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PFAS in Pfannen, Regenjacken und Lebensmittelverpackungen: Forscher entwickeln Alternativen zu gefährlichen Ewigkeitschemikalien

scratsmacker (CC0), Pixabay

Ob in der beschichteten Bratpfanne, der wasserabweisenden Regenjacke oder der fettbeständigen Lebensmittelverpackung: Chemische Beschichtungen erleichtern in vielen Bereichen den Alltag. Sie verhindern, dass Speisen anhaften, Kleidung bei Regen durchnässt oder Verpackungen durch Fett und Feuchtigkeit beschädigt werden. Doch einige der Stoffe, die solche Eigenschaften ermöglichen, stehen seit Jahren in der Kritik. Besonders problematisch sind sogenannte PFAS, die wegen ihrer außergewöhnlichen Beständigkeit häufig als Ewigkeitschemikalien bezeichnet werden.

Die Stoffgruppe ist inzwischen weltweit in der Umwelt nachweisbar. PFAS können sich über Böden und Gewässer verbreiten, in Lebensmittel gelangen und teilweise auch im menschlichen Körper anreichern. Wissenschaftler suchen deshalb nach Möglichkeiten, die Chemikalien durch weniger problematische Materialien zu ersetzen. Wie der Bayerische Rundfunk in einem Beitrag vom 15. Oktober 2026 berichtet, arbeitet der Chemiker Ferdinand Somorowsky am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg an fluorfreien Funktionsbeschichtungen.

Die Herausforderung ist erheblich. PFAS werden nicht ohne Grund seit Jahrzehnten in zahlreichen industriellen Anwendungen eingesetzt. Sie vereinen Eigenschaften, die mit anderen Materialien nur schwer gleichzeitig erreicht werden können. Viele dieser Verbindungen sind wasser- und fettabweisend, chemisch stabil und widerstandsfähig gegenüber hohen Temperaturen. Gerade diese Kombination macht sie technisch attraktiv und ökologisch problematisch.

Für Verbraucher stellt sich deshalb eine wichtige Frage: Können Pfannen, Kleidung und Verpackungen künftig ohne PFAS auskommen, ohne dass ihre Qualität oder Gebrauchstauglichkeit deutlich schlechter wird?

PFAS ist die Abkürzung für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes umfasst diese Stoffgruppe mehr als 10.000 verschiedene chemische Verbindungen. Sie werden künstlich hergestellt und besitzen charakteristische fluorhaltige Strukturen.

Viele PFAS zeichnen sich durch besonders stabile chemische Bindungen aus. Diese Stabilität ist einer der Gründe dafür, dass entsprechende Stoffe in industriellen Produkten so vielseitig eingesetzt werden können.

Gleichzeitig führt sie dazu, dass zahlreiche PFAS in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut werden. Einige Verbindungen können über lange Zeiträume bestehen bleiben, sich verbreiten oder in andere langlebige Stoffe umgewandelt werden.

Der Begriff Ewigkeitschemikalien beschreibt diese außergewöhnliche Beständigkeit. Er bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche PFAS chemisch vollkommen unveränderlich sind oder dass alle Verbindungen dieselben Eigenschaften besitzen.

Gerade diese Unterscheidung ist wichtig. PFAS bilden keine einheitliche Substanz, sondern eine große Gruppe unterschiedlicher Stoffe. Ihre Mobilität, ihr Verhalten im Körper und ihre gesundheitlichen Auswirkungen können erheblich voneinander abweichen.

Dennoch stellt die weitreichende Verbreitung langlebiger PFAS ein erhebliches Umweltproblem dar.

Einmal freigesetzte Verbindungen können in Böden und Gewässer gelangen. Von dort aus können sie sich weiter ausbreiten und unter bestimmten Umständen in Pflanzen, Tiere und Lebensmittel gelangen.

Die Belastung ist dabei nicht auf einzelne Industriestandorte beschränkt. PFAS wurden inzwischen in zahlreichen Umweltbereichen nachgewiesen, auch fernab der Orte, an denen sie ursprünglich verwendet wurden.

Für die menschliche Gesundheit ist vor allem entscheidend, welche PFAS aufgenommen werden, in welcher Menge dies geschieht und wie lange eine Belastung anhält.

