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Insolvenzantrag von Multi Industrial Services GmbH mangels Masse abgewiesen

Das Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein hat im Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der Multi Industrial Services GmbH mit Beschluss vom 01.09.2026 den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels einer die Kosten des Verfahrens deckenden Insolvenzmasse abgewiesen. Die Bekanntmachung wurde am 13.10.2026 veröffentlicht. Zuständig war das Insolvenzgericht Ludwigshafen am Rhein unter dem Aktenzeichen 3 a IN 256/26.

Was die Entscheidung bedeutet

„Abweisung mangels Masse“ heißt für Laien: Das Gericht eröffnet kein Insolvenzverfahren, weil das vorhandene Vermögen des Unternehmens voraussichtlich nicht einmal ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu bezahlen. Nach dem bekannt gemachten Beschluss lagen zwar Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung vor, das verwertbare Vermögen reichte aber nach der Einschätzung des Gerichts nicht aus, um die Kosten zu decken.

Wird der Insolvenzantrag aus diesem Grund abgewiesen, wird kein Insolvenzverfahren durchgeführt und es wird auch kein Insolvenzverwalter bestellt. Damit kommt es nicht zu einer geordneten Verteilung der vorhandenen Masse an die Gläubiger im Rahmen eines eröffneten Insolvenzverfahrens.

Folgen für Gläubiger und das Unternehmen

Nach der Bekanntmachung wird die Schuldnerin in das zentrale Schuldnerverzeichnis eingetragen. Außerdem wurden die mit Beschluss vom 08.06.2026 angeordneten Nebenmaßnahmen aufgehoben. Die Schuldnerin hat die Kosten des Verfahrens zu tragen. Für Gläubiger bedeutet eine solche Abweisung in der Regel, dass sie ihre Forderungen selbst weiterverfolgen müssen und ihre Aussichten auf vollständige Befriedigung meist gering sind.

Bei einer Abweisung mangels Masse kommt es regelmäßig dazu, dass die Gesellschaft aufgelöst wird und später gelöscht werden kann. Das folgt aus den rechtlichen Folgen einer solchen Entscheidung, auch wenn in der Bekanntmachung selbst nur die Abweisung, die Eintragung ins Schuldnerverzeichnis und die Kostenentscheidung ausdrücklich genannt sind.

Was Betroffene jetzt tun können

Wer noch offene Forderungen gegen die Multi Industrial Services GmbH hat, sollte Unterlagen wie Verträge, Rechnungen, Zahlungsbelege und Schriftverkehr sorgfältig sichern. Auch Kunden mit offenen Leistungen, Anzahlungen oder Gutscheinen sollten ihre Nachweise aufbewahren und bei Bedarf rechtlichen Rat einholen. Da kein Insolvenzverwalter eingesetzt wird, müssen Ansprüche in der Regel auf anderem Weg selbst weiterverfolgt werden.

Die Bekanntmachung nennt als Sitz der Gesellschaft Ludwigshafen am Rhein. Weitere Einzelheiten, etwa zu Ursachen, Forderungshöhe oder einer wirtschaftlichen Bewertung, sind der veröffentlichten Entscheidung nicht zu entnehmen.

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