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Schufa-Score in der Kritik: Wie transparent ist die Bonitätsbewertung wirklich?

Vi5-a-Vi5 (CC0), Pixabay

Eine aktuelle Recherche von NDR und Süddeutscher Zeitung wirft neue Fragen zur Transparenz der Bonitätsbewertung durch die Schufa auf. Für Verbraucher ist das Thema von erheblicher Bedeutung, denn entsprechende Bewertungen können beispielsweise bei Krediten, Finanzierungen oder anderen Vertragsabschlüssen eine Rolle spielen.

Die Schufa hatte ihren neuen Score insbesondere mit einer besseren Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit verbunden. Statt einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren soll der neue allgemeine Score auf zwölf Kriterien beruhen.

Die aktuelle Recherche zeigt jedoch, dass daneben weitere Bewertungsmodelle bestehen. Dazu gehört beispielsweise ein spezieller Score für Immobilienfinanzierungen. Nach Angaben der Schufa wird dieser sogenannte Hypotheken-Score Banken bereits angeboten.

Darüber hinaus können bestimmte Unternehmenskunden zusätzliche Informationen erhalten. Dabei kann es beispielsweise um die Gesamthöhe bestehender Kredite und Leasingverträge, die Anzahl vorhandener Kreditkarten oder neu abgeschlossene Bankverträge gehen.

Verbraucherschützer sehen die Transparenz kritisch. Die Schufa verweist dagegen darauf, dass sie nicht angekündigt habe, sämtliche anderen Scores abzuschaffen. Der neue Score soll insbesondere sechs bisherige Branchenscores ersetzen.

Für Verbraucher bleibt entscheidend, nachvollziehen zu können, welche Informationen über sie gespeichert werden und welche Daten bei einer konkreten Bonitätsentscheidung eine Rolle spielen.

Gerade bei wichtigen finanziellen Entscheidungen kann eine Bonitätsbewertung erhebliche praktische Auswirkungen haben. Wird beispielsweise eine Finanzierung abgelehnt oder nur zu ungünstigeren Konditionen angeboten, sollten Betroffene deshalb prüfen, welche gespeicherten Daten zugrunde liegen und ob diese korrekt sind.

Mehr Transparenz bei Bonitätsbewertungen ist daher keine nebensächliche Frage. Für Verbraucher geht es darum, Entscheidungen nachvollziehen und mögliche Fehler in den verwendeten Daten erkennen und korrigieren zu können.

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