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung erfolgt die Aufnahme bestimmter PFAS vor allem über Lebensmittel und Trinkwasser. Weitere mögliche Quellen sind Hausstaub, Luft und der Kontakt mit bestimmten Verbraucherprodukten.

Dabei sollte nicht jede Berührung mit einer PFAS-haltigen Oberfläche automatisch mit einer gesundheitlich bedenklichen Aufnahme gleichgesetzt werden. Die tatsächliche Exposition hängt stark vom jeweiligen Stoff, seiner Bindung im Material und den konkreten Nutzungsbedingungen ab.

Auch die gesundheitlichen Wirkungen lassen sich nicht pauschal für die gesamte Stoffgruppe beschreiben.

Bei einigen gut untersuchten PFAS wurden Zusammenhänge mit bestimmten gesundheitlichen Veränderungen festgestellt. Dazu gehören beispielsweise erhöhte Cholesterinwerte bei Menschen mit höheren Blutkonzentrationen bestimmter Verbindungen.

Bei Kindern wurden außerdem Zusammenhänge zwischen höheren PFAS-Gehalten im Blut und einer geringeren Antikörperantwort nach bestimmten Impfungen beobachtet.

Solche wissenschaftlichen Befunde sind ernst zu nehmen. Gleichzeitig muss zwischen beobachteten Zusammenhängen, nachgewiesenen Wirkmechanismen und individuellen Erkrankungsrisiken unterschieden werden.

Nicht jede PFAS-Verbindung ist in gleichem Umfang untersucht. Deshalb bestehen für zahlreiche Stoffe weiterhin erhebliche Wissenslücken.

Aus Sicht des vorsorgenden Umwelt- und Gesundheitsschutzes ist insbesondere problematisch, dass langlebige Stoffe auch dann über lange Zeiträume in der Umwelt verbleiben können, wenn ihre Risiken noch nicht vollständig bekannt sind.

Genau hier setzt die Forschung nach Alternativen an.

Am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg beschäftigt sich Ferdinand Somorowsky mit fluorfreien Funktionsschichten. Ziel ist es, Beschichtungen zu entwickeln, die wichtige technische Eigenschaften herkömmlicher PFAS-haltiger Materialien übernehmen können, ohne auf die problematische Stoffgruppe angewiesen zu sein.

Das klingt zunächst einfach. Schließlich gibt es zahlreiche wasserabweisende oder hitzebeständige Materialien, die ohne PFAS hergestellt werden können.

Die Schwierigkeit besteht jedoch darin, mehrere Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen.

Eine Beschichtung für eine Bratpfanne muss beispielsweise verhindern, dass Lebensmittel stark anhaften. Gleichzeitig muss sie die bei der Zubereitung entstehenden Temperaturen aushalten und über eine möglichst lange Nutzungsdauer funktionsfähig bleiben.

Hinzu kommen Anforderungen an die mechanische Belastbarkeit. Pfannen werden regelmäßig erhitzt, abgekühlt, gereinigt und mit Küchenutensilien beansprucht.

Eine Beschichtung, die zwar gute Antihafteigenschaften besitzt, sich aber schnell abnutzt, wäre für den alltäglichen Gebrauch nur eingeschränkt geeignet.

Bei Regenjacken sind die Anforderungen anders. Hier soll die Oberfläche Wasser möglichst zuverlässig abweisen, damit sich der Oberstoff nicht vollständig vollsaugt.

Gleichzeitig muss die Kleidung flexibel bleiben, Bewegungen mitmachen und wiederholtes Waschen überstehen.

Eine Beschichtung, die nach wenigen Waschgängen ihre wasserabweisende Wirkung verliert, wäre für viele Verbraucher wenig attraktiv.

Bei Lebensmittelverpackungen kommt es wiederum darauf an, dass Fett und Feuchtigkeit nicht unkontrolliert durch das Material dringen.

Besonders bei Papier- und Kartonverpackungen können entsprechende Barriereeigenschaften wichtig sein. Gleichzeitig müssen die eingesetzten Materialien die geltenden Anforderungen für den Kontakt mit Lebensmitteln erfüllen.

Die Beispiele zeigen, dass es keine einfache Universallösung für sämtliche PFAS-Anwendungen gibt.

Ein Ersatzstoff, der bei Textilien gut funktioniert, muss nicht automatisch für Pfannen oder Lebensmittelverpackungen geeignet sein.

