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NeXtWind Windpark Beteiligung I GmbH & Co. KG: Finanzanlagen steigen auf 3,95 Millionen Euro – Keine Bankguthaben zum Jahresende

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

NeXtWind Windpark Beteiligung I veröffentlicht Jahresabschluss 2025

Der am 23. Oktober 2026 veröffentlichte Jahresabschluss der NeXtWind Windpark Beteiligung I GmbH & Co. KG umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Registernummer HRA 57821 eingetragen.

Der Abschluss wurde am 23. Juli 2026 durch die NeXtWind Komplementär GmbH, vertreten durch ihre Geschäftsführer Prof. Dr. Werner Süss, Lars Meyer, Dr. Urban Keussen und Lisa-Sophie Kleiß, unterzeichnet.

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 25. September 2026.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der NeXtWind Capital Ltd. mit Sitz in London einbezogen.

Bilanzsumme steigt um rund 26 Prozent

Die Bilanzsumme der NeXtWind Windpark Beteiligung I GmbH & Co. KG erhöhte sich von 3.927.024,76 Euro zum Jahresende 2024 auf 4.954.349,77 Euro zum 31. Dezember 2025.

Dies entspricht einem Anstieg um rund 1,03 Millionen Euro beziehungsweise 26,2 Prozent.

Der Zuwachs ist vor allem auf die höheren Finanzanlagen zurückzuführen.

Diese stiegen von rund 3,04 Millionen Euro auf 3,95 Millionen Euro.

Damit entfallen knapp 80 Prozent der gesamten Bilanzsumme auf Finanzanlagen.

Die Gesellschaft weist somit eine Vermögensstruktur auf, die wesentlich durch Beteiligungen und andere finanzielle Vermögenswerte geprägt ist.

Finanzanlagen steigen auf 3,95 Millionen Euro

Das Anlagevermögen der Gesellschaft besteht vollständig aus Finanzanlagen.

Zum Jahresende 2025 beliefen sich diese auf 3.949.209,20 Euro. Im Vorjahr waren es 3.040.157,02 Euro.

Der Anstieg beträgt rund 909.100 Euro.

Eine wichtige Rolle spielt dabei eine Änderung der Bilanzierung von nachträglichen Kaufpreiszahlungen für erworbene Unternehmensbeteiligungen.

Nach Angaben im Anhang werden sogenannte Earn-Out-Zahlungen nun als nachträgliche Anschaffungskosten der Beteiligungen behandelt.

In den Vorjahren waren entsprechende Zahlungen noch als Betriebsausgaben erfasst worden.

Diese Änderung beeinflusst die Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse.

Geänderte Bilanzierung von Earn-Out-Zahlungen

Eine Besonderheit des Jahresabschlusses 2025 ist die geänderte Behandlung von Earn-Out-Zahlungen.

Dabei handelt es sich um nachträgliche Kaufpreisbestandteile, die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmensanteilen vereinbart werden können.

Die NeXtWind Windpark Beteiligung I GmbH & Co. KG weist darauf hin, dass solche Zahlungen für erworbene Anteile an Personengesellschaften künftig als nachträgliche Anschaffungskosten bilanziert werden.

Darüber hinaus wurden bereits in früheren Jahren geleistete Earn-Out-Zahlungen im Geschäftsjahr 2025 nachträglich aktiviert.

Die entsprechende Korrektur erfolgte über die Position der sonstigen betrieblichen Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Damit kann sich die geänderte Bilanzierung sowohl auf die Höhe der ausgewiesenen Finanzanlagen als auch auf das Jahresergebnis auswirken.

Wichtig ist deshalb, dass die Entwicklung der Finanzanlagen nicht ohne Weiteres mit zusätzlichen Investitionen im Geschäftsjahr 2025 gleichgesetzt werden kann.

Ein Teil des Anstiegs kann auf die veränderte bilanzielle Behandlung bereits geleisteter Zahlungen zurückzuführen sein.

Wie hoch dieser Anteil genau ist, geht aus den veröffentlichten Angaben nicht hervor.

Eigenkapital steigt auf 2,21 Millionen Euro

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich von 1.613.479,45 Euro auf 2.209.639,77 Euro.

Damit stieg das bilanzierte Eigenkapital um rund 596.200 Euro beziehungsweise 36,9 Prozent.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von rund 41,1 Prozent auf 44,6 Prozent.

Damit ist ein größerer Anteil der bilanzierten Vermögenswerte durch Eigenkapital gedeckt als im Vorjahr.

Das Eigenkapital besteht vollständig aus den ausgewiesenen Kapitalanteilen der Kommanditisten.

Ein gesonderter Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wird nicht ausgewiesen.

Aus der Veränderung der Kapitalanteile lässt sich das tatsächliche Jahresergebnis nicht unmittelbar bestimmen, da auch Einlagen, Entnahmen oder Ergebnisverwendungen Einfluss auf diese Position haben können.

Verbindlichkeiten steigen auf 2,74 Millionen Euro

Während das Eigenkapital zunahm, erhöhten sich auch die Verbindlichkeiten.

