Der deutsche Batteriespeicher-Hersteller sonnen GmbH mit Sitz in Wildpoldsried im bayerischen Landkreis Oberallgäu hat am 22. Oktober 2026 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen befindet sich damit in einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Wie es für die Beschäftigten und den Geschäftsbetrieb weitergeht, ist derzeit noch offen.
Die 2010 gegründete sonnen GmbH entwickelt und vertreibt intelligente Batteriespeicher für Privathaushalte und kleinere Gewerbebetriebe. Diese ermöglichen es unter anderem, selbst erzeugten Solarstrom zu speichern und bei Bedarf zu nutzen.
Nach eigenen Angaben hat das international tätige Unternehmen bereits mehr als 150.000 Batteriespeicher installiert.
Insolvenz kurz nach Eigentümerwechsel
Im Jahr 2019 wurde sonnen vom Energiekonzern Shell übernommen. Im August 2026 erfolgte der Verkauf an den Investor Tiven.
Nur rund zwei Monate nach diesem Eigentümerwechsel stellte die sonnen GmbH den Insolvenzantrag.
Die genauen Ursachen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind bislang nicht abschließend geklärt. Zwar steht die Batteriespeicherbranche unter erheblichem Wettbewerbsdruck, ein unmittelbarer Zusammenhang mit der Insolvenz ist damit jedoch nicht nachgewiesen.
Unternehmen strebt Eigenverwaltung an
Die sonnen GmbH hat nach eigenen Angaben ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Dabei soll die bisherige Geschäftsführung das Unternehmen unter insolvenzrechtlicher Aufsicht weiterführen.
Ein Insolvenzantrag bedeutet nicht automatisch, dass der Geschäftsbetrieb eingestellt oder das Unternehmen vollständig aufgelöst wird.
Nach Unternehmensangaben betrifft der Antrag zunächst die sonnen GmbH. Über mögliche Veränderungen bei weiteren Gesellschaften der Unternehmensgruppe liegen bislang keine abschließend bestätigten Informationen vor.
Beschäftigte und Kunden betroffen
Nach Medienberichten beschäftigt sonnen rund 400 Mitarbeiter am Standort Wildpoldsried. Wie viele Arbeitsplätze tatsächlich gefährdet sind, steht derzeit nicht fest.
Auch für Kunden stellt sich die Frage, wie es mit bestehenden Batteriespeichern, Wartungsleistungen und möglichen Garantieansprüchen weitergeht.
Medienberichten zufolge soll der Kundenservice zunächst fortgeführt werden. Welche langfristigen Auswirkungen das Verfahren auf bestehende Verträge haben wird, ist noch offen.
Weitere Entwicklung bleibt abzuwarten
Die Insolvenz der sonnen GmbH betrifft ein bekanntes Unternehmen der deutschen Energietechnikbranche.
Ob eine wirtschaftliche Sanierung gelingt, welche Standorte erhalten bleiben und wie viele Arbeitsplätze gesichert werden können, hängt vom weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens ab.
Fest steht bislang, dass die sonnen GmbH einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt hat. Eine endgültige Schließung des Unternehmens oder der vollständige Verlust der Arbeitsplätze ist dagegen nicht bestätigt.