Somorowsky beschreibt die besonderen Eigenschaften bestimmter Fluorpolymere deshalb als eine Art technischen Idealzustand. Sie vereinen mehrere Eigenschaften, die andere Materialien oft nur einzeln oder in begrenztem Umfang bieten.

Die Forschung muss daher für unterschiedliche Anwendungen passende Lösungen entwickeln.

Ein möglicher Ansatz sind fluorfreie Beschichtungen auf Basis anorganischer oder organisch-anorganischer Materialien. Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung verfügt über Erfahrung mit entsprechenden Funktionsschichten.

Solche Entwicklungen können dazu beitragen, Oberflächen gezielt zu verändern, ohne dass dafür zwingend fluorierte Chemikalien eingesetzt werden müssen.

Ob eine neue Beschichtung für ein bestimmtes Produkt geeignet ist, muss allerdings durch umfangreiche Prüfungen festgestellt werden.

Dazu gehören beispielsweise Tests zur Wasser- oder Fettabweisung, zur Temperaturbeständigkeit, zur Haltbarkeit und zur chemischen Stabilität.

Auch die Sicherheit während der Herstellung, der Nutzung und der Entsorgung muss berücksichtigt werden.

Denn eine Alternative ist nicht allein deshalb automatisch umweltfreundlich, weil sie keine PFAS enthält.

Wenn ein Ersatzstoff andere problematische Eigenschaften besitzt, besonders ressourcenintensiv hergestellt werden muss oder nur eine sehr kurze Lebensdauer ermöglicht, kann sich daraus eine neue Belastung ergeben.

Entscheidend ist deshalb eine umfassende Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts.

Für Verbraucher ist diese Frage besonders bei beschichteten Bratpfannen relevant.

Viele klassische Antihaftpfannen verwenden Beschichtungen auf Basis von Polytetrafluorethylen, kurz PTFE. Dieser Kunststoff gehört zu den Fluorpolymeren und wird der PFAS-Stoffgruppe zugerechnet.

Dabei ist eine wichtige Unterscheidung erforderlich: PTFE ist nicht identisch mit den einzelnen niedermolekularen PFAS, die beispielsweise bei bestimmten Umwelt- und Gesundheitsuntersuchungen im Mittelpunkt stehen.

Auch die früher in der Herstellung bestimmter Fluorpolymerbeschichtungen verwendete Verbindung PFOA ist nicht mit PTFE gleichzusetzen.

Wer sich über die Sicherheit einer Pfanne informiert, sollte deshalb darauf achten, welche Stoffe tatsächlich gemeint sind.

Eine Werbeaussage wie „PFOA-frei“ bedeutet nicht automatisch, dass die gesamte Beschichtung PFAS-frei ist. Sie bezieht sich zunächst nur auf den genannten Stoff.

Umgekehrt bedeutet die Verwendung einer PTFE-Beschichtung nicht, dass bei sachgemäßer Nutzung zwangsläufig gesundheitsschädliche Mengen an PFAS aufgenommen werden.

Entscheidend sind die Eigenschaften des konkreten Materials und die Bedingungen, unter denen die Pfanne verwendet wird.

Bei PTFE-beschichteten Pfannen ist insbesondere eine starke Überhitzung zu vermeiden. Unter extremen Temperaturbedingungen kann sich das Material zersetzen und gesundheitsschädliche Dämpfe freisetzen.

Verbraucher sollten deshalb die Gebrauchsanweisung des Herstellers beachten und beschichtete Pfannen nicht unnötig leer auf hoher Heizstufe erhitzen.

Auch beschädigte oder stark abgenutzte Beschichtungen können ein Anlass sein, die weitere Verwendung zu überprüfen.

Wer PFAS-haltige Antihaftbeschichtungen grundsätzlich vermeiden möchte, kann auf andere Pfannenmaterialien ausweichen.

Dazu gehören beispielsweise Edelstahl, Gusseisen und bestimmte keramisch beschichtete Pfannen.

Allerdings besitzen diese Produkte unterschiedliche Eigenschaften.

Eine Edelstahlpfanne kann langlebig und vielseitig einsetzbar sein, erfordert aber bei empfindlichen Speisen unter Umständen mehr Erfahrung im Umgang mit Temperatur und Fett.

Gusseisen kann ebenfalls eine lange Nutzungsdauer ermöglichen, benötigt jedoch je nach Ausführung eine besondere Pflege.

Keramische Antihaftbeschichtungen können ohne fluorierte Polymere hergestellt werden. Ihre Antihafteigenschaften und ihre Haltbarkeit unterscheiden sich jedoch je nach Produkt und Nutzungsbedingungen.

Die Bezeichnung „Keramik“ allein garantiert deshalb weder eine bestimmte Lebensdauer noch automatisch eine umfassend schadstofffreie Herstellung.

Verbraucher sollten bei der Auswahl auf nachvollziehbare Herstellerangaben achten und zwischen konkreten Materialinformationen und allgemeinen Werbeversprechen unterscheiden.

Ähnliche Fragen stellen sich beim Kauf von Outdoorbekleidung.

Wasserabweisende Ausrüstungen werden bei Regenjacken, Wanderhosen und anderen Textilien eingesetzt, damit Wasser möglichst von der Oberfläche abperlt.

In der Vergangenheit kamen dafür häufig fluorierte Chemikalien zum Einsatz.

Inzwischen bieten zahlreiche Hersteller Produkte mit fluorfreien wasserabweisenden Ausrüstungen an.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass die wasserabweisende Oberflächenbehandlung nicht dasselbe ist wie eine wasserdichte Membran.

Eine Jacke kann beispielsweise eine fluorfreie Imprägnierung besitzen, während für andere Bestandteile unterschiedliche Materialien verwendet werden.

Wer ein vollständig PFAS-freies Produkt sucht, sollte deshalb prüfen, worauf sich die Herstellerangabe tatsächlich bezieht.

Auch Begriffe wie „PFC-frei“, „fluorfrei“ oder „ohne PFAS hergestellt“ können je nach Hersteller unterschiedlich erläutert werden.

Für Verbraucher ist eine klare und überprüfbare Kennzeichnung besonders wichtig.

Pauschale Werbeaussagen ohne nähere Angaben zur Beschichtung oder zu den verwendeten Materialien erschweren eine sachgerechte Kaufentscheidung.

Hinzu kommt, dass nicht jede wasserabweisende Jacke für jeden Einsatzzweck dieselben Eigenschaften benötigt.

Wer eine Jacke hauptsächlich im Alltag trägt, hat möglicherweise andere Anforderungen als jemand, der über mehrere Stunden bei starkem Regen im Gebirge unterwegs ist.

Eine passende Auswahl kann deshalb helfen, unnötig aufwendige Spezialausrüstungen zu vermeiden.

Auch bei Lebensmittelverpackungen stellt sich die Frage nach PFAS-freien Alternativen.

Fettbeständige Papiere und Kartonverpackungen können so behandelt werden, dass Öl oder Feuchtigkeit weniger leicht durchdringen.

Für bestimmte Anwendungen werden dafür fluorierte Stoffe eingesetzt oder wurden in der Vergangenheit verwendet.

Alternative Lösungen können beispielsweise auf anderen Beschichtungen, geeigneten Materialkombinationen oder einer veränderten Verpackungskonstruktion beruhen.

Allerdings muss auch hier geprüft werden, ob die Verpackung für den vorgesehenen Lebensmittelkontakt geeignet ist.

Eine Beschichtung darf nicht nur die gewünschte Barrierewirkung besitzen. Sie muss auch den rechtlichen Anforderungen an Materialien entsprechen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen.

Für Verbraucher ist besonders problematisch, dass die genaue chemische Zusammensetzung einer Verpackung im Alltag häufig nicht erkennbar ist.

Anders als bei manchen Textilien finden sich auf Lebensmittelverpackungen nicht immer detaillierte Angaben zu den eingesetzten Beschichtungsstoffen.

Deshalb kommt den Herstellern, den zuständigen Kontrollbehörden und den gesetzlichen Anforderungen eine besondere Verantwortung zu.

Verbraucher können nicht jede Verpackung selbst chemisch untersuchen. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass die geltenden Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.

Auf europäischer Ebene wird seit Jahren über weitergehende Beschränkungen von PFAS diskutiert.

Dabei geht es um die Frage, wie der Einsatz besonders langlebiger Chemikalien begrenzt werden kann und für welche Anwendungen möglicherweise Ausnahmen oder Übergangsfristen erforderlich sind.

Die Diskussion ist komplex, weil PFAS nicht nur in alltäglichen Verbraucherprodukten, sondern auch in bestimmten industriellen und technischen Anwendungen verwendet werden.

Für einige Einsatzbereiche bestehen bereits spezifische Beschränkungen. Weitere regulatorische Maßnahmen werden auf europäischer Ebene geprüft beziehungsweise schrittweise umgesetzt.

Verbraucher sollten deshalb zwischen bereits geltendem Recht und angekündigten oder noch diskutierten Beschränkungen unterscheiden.

Nicht jede politische Forderung nach einem PFAS-Verbot ist bereits eine unmittelbar geltende gesetzliche Regelung.

Für Unternehmen bedeutet die Suche nach Alternativen, dass Produkte und Herstellungsverfahren teilweise grundlegend verändert werden müssen.

Neue Materialien müssen entwickelt, getestet und für die industrielle Produktion geeignet gemacht werden.

Dabei spielen nicht nur technische Eigenschaften eine Rolle, sondern auch Kosten, Rohstoffverfügbarkeit und die Möglichkeit, Beschichtungen in großen Mengen gleichbleibend herzustellen.

Ein Ersatzstoff, der im Labor funktioniert, ist deshalb nicht automatisch sofort für den Massenmarkt geeignet.

Die Forschung des Fraunhofer-Instituts ist vor diesem Hintergrund ein wichtiger Bestandteil einer längerfristigen Entwicklung.

Sie zeigt, dass die Suche nach PFAS-Alternativen nicht allein auf gesetzliche Verbote angewiesen ist, sondern auch technische Innovationen erfordert.

Aus Verbraucherschutzsicht sollte dabei vermieden werden, dass neue Produkte mit überzogenen Versprechen beworben werden.

Die Aussage „PFAS-frei“ kann eine wichtige Information sein. Sie ersetzt jedoch keine Prüfung der tatsächlichen Gebrauchseigenschaften, der Produktsicherheit und der Umweltwirkungen.

Ebenso wenig sollte der Eindruck entstehen, dass sämtliche vorhandenen PFAS-haltigen Produkte sofort entsorgt werden müssten.

Bei langlebigen Gebrauchsgütern kann es sinnvoll sein, den Zustand, die sichere Nutzung und die voraussichtliche Restlebensdauer zu berücksichtigen.

Wer beispielsweise eine intakte Pfanne besitzt, sollte sich zunächst über deren Material und die Herstellerhinweise informieren, bevor allein aufgrund allgemeiner Schlagzeilen eine Neuanschaffung erfolgt.

Auch bei Outdoorbekleidung kann eine fachgerechte Pflege die Lebensdauer verlängern und unnötigen Neukonsum vermeiden.

Gleichzeitig ist es sinnvoll, bei einer ohnehin anstehenden Neuanschaffung gezielt nach Produkten ohne PFAS-haltige Ausrüstung zu suchen, sofern diese die benötigten Eigenschaften erfüllen.

Besonders wichtig ist eine sachliche Risikokommunikation.

Die Umweltprobleme durch langlebige PFAS sind ernst zu nehmen. Daraus folgt aber nicht, dass jedes einzelne Produkt, das einen PFAS-Stoff enthält, bei jeder Form der Verwendung dasselbe gesundheitliche Risiko verursacht.

Umgekehrt wäre es ebenso falsch, die Umweltbelastung allein deshalb zu unterschätzen, weil ein bestimmtes Produkt bei sachgemäßer Nutzung kein unmittelbar erkennbares Gesundheitsproblem verursacht.

Die Bewertung muss zwischen Herstellung, Nutzung, möglicher Freisetzung und Entsorgung unterscheiden.

Gerade die langfristige Umweltverbreitung macht PFAS zu einer besonderen Herausforderung. Während einzelne Produkte nur wenige Jahre verwendet werden, können bestimmte freigesetzte Chemikalien sehr viel länger in der Umwelt verbleiben.

Deshalb ist die Entwicklung geeigneter Ersatzmaterialien nicht nur eine Frage der Produktqualität, sondern auch der Verantwortung gegenüber künftigen Generationen.

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