannten Schockanruf um Bargeld gebracht worden.
Unbekannte Täter täuschten vor, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und nur durch die Zahlung einer Kaution vor einer Inhaftierung bewahrt werden könne.
Die Polizei Münster veröffentlichte die Warnung am 30. Oktober 2026.
Angebliche Polizistin schildert dramatischen Unfall
Der Betrugsfall ereignete sich am Mittwochabend, dem 28. Oktober.
Die Seniorin erhielt einen Anruf von einer Frau, die sich als Polizeibeamtin ausgab.
Die Anruferin erklärte, dass die Tochter der 88-Jährigen einen Verkehrsunfall gehabt habe.
Dabei sei eine andere Verkehrsteilnehmerin so schwer verletzt worden, dass sie im Koma liege und möglicherweise sterben werde.
Um eine angebliche Inhaftierung ihrer Tochter zu verhindern, müsse die Seniorin eine Kaution bezahlen.
In mehreren Telefonaten setzten die Unbekannten die Frau unter Druck.
Schließlich übergab sie ihre zu Hause aufbewahrten Ersparnisse an einen unbekannten Abholer.
Die genaue Schadenshöhe wurde nicht veröffentlicht.
Polizei verlangt keine telefonischen Kautionszahlungen
Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Vorgehensweise.
Weder echte Polizeibeamte noch Staatsanwaltschaften verlangen am Telefon die Übergabe von Bargeld an unbekannte Personen, um Angehörige vor einer angeblichen Haft zu bewahren.
Wer einen entsprechenden Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und den betroffenen Angehörigen über eine bekannte Telefonnummer kontaktieren.
Die Polizei empfiehlt außerdem, auch versuchte Betrugsfälle anzuzeigen.
Die Ermittlungen im Fall aus Münster dauern an.