Zum Jahresende 2025 beliefen sie sich auf 2.739.710,00 Euro.

Im Vorjahr waren es 2.308.545,31 Euro.

Damit stiegen die Verpflichtungen um rund 431.200 Euro beziehungsweise 18,7 Prozent.

Besonders auffällig ist die Fälligkeitsstruktur.

Nach den Angaben im Anhang haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.

Langfristige Verbindlichkeiten werden nicht ausgewiesen.

Ebenso bestehen laut Anhang keine bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte abgesichert sind.

Die Gesellschaft muss damit ihre kurzfristigen Verpflichtungen aus laufenden Einnahmen, Forderungseinzügen, Veräußerungen, Finanzierungsvereinbarungen oder anderen verfügbaren Mitteln erfüllen können.

Keine Bankguthaben zum Bilanzstichtag

Ein weiterer auffälliger Punkt betrifft die liquiden Mittel.

Während zum Jahresende 2024 noch Bankguthaben und Kassenbestände von 8.048,21 Euro ausgewiesen wurden, lag diese Position zum 31. Dezember 2025 bei 0,00 Euro.

Damit verfügte die Gesellschaft am Bilanzstichtag laut Einzelbilanz über keine ausgewiesenen liquiden Mittel.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Gesellschaft zahlungsunfähig war.

Gerade Beteiligungsgesellschaften können ihre Zahlungsströme über konzerninterne Finanzierungsstrukturen organisieren.

Ob solche Vereinbarungen im konkreten Fall bestehen, lässt sich aus dem veröffentlichten Abschluss nicht abschließend feststellen.

Für die Beurteilung der Liquidität ist deshalb insbesondere relevant, wie kurzfristig Forderungen realisiert werden können und welche Finanzierungszusagen gegebenenfalls zur Verfügung stehen.

Forderungen steigen auf eine Million Euro

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von 872.991,36 Euro auf 1.000.009,93 Euro.

Dies entspricht einem Zuwachs von rund 127.000 Euro.

Das gesamte Umlaufvermögen stieg dadurch von rund 881.000 Euro auf eine Million Euro.

Da keine liquiden Mittel ausgewiesen werden, besteht das Umlaufvermögen zum Bilanzstichtag vollständig aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen.

Welche Schuldner hinter diesen Forderungen stehen und wann die Beträge voraussichtlich eingehen, wird im veröffentlichten Anhang nicht näher erläutert.

Die wichtigsten Bilanzkennzahlen im Überblick

Kennzahl 2025 2024
Bilanzsumme 4,95 Mio. € 3,93 Mio. €
Finanzanlagen 3,95 Mio. € 3,04 Mio. €
Forderungen 1,00 Mio. € 872.991 €
Bankguthaben und Kasse 0 € 8.048 €
Eigenkapital 2,21 Mio. € 1,61 Mio. €
Verbindlichkeiten 2,74 Mio. € 2,31 Mio. €
Rückstellungen 5.000 € 5.000 €
Eigenkapitalquote 44,6 % 41,1 %

Keine eigenen Arbeitnehmer beschäftigt

Nach Angaben des Jahresabschlusses beschäftigte die NeXtWind Windpark Beteiligung I GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2025 durchschnittlich keine eigenen Arbeitnehmer.

Die Gesellschaft ist Teil der Unternehmensgruppe um die NeXtWind Capital Ltd. in London.

Aus der veröffentlichten Bilanz geht nicht hervor, welche konkreten Windparkbeteiligungen gehalten werden und wie sich deren wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 gestaltet hat.

Eine Bewertung der operativen Ertragskraft der einzelnen Windparks ist anhand dieses Jahresabschlusses deshalb nicht möglich.

Was bedeuten die Zahlen für die wirtschaftliche Lage?

Die Bilanzentwicklung zeigt sowohl positive als auch kritisch zu beobachtende Aspekte.

Positiv ist der deutliche Anstieg des Eigenkapitals. Auch die Eigenkapitalquote hat sich verbessert.

Gleichzeitig sind die Verbindlichkeiten gestiegen und vollständig kurzfristig fällig.

Besonders relevant ist die Kombination aus 2,74 Millionen Euro kurzfristigen Verbindlichkeiten und fehlenden ausgewiesenen Bankguthaben zum Bilanzstichtag.

Diesen Verpflichtungen stehen allerdings Finanzanlagen von rund 3,95 Millionen Euro und Forderungen von rund einer Million Euro gegenüber.

Ob diese Vermögenswerte bei Bedarf kurzfristig zur Finanzierung herangezogen werden können, lässt sich aus dem Abschluss nicht erkennen.

Zudem erschwert die geänderte Bilanzierung der Earn-Out-Zahlungen einen unmittelbaren Vergleich der Vermögensentwicklung mit dem Vorjahr.

Aus den veröffentlichten Kennzahlen allein lässt sich keine konkrete Insolvenzgefährdung oder Zahlungsunfähigkeit ableiten.

 

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