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Amokalarm an Schule in Niedersachsen: Großeinsatz endet ohne Gefahrenlage – technischer Defekt als Ursache

Peggy_Marco (CC0), Pixabay

Ein Amokalarm an einer Schule im niedersächsischen Langwedel hat am Dienstagmorgen einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften ausgelöst. Inzwischen gibt es Entwarnung: An der Oberschule am Goldbach bestand zu keinem Zeitpunkt eine tatsächliche Bedrohungslage. Verletzt wurde niemand.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand wurde der Alarm durch einen technischen Defekt ausgelöst. Hinweise darauf, dass jemand den Alarm vorsätzlich ausgelöst oder die Anlage manipuliert haben könnte, liegen nach Angaben der Polizei nicht vor.

Amokalarm gegen 8.30 Uhr ausgelöst

Der Vorfall ereignete sich am Dienstagmorgen gegen 8.30 Uhr an der Oberschule am Goldbach in der Suhrfeldstraße in Langwedel im Landkreis Verden.

Nachdem der Amokalarm ausgelöst worden war, rückte die Polizei innerhalb kurzer Zeit mit zahlreichen Einsatzkräften an.

Zu diesem Zeitpunkt war zunächst unklar, ob tatsächlich eine Gefahr für Schülerinnen, Schüler und Beschäftigte der Schule bestand. Die Einsatzkräfte mussten deshalb zunächst von einer möglichen Bedrohungslage ausgehen.

Die Polizei begann, das Schulgebäude systematisch zu kontrollieren. Rettungskräfte hielten sich vorsorglich bereit.

Schule wurde geräumt und durchsucht

Das Gebäude wurde im Verlauf des Einsatzes geräumt. Polizeikräfte durchsuchten die Schule und überprüften die einzelnen Bereiche.

Schon während des laufenden Einsatzes teilte die Polizei mit, dass es keine Hinweise auf eine tatsächlich stattgefundene Amok- oder sonstige Bedrohungslage und auch keine Hinweise auf Verletzte gebe.

Dennoch wurden die Sicherheitsmaßnahmen zunächst fortgesetzt. Bei einem ausgelösten Amokalarm müssen Einsatzkräfte zunächst ausschließen, dass sich tatsächlich eine bewaffnete oder anderweitig gefährliche Person im Gebäude befindet.

Für besorgte Eltern wurde in der Nähe der Schule eine Sammelstelle eingerichtet, an der sie betreut und informiert werden konnten.

Polizei gibt Entwarnung

Nach der Durchsuchung konnte die Polizei schließlich vollständige Entwarnung geben.

Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz erklärte zunächst, nach dem damaligen Ermittlungsstand habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahrenlage bestanden.

Die polizeilichen Maßnahmen wurden daraufhin beendet.

Später konnte auch die Ursache des Alarms näher geklärt werden.

Nach Angaben der Polizei wurde ein Melder ausgelöst, der – vergleichbar mit einem Feueralarm – für Bedrohungssituationen vorgesehen ist.

Die weiteren Untersuchungen ergaben, dass ein technischer Defekt den Alarm ausgelöst hatte. Die Polizei geht nach bisherigem Stand nicht davon aus, dass der Melder vorsätzlich betätigt oder manipuliert wurde.

Rund 500 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule

An der Oberschule in Langwedel werden rund 500 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen fünf bis zehn unterrichtet. Rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

Für Schüler, Eltern und Beschäftigte dürfte der Alarm dennoch ein erheblicher Schreck gewesen sein. Ein Amokalarm führt zwangsläufig zu einer Situation, in der zunächst niemand wissen kann, ob tatsächlich eine akute Gefahr besteht.

Gerade deshalb müssen Polizei und Rettungskräfte auch dann mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen reagieren, wenn sich später herausstellt, dass kein Angriff stattgefunden hat.

Wichtig: Kein Amoklauf an der Schule

Bei der Berichterstattung über den Vorfall ist eine klare Unterscheidung wichtig.

An der Schule hat es nach den bisherigen Erkenntnissen keinen Amoklauf und keine Bedrohung gegeben.

Ausgelöst wurde ein sogenannter Amokalarm. Dieser Alarm führte zum Großeinsatz der Sicherheitsbehörden.

Die ursprünglichen Meldungen vom Vormittag, wonach die Hintergründe noch unklar seien, entsprachen dem damaligen Kenntnisstand. Inzwischen liegen jedoch neuere Informationen vor.

Deshalb wäre es irreführend, weiterhin lediglich von einem ungeklärten „Amokalarm mit Großeinsatz“ zu berichten.

Der aktuelle Stand lautet vielmehr:

Ein technischer Defekt löste am Dienstagmorgen an der Oberschule am Goldbach in Langwedel einen Amokalarm aus. Polizei und Rettungskräfte reagierten mit einem Großeinsatz, durchsuchten das Gebäude und konnten anschließend Entwarnung geben. Es gab weder eine tatsächliche Bedrohungslage noch Verletzte.

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