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Baden-Württemberg: Erste West-Nil-Virus-Infektionen bei Menschen nachgewiesen – Gesundheitsbehörden informieren über Ansteckungsrisiken

USA-Reiseblogger (CC0), Pixabay

In Baden-Württemberg wurden erstmals zwei menschliche Infektionen mit dem West-Nil-Virus festgestellt. Betroffen sind ein 28-jähriger Mann aus dem Raum Karlsruhe und ein 83-jähriger Mann aus dem Raum Stuttgart. Beide hatten sich nach Angaben des Sozialministeriums vor ihrer Erkrankung nicht im Ausland aufgehalten.

Die Gesundheitsbehörden gehen deshalb davon aus, dass die Infektionen wahrscheinlich durch Mückenstiche in Deutschland übertragen wurden. Die beiden Betroffenen kennen sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Wie am 17. Oktober bekannt wurde, befindet sich der Patient aus dem Raum Karlsruhe auf dem Weg der Besserung. Über den Gesundheitszustand des zweiten Erkrankten liegen bislang keine näheren Informationen vor.

Das West-Nil-Virus wird hauptsächlich durch Stechmücken übertragen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts entwickelt ungefähr jeder fünfte infizierte Mensch grippeähnliche Beschwerden. Schwere Krankheitsverläufe sind selten, können jedoch insbesondere bei älteren Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen auftreten.

Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch findet im gewöhnlichen Alltagskontakt in der Regel nicht statt.

Für die Bevölkerung besteht deshalb kein Anlass zu allgemeiner Verunsicherung. Sinnvoll sind jedoch Maßnahmen zum Schutz vor Mückenstichen, insbesondere durch geeignete Kleidung, Insektenschutzmittel und die Vermeidung stehender Wasseransammlungen.

Das Sozialministerium weist darauf hin, dass das Virus bereits zuvor bei Vögeln und Pferden in Baden-Württemberg nachgewiesen worden war. Der erstmalige Nachweis bei Menschen kommt für die Behörden daher nicht völlig überraschend.

Die Entwicklung zeigt, dass sich auch in Deutschland neue Herausforderungen für den Infektionsschutz ergeben können. Entscheidend bleiben eine zuverlässige Überwachung, eine sachliche Information der Bevölkerung und eine frühzeitige medizinische Abklärung bei ernsthaften Beschwerden